Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht der Nachwuchswettbewerb „NextLevel Arbeitsmedizin“ in die zweite Runde: Das Aktionsbündnis Arbeitsmedizin e.V. hat die Ausschreibung für 2026 gestartet. Gesucht werden erneut praxisnahe und innovative Projekte, die Antworten auf zentrale Herausforderungen der modernen Arbeitswelt geben. Das gibt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bekannt.
Vom ArbMedNet zum „forum die arbeitsmedizin“
Der Artikel beleuchtet die wachsende Bedeutung digitaler Anwendungen in der Arbeitsmedizin und rückt die Gestaltung funktionaler Schnittstellen in den Mittelpunkt. Während geeignete Tools zunehmend verfügbar sind, besteht die zentrale Herausforderung in deren Integration, um Medienbrüche, Doppelarbeit und Informationsverluste zu vermeiden. Anhand zentraler Schnittstellen – etwa zwischen Dokumentation, Personalwesen und Diagnostik – sowie externer Vernetzungen wird gezeigt, dass Interoperabilität technische, organisatorische und semantische Aspekte umfasst. Typische Probleme sind fehlende Standards, Insellösungen und unklare Datenflüsse. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht konsequent zu wahren. Abschließend formuliert der Beitrag praxisnahe Empfehlungen und hebt hervor, dass integrierte Systeme die Grundlage einer effizienten, zukunftsfähigen arbeitsmedizinischen Versorgung bilden.
Schnittstellenfragen sind kein Randthema der Arbeitsmedizin, sie spielen eine zentrale Rolle. In kaum einem anderen Gebiet der Medizin hängt die Wirksamkeit so unmittelbar davon ab, ob Zuständigkeiten zusammenfinden – oder aneinander vorbeiregeln – und wirken. Die Mai-Ausgabe der ASU widmet sich diesem Thema bewusst und macht deutlich: Arbeitsmedizin entfaltet ihr Potenzial nur dort, wo sie als verbindende Instanz zwischen verschiedenen Akteuren, Rechtsgebieten und Systemen gelebt und verstanden wird.
Laut der AD HOC News schafft Deutschland mit einer neuen Arbeitsmedizinischen Regel (AMR) erstmals klare Vorgaben für den Einsatz von Telemedizin in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
Das Forum Arbeitsphysiologie vereint seit seiner Gründung im Jahr 1996 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Arbeitsmedizin und der Arbeitswissenschaft zu einem jährlichen Symposium. Die Grundlage bietet dafür die finanzielle Förderung durch die Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung für Arbeitsmedizin. Das Rahmenprogramm wird darüber hinaus durch private Sponsoren sowie der THUMEDI Präventionsmanagement GmbH und der THUMEDI technica GmbH & Co. KG (Thum-Jahnsbach), ermöglicht. Träger des Forums Arbeitsphysiologie sind die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und die Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA). Das Forum wird von einem Dreiergremium (seit 11/2023 Prof. Dr. Benjamin Steinhilber und Dr. Tessy Luger, Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Tübingen, sowie Prof. Dr. Julia Krabbe, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)) geleitet.
Der Gentner Verlag baut sein Engagement im Bereich Arbeitsmedizin und Prävention weiter aus: Zum 31. Januar 2026 hat der Gentner Verlag das renommierte Fachmedium ErgoMed/Praktische Arbeitsmedizin vom Dr. Curt Haefner-Verlag übernommen.
Der „Bayerische Preis für Arbeitsmedizin“ wird im zweijährlichen Rhythmus an eine Ärztin oder einen Arzt vergeben, die oder der in Deutschland in den zwei Jahren seit der letzten Preisvergabe (2024) eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin veröffentlicht hat.
Digitale Anwendungen in der Arbeitsmedizin, Gewalt am Arbeitsplatz und Mutterschutz stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung. Damit greift die DGAUM zentrale und aktuelle Themen in der Forschung der Arbeitsmedizin auf. Ob die Chancen der Digitalisierung bei der arbeitsmedizinischen Betreuung, der Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz und seinen Folgen, aktuelle Entwicklungen beim Mutterschutz oder weitere Themen aus dem Gebiet der Arbeits- und Umweltmedizin: Der Kongress bietet mit über 200 Beiträgen ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges wissenschaftliches Programm. Mit seinen praxisrelevanten Inhalten richtet er sich auch an Medizinerinnen und Mediziner, die praktisch tätig sind.
Die AG Next Generation der Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) beschäftigt sich mit Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin und kümmert sich um die Nachwuchsförderung. Die ASU-Reihe „Next Generation“ gibt einen Einblick in die AG-Arbeit, indem zentrale Themen und Projekte vorgestellt werden. Mitglieder sowie Expertinnen und Experten schildern ihre Erfahrungen und präsentieren Ideen und Lösungsansätze.
