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Arboviruses in the occupational health context
Arboviral infections are arthropod-borne diseases of increasing global relevance for occupational health. Work-related exposure, especially during international travel or outdoor activities, increases infection risk. Prevention, vaccination strategies, and individual risk assessment are key. This article provides a practice-oriented overview for occupational health practice.
Arboviren im arbeitsmedizinischen Kontext
Arbovirosen sind weltweit zunehmende, durch Arthropoden übertragene Virusinfektionen mit wachsender Bedeutung für die Arbeitsmedizin. Berufliche Expositionen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten oder Tätigkeiten im Freien, erhöhen das Infektionsrisiko. Im Fokus stehen Prävention, Impfstrategien und individuelle Risikobewertung. Der Beitrag gibt einen praxisorientierten Überblick für die betriebsärztliche Beratung.
Kernaussagen
- Arbovirosen stellen aufgrund unspezifischer Symptomatik und epidemiologischer Zusammenhänge eine relevante Differenzialdiagnose bei fieberhaften Erkrankungen nach Auslandsaufenthalten dar.
- Arbeitnehmende mit chronischen Erkrankungen werden vermehrt reisen und mit Arbovirosen in Kontakt kommen. Eine zielgerichtete Aufklärung und Impfung sollte Bestandteil der Beratung sein.
- Arbeitnehmende können im Rahmen von Auslandsaufenthalten mit in Deutschland nicht lizensierten Arbovirusimpfstoffen in Kontakt kommen. Dies sollte bei Folgeimpfungen mit betrachtet werden.
Einleitung: Arbovirosen und Beruf
Der Begriff Arbovirosen ist eine Kurzform aus dem Englischen für „arthropod-borne viral diseases“ und bezeichnet Virusinfektionen, die durch Gliederfüßer (Arthropoden) übertragen werden und weltweit zunehmend an Bedeutung für die öffentliche Gesundheit gewinnen. Wichtige Vektoren sind hierbei vor allem Stechmücken und Zecken.
Zu den epidemiologisch und klinisch relevantesten Erregern zählen insbesondere tropentypische Viren wie Dengue, Zika, Chikungunya, West-Nil, Japanische Enzephalitis und Gelbfieber, aber auch in Europa endemische Viren wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME). Die Verbreitung von Arbovirosen ist weltweit dynamisch und umfasst vor allem tropische und subtropische Regionen in Afrika, Süd- und Südostasien sowie Mittel- und Südamerika. Gleichzeitig kommt es zunehmend zur Ausbreitung invasiver, vektorkompetenter Mückenarten wie Aedes albopictus in Europa, wodurch auch hier autochthone Übertragungen möglich werden (s. Online-Quellen). Zudem können autochthone Übertragungen ehemals tropenspezifischer Erreger durch heimische Stechmücken wie Culex pipiens erfolgen. Ein Beispiel für eine etablierte Transmission in Deutschland ist das West-Nil-Virus. Aufgrund globaler Mobilität, Urbanisierung sowie klimatischer Veränderungen werden Arbovirosen zunehmend auch in bislang nicht-endemischen Regionen relevant. In den bereits bekannten Verbreitungsgebieten ist zudem das Auftreten über ausgedehntere Zeiträume im Jahresverlauf zu beobachten. ➥ Abbildung 1 gibt einen Überblick über die globalen Verbreitungsgebiete der Arbovirosen (AWMF 2025, s. Online-Quellen).
Im arbeitsmedizinischen Kontext ergibt sich die Bedeutung insbesondere durch beruflich bedingte Expositionen wie Dienstreisen in tropische und subtropische Regionen, längerfristige Auslandseinsätze, humanitäre Einsätze, Tätigkeiten im Freien und/oder in vektorreichen Gebieten sowie berufliche Kontakte zu importierten Infektionsfällen. Arbovirosen können bei entsprechender beruflicher Exposition auch als Berufskrankheit anerkannt werden, insbesondere im Rahmen der Berufskrankheit Nr. 3104 („Tropenkrankheiten, Fleckfieber“) sowie Nr 3101.
Arbovirosen verursachen häufig initial unspezifische Symptome. Das klinische Spektrum der Erkrankungen reicht von oligosymptomatischen Erkrankungen bis hin zu lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Differenzialdiagnostisch sollten Arbovirosen daher bei fieberhaften Erkrankungen nach Auslandsaufenthalten oder entsprechender Exposition stets berücksichtigt werden.
Für die betriebsärztliche Praxis ist neben der Diagnostik vor allem die Prävention zentral. Da für viele Arbovirosen keine kausale Therapie zur Verfügung steht, kommen der Expositionsprophylaxe, insbesondere durch Schutzmaßnahmen vor Insekten- und Zeckenstichen, sowie Schutzimpfungen eine entscheidende Rolle zu.
Hierzu zählen insbesondere körperbedeckende Kleidung, die bevorzugt hell und imprägniert sein sollte, die regelmäßige Anwendung von Repellentien auf unbedeckter Haut sowie physikalische Schutzmaßnahmen wie Moskitonetze, mückensichere Wohnstätten oder klimatisierte Räume. Ergänzend kann in bestimmten Situationen auch die Imprägnierung von Kleidung mit Insektiziden wie Permethrin sinnvoll sein. Diese Maßnahmen sollten konsequent umgesetzt werden, da viele der relevanten Vektoren, insbesondere Aedes-Mücken, tagaktiv sind. Entsprechende Empfehlungen werden unter anderem im Merkblatt des Auswärtigen Amtes zur Vermeidung von Insektenstichen („Expositionsprophylaxe“; s. Online-Quellen) sowie in den jährlich aktualisierten Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) zur Malariaprophylaxe zusammengefasst (Rothe et al. 2025).
Die Bedeutung dieser Maßnahmen beschränkt sich nicht auf den Aufenthalt in Endemiegebieten, sondern ist auch im Hinblick auf mögliche Weiterübertragungen nach Rückkehr zu berücksichtigen. Bei virämischen Reiserückkehrenden besteht bei Vorhandensein geeigneter Vektoren und Temperaturen ein potenzielles Risiko für eine autochthone Transmission. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch asymptomatische oder nur mild symptomatische Verläufe mit einer Virämie einhergehen können und somit potenziell zur Weiterübertragung beitragen. Bis zum Ausschluss einer Infektion beziehungsweise zum Ende der potenziellen Inkubationszeit, pragmatisch etwa zwei Wochen nach Reiserückkehr, sollte daher konsequent eine Exposition vermieden werden, um eine autochthone Transmission zu verhindern (AWMF 2025, s. Online-Quellen).
Ergänzend sind individuelle Risikofaktoren wie Vorerkrankungen, Immunsuppression oder Schwangerschaft zu berücksichtigen, da diese mit schwereren Krankheitsverläufen assoziiert sein können.
Die folgenden Steckbriefe geben einen kompakten Überblick über die wichtigsten Arbovirosen mit besonderer Relevanz für die betriebsärztliche Praxis. Neben Erreger, Übertragungswegen und klinischen Leitsymptomen werden insbesondere arbeitsmedizinisch relevante Aspekte wie Expositionsrisiken, Präventionsmöglichkeiten und potenzielle Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit berücksichtigt.
Wichtigste Arbovirosen
Gelbfieber
Das Gelbfiebervirus gehört zur Familie der Flaviviridae und wird vor allem durch Stechmücken der Gattungen Aedes, insbesondere Aedes aegypti, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3–6 Tage. Klinisch zeigt sich ein fieberhaftes Krankheitsbild, das in einem Teil der Fälle biphasisch verläuft mit initialer Besserung und anschließender zweiter Erkrankungsphase mit häufig fulminantem Leber- und Nierenversagen sowie hämorrhagischen Komplikationen. Eine Besonderheit ist die hohe Letalität schwerer Verläufe. Diagnostisch ist in der Frühphase ein direkter Virusnachweis mittels PCR möglich, während im weiteren Verlauf serologische Verfahren eingesetzt werden. Eine zugelassene spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung. Eine wirksame Lebendimpfung ist verfügbar und für die Einreise in bestimmte Länder verpflichtend (➥ Tabelle 1). Arbeitsmedizinisch relevant ist insbesondere die Abwägung bei Kontraindikationen gegen Lebendimpfungen, etwa bei immunsupprimierten Personen.
Dengue
Dengue wird durch Dengue-Viren aus der Familie der Flaviviridae verursacht. Die Übertragung erfolgt durch tagaktive Stechmücken der Gattung Aedes, insbesondere Aedes aegypti und Aedes albopictus. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 4–10 Tage. Klinisch zeigen sich ein abrupt einsetzendes Fieber mit Muskel- und Gelenkschmerzen sowie häufig einem Exanthem und ausgeprägten retroorbitalen Kopfschmerzen. Es existieren vier Serotypen, so dass Mehrfachinfektionen möglich sind. Nach durchgemachter Infektion besteht eine lebenslange Immunität nur gegenüber dem jeweiligen Serotyp mit über die Zeit abnehmender Kreuzimmunität gegen die anderen Serotypen.
Eine Besonderheit ist das Risiko schwerer Verläufe mit Plasma-Leakage, Blutungen und Schock bei der Primärinfektion sowie insbesondere bei Zweitinfektionen mit einem anderen Serotyp. Diagnostisch ist in der Frühphase der direkte Virusnachweis (Polymerase Chain Reaction [PCR] oder NS1 [„nonstructural protein 1“]-Antigen) im Blut möglich, während im weiteren Verlauf serologische Verfahren (IgM/IgG) eingesetzt werden. Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung, die Behandlung erfolgt symptomatisch und supportiv. Verschiedene Impfungen sind gegen Dengue verfügbar (s. Tabelle 1 und ➥ Tabelle 2). Arbeitsmedizinisch ist Dengue eine häufige Ursache fieberhafter Erkrankungen nach Tropenreisen mit weiter zunehmender Relevanz.
Zika
Auch das Zika-Virus ist ein Vertreter der Flaviviridae und wird überwiegend durch Aedes aegypti und Aedes albopictus übertragen. Zusätