Wir freuen uns Ihnen heute verkünden zu können, dass die Anmeldemaske für den Deutschen Betriebsärzte- Kongress 2026 vom 21. bis 24. Oktober in Mainz ab sofort online ist!
Bürokratie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, nicht nur den Arbeitsschutz. Prinzipiell ist die Bürokratisierung der zentrale Prozess und die Grundlage, durch den Organisationen und soziale Systeme strukturiert, formalisiert und durch eine Reihe von Regeln und Verfahren gesteuert werden. Richtig verstanden ist Bürokratie per definitionem also ein zentraler Ordnungsfaktor in allen Bereichen unseres gesamtgesellschaftlichen Zusammenlebens und ist letztendlich ein wichtiger Garant für Leistung, Effizienz, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Bürokratie ist ein wichtiger Schutz vor Willkür und zentraler Bestandteil unserer Demokratie.
Die Arbeitsmedizin bedient sich zunehmend digitaler Medien und telemedizinischer Anwendungen. Datenschutz, Vertrauenswürdigkeit, Schweigepflicht und andere grundlegende Anforderungen an ärztliches Handeln setzen dazu einen Rahmen, der Eingang in mehrere Regelungen gefunden hat. Diese werden in einer Synopse nebeneinandergestellt und kommentiert.
Digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in die betriebliche Praxis. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Einsatzfelder und beleuchtet Funktionen, die speziell für die arbeitsmedizinische Betreuung von Bedeutung sind. Neben konkreten Beispielen enthält er auch praxisnahe Hinweise zur Nutzung digitaler Tools. Unser zweiteiliger Beitrag bietet einen systematischen Überblick: Teil 1 (erschienen in ASU 9/2025) stellte den Einsatz von Apps im klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der arbeitsmedizinischen Praxis vor. Der folgende Teil 2 geht auf spezielle Apps für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der arbeitsmedizinischen Betreuung ein.
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf Arbeitsplätze und Tätigkeiten aus. Eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie zeigt, wie Betriebsärztinnen und -ärzte klimabedingte Risiken einschätzen und welche Gefährdungen sie als besonders relevant wahrnehmen. Der Beitrag beleuchtet zudem den Stand der betrieblichen Auseinandersetzung und bestehende Präventionsmaßnahmen.
Klimawandel und ungesunde Ernährung sind zwei der bedeutendsten Gesundheitsrisiken unserer Zeit – und sie sind eng miteinander verknüpft. Die Planetary Health Diet bietet als weltweite Referenzernährung einen wissenschaftlich fundierten Rahmen, der individuelle Gesundheit und planetare Nachhaltigkeit verbindet. Die für Deutschland gültigen Ernährungsempfehlungen wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eröffnen sich konkrete Handlungsoptionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).
Der betriebsärztlich propagierte Hitzeschutz sollte immer eng mit Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verknüpft sein, da der bei weitem beste Hitzeschutz immer der Klimaschutz sein wird. Es sollten also nicht nur die Klimaanpassung – also der klassische Hitzeschutz –, sondern auch die Mitigation – also die Verminderung der Klimafolgen durch Klimaschutz – ihren Platz in der Arbeit der Arbeitsmediziner und Arbeitsmedizinerinnen finden.
Durch den Klimawandel kommt es – jahreszeitlich bedingt – immer häufiger zu Hitzewellen mit Temperaturen über 30 °C. Daher sind Hitzeschutzpläne für die Beschäftigten in den Unternehmen eine notwendige Hitzeanpassungsmaßnahme.
Der Klimawandel und der damit verbundene Temperaturanstieg haben erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Extremwetterereignisse, wie Hitze, die Ausbreitung heimischer und nicht-heimischer Allergene und vektorassoziierter Infektionskrankheiten, haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere bei Outdoor-Workern, bei Menschen mit Vorerkrankungen und vulnerablen Personen. Gesundheitsschutz für alle und Arbeitsschutz können nur gemeinsam und unter Einbeziehung von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und jedem Einzelnen gelingen. Gemeinsam können die dafür erforderlichen Vermeidungs-, Schutz- und Anpassungsstrategien entwickelt und umgesetzt werden und zur Klimaresilienz beitragen.
Der arbeitsrechtliche Mutterschutz ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen und zugleich eine möglichst störungsfreie Fortführung der Beschäftigung zu ermöglichen. Der folgende Artikel stellt die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen und konkrete Handlungspflichten für den betrieblichen Alltag dar.
Der Implementierung von präventiven Gesundheitsangeboten kommt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement eine wichtige Rolle zu, um Langzeiterkrankungen und damit verbundene Ausfallzeiten für Mitarbeitende und Unternehmen möglichst frühzeitig zu vermeiden. Dabei gilt es, die individuellen und organisatorischen Belastungsfaktoren der Beschäftigten zu analysieren und passgenaue präventive Maßnahmen zu entwickeln. Die vorliegende ASU-Serie will in loser Abfolge Beispiele für die vielfältigen Lösungsansätze bieten.
Die zunehmende Globalisierung auch in der Arbeitswelt bedingt in Teilen, dass Beschäftigte auch ins Ausland entsendet werden, um dort ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Dies wirft aus Sicht des Arbeitgebers immer die Fragestellung auf, welche Maßnahmen in Bezug auf mögliche Erkrankungen im Ausland zu treffen sind und welche Absicherung bereits nach deutschem Recht diesbezüglich besteht. Nachfolgender Artikel erläutert die wesentlichen rechtlichen Begleitumstände bei der Entsendung von Beschäftigten ins Ausland.
Welche reisemedizinische Vorsorge ist bei Dienstreisen ins Ausland verpflichtend – und wer entscheidet das und wie? Diese Unterlage zeigt praxisnahe Entscheidungswege auf Basis der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und einer dynamischen Ampellogik (Grün/Gelb/Rot). Sie unterstützt Führungskräfte und Reisende dabei, Risiken systematisch zu bewerten, Pflichtvorsorge korrekt abzuleiten und die Vorbereitung inklusive Beratung, Impfungen, Reiseapotheke und Dokumentation transparent umzusetzen.
Bei und nach Tropenaufenthalten treten Abdominalbeschwerden deutlich häufiger auf. Spätestens wenn auch eine Eosinophilie im peripheren Blut vorliegt, muss eine parasitäre Ursache ausgeschlossen werden. Was hierbei zu beachten ist, wird anhand eines Fallberichts aufgezeigt.
Ein 40-jähriger Mitarbeitender eines Technologieunternehmens wurde 2024 in Mexiko auf dem Weg vom Firmengelände zu seinem Taxi von einem wildlebenden Hund gebissen. Die fachliche Betreuung im Rahmen des betrieblichen Case-Managements zeigte viele Herausforderungen bei einer ärztlichen Akutbehandlung im Ausland und ergab wichtige Erkenntnisse für die reisemedizinische Beratung.
Arbovirosen sind weltweit zunehmende, durch Arthropoden übertragene Virusinfektionen mit wachsender Bedeutung für die Arbeitsmedizin. Berufliche Expositionen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten oder Tätigkeiten im Freien, erhöhen das Infektionsrisiko. Im Fokus stehen Prävention, Impfstrategien und individuelle Risikobewertung. Der Beitrag gibt einen praxisorientierten Überblick für die betriebsärztliche Beratung.
Eine Eosinophilie-Abklärung kann im klinischen Alltag eine diagnostische Herausforderung darstellen. Das ätiologische Spektrum umfasst allergische, infektiöse, inflammatorische und neoplastische Ursachen; auch Helmintheninfektionen – meist im Kontext eines Auslandsaufenthalts erworben – sind zu berücksichtigen. Dieser Beitrag bietet eine Orientierung zur Abklärung einer reiseassoziierten Eosinophilie mit dem Ziel der frühzeitigen Diagnosestellung und Vermeidung von Folgeschäden.
Impfungen sind Kern der arbeitsmedizinischen Prävention – doch Impfstatus, Indikationen und Auffrischungen gehen im Alltag leicht unter. Ein digitales Impfmanagement verknüpft Impfstofflogistik, indikationsbasierte Planung, Recall und Dokumentation (inkl. ePA) und macht Impfprozesse nachvollziehbar, effizient und rechtssicher.
Die Empfehlungen der STIKO fokussieren primär auf Inlandsgefährdungen sowie den touristischen Individualschutz. Spezifische Gefährdungsprofile beruflicher Auslandstätigkeiten bleiben dabei oft unberücksichtigt, obwohl Berufs- und Umfeldgefährdungen hier verschmelzen. In der internationalen Arbeitsmedizin besteht an dieser Stelle eine Beratungslücke. Der vorliegende Artikel analysiert am Beispiel von Dengue und Chikungunya die Notwendigkeit einer erweiterten arbeitsmedizinischen Indikationsstellung bei Impfungen. Unter Berücksichtigung der STIKO-Öffnungsklausel, kumulativer Gefährdungen und der Qualität lokaler Versorgungsstrukturen wird aufgezeigt, wie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Gefährdungsbeurteilungen im Sinne der ArbMedVV und AMR 6.6 rechtssicher nutzen können, um unter anderem auch Berufskrankheiten (BK 3104) im Auslandseinsatz zu verhüten.
Berufliche Auslandsreisen können besondere Gefährdungen darstellen. Diese Gefährdungen müssen beurteilt werden, aus somatischer, infektiologischer und Gesundheitssystem-Sicht. Die gesetzlichen Grundlagen sind in Deutschland mit der EU-Direktive 89/391/EWG, dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsmedizinischen Vorsorge klar. Internationale Grundlagen, wie die ISO31030 Leitlinie, nennen weitere fachliche Prämissen.
Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen in Deutschland lebt mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Viele von ihnen stehen regelmäßig vor der Frage: Arbeiten trotz Krankheitsgefühl oder krankmelden? Damit beschäftigt sich die AmiChoro.
Im Jahr 2025 feierte die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, besser bekannt als MAK-Kommission, ihr 70-jähriges Bestehen. Ein beeindruckendes Jubiläum, das uns dazu einlädt, die essenzielle Arbeit dieser Institution zu würdigen, die seit sieben Jahrzehnten maßgeblich zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Deutschland beiträgt. Die MAK-Kommission ist ein unverzichtbarer Pfeiler des Arbeitsschutzes. Ihre wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe sind die Grundlage für Präventionsmaßnahmen und Schutzvorschriften in zahlreichen Branchen. Dies ist das Ergebnis der engagierten Arbeit von Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen – von der Toxikologie über die Arbeitsmedizin und Chemie bis hin zur Pathologie und Messtechnik.
Die Ernährungsmedizin hat in der Arbeitsmedizin eine zentrale Bedeutung, da Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Beschäftigungsfähigkeit ausübt. Dieser bezieht sich nicht nur auf Prävention und Therapie von chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie, kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Krankheiten, sondern auch auf kurzfristige, in der Arbeitswelt von heute sehr relevante Faktoren wie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Beschäftigten. Die Schaffung einer „ernährungsfreundlichen“ Arbeitsumgebung sowie das Angebot von Informationen oder BGF-Maßnahmen zum Thema Ernährung tragen positiv zur Motivation und damit auch wieder zur Produktivität der Beschäftigten bei.
Zahlreiche Museen geben einen umfassenden Einblick in die Historie des Arbeitslebens und des Arbeitsschutzes. Manche Zeugnisse vergangener Arbeitswelten finden sich aber auch unverändert an ihren originalen Standorten. Dort bleiben sie selbst an touristisch viel besuchten Orten den Besuchern meist verborgen. Drei derartige, sehr unterschiedliche „Hidden Places“ wurden in einer Serie in der ASU vorgestellt: Der Königspesel auf Hallig Hooge, eine Privatvilla in Großhansdorf und – als vorerst letztes Beispiel – der Dom zu Köln.
Der Artikel beleuchtet die wachsende Bedeutung digitaler Anwendungen in der Arbeitsmedizin und rückt die Gestaltung funktionaler Schnittstellen in den Mittelpunkt. Während geeignete Tools zunehmend verfügbar sind, besteht die zentrale Herausforderung in deren Integration, um Medienbrüche, Doppelarbeit und Informationsverluste zu vermeiden. Anhand zentraler Schnittstellen – etwa zwischen Dokumentation, Personalwesen und Diagnostik – sowie externer Vernetzungen wird gezeigt, dass Interoperabilität technische, organisatorische und semantische Aspekte umfasst. Typische Probleme sind fehlende Standards, Insellösungen und unklare Datenflüsse. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht konsequent zu wahren. Abschließend formuliert der Beitrag praxisnahe Empfehlungen und hebt hervor, dass integrierte Systeme die Grundlage einer effizienten, zukunftsfähigen arbeitsmedizinischen Versorgung bilden.