Die Arbeitsmedizin nimmt eine zentrale Rolle in der Primärprävention und der Förderung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel, Fachkräftemangel und immer komplexeren Anforderungen an die psychische und physische Belastbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer untersucht die Arbeit, die diesem Beitrag zugrunde liegt, den tatsächlichen Nutzen arbeitsmedizinischer Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeitenden. Basierend auf einer empirischen Untersuchung in Betrieben des Großraums Graz werden die Akzeptanz und der wahrgenommene Mehrwert der Arbeitsmedizin dargestellt und diskutiert.
Nähe zur Praxis, Exzellenz in der Forschung – und Modell für die Zukunft: Das Jubiläumssymposium des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung (IASV) am Universitätsklinikum Tübingen zeigte: Wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe Arbeitsmedizin bleibt für gesunde Beschäftigung entscheidend.
Die drei führenden arbeitsmedizinischen Fachverbände in Deutschland – der Berufsverband selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte (BsAfB), die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) – wollen künftig enger zusammenarbeiten.
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In Zeiten von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und steigenden Gesundheitskosten gewinnt die betriebliche Gesundheitsförderung enorm an Bedeutung. Es ist längst nicht mehr damit getan, die Vorgaben von Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) umzusetzen. Ziel der modernen Arbeitsmedizin ist es, neben den Aufgaben in der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung einen Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der älter werdenden Menschen zu leisten. Dafür muss die Arbeitsmedizin als Teil des Gesundheitssystems verstanden werden und eine Vernetzung mit den anderen medizinischen Fachgebieten und Versorgungssektoren gelingen.
„Grenzen überwinden – Schnittstellen der Arbeitsmedizin“
Die Arbeitswelt verändert sich – und mit ihr die Arbeitsmedizin. Digitale Lösungen halten zunehmend Einzug in die betriebsärztliche Praxis, sei es in der Gefährdungsbeurteilung, der Vorsorge oder im betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Um diesen Wandel fachlich fundiert und rechtlich abgesichert zu begleiten, arbeitet der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) in einer neu gegründeten Projektgruppe an arbeitsmedizinischen Regeln (AMR) und arbeitsmedizinischen Empfehlungen (AME) zu digitalen Anwendungen.
Seit sechs Jahrzehnten begleitet die ASU die Entwicklungen in der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. Sie dokumentiert, wie sich Arbeit verändert, wie Gesundheit am Arbeitsplatz immer wieder neu gedacht werden muss und welche zentrale Rolle unsere Fachdisziplin dabei einnimmt. Praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Beiträge, Einblicke in die Gremienarbeit der Fachgesellschaften und Berufsverbände sowie Themen an den Schnittstellen von Medizin, Arbeitssicherheit und Unternehmenspraxis haben die ASU zu einer unverzichtbaren Plattform gemacht.
Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte lädt vom 22. bis 25. Oktober 2025 nach Rostock ein. Über 700 Fachleute sollen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsstrategien für gesunde Arbeit diskutieren.
Lotte Habermann-Horstmeier legt mit „Das Handbuch ME/CFS – Patientenzentrierte Versorgung und interprofessionelle Handlungsempfehlungen“ ein umfassendes und längst überfälliges Standardwerk zur Myalgischen Enzephalomyelitis bzw. zum Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) vor. Die Autorin, erfahrene Public-Health-Expertin und Leiterin des Villingen Institute of Public Health, adressiert mit ihrem Werk nicht nur die medizinische Fachwelt, sondern auch Betroffene und deren Angehörige.
Die deutsche Ärzteschaft hat im Rahmen des 129. Deutschen Ärztetages in Leipzig unseren ehemaligen Präsidenten, Professor Dr. med. Klaus Scheuch, mit der Paracelsus-Medaille ausgezeichnet. Die Paracelsus-Medaille ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft.
Leitlinien bieten klare Handlungsempfehlungen und unterstützen Ärztinnen und Ärzte in ihrer täglichen Arbeit. Doch wie werden diese wichtigen Instrumente in der Fortbildung vermittelt? ASU hat bei den Leitungen der arbeitsmedizinischen Akademien nachgefragt, welche Rolle die Vermittlung der Leitlinien in ihren Fortbildungsprogrammen spielt.
Leitlinienerstellung nach AWMF-Kriterien ist Kernaufgabe wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften, so auch der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM). Zielgruppe arbeitsmedizinischer Leitlinien sind nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern generell Bürgerinnen und Bürger, konkret solche in der Arbeitswelt. Im vorliegenden Plädoyer wird ausgeführt, dass es nicht nur eine akademisch gebotene Aufgabe ist, bei Leitlinien mitzuwirken, sondern dass diese Mitarbeit auch persönlich sehr bereichernd ist und Freude macht.
Digitalisierung, demografischer Wandel und flexible Arbeitsmodelle verändern die Arbeitswelt rasant. Damit rücken Gesundheitsschutz und Prävention stärker in den Fokus – und mit ihnen die Spezialistinnen und Spezialisten, die Unternehmen bei diesem Wandel aktiv begleiten. Um dieses Engagement sichtbar zu machen, startet das Aktionsbündnis Arbeitsmedizin e. V. am 8. Mai 2025 den Wettbewerb NextLevel Arbeitsmedizin 2025. Bewerbungen sind bis zum 8. August 2025 möglich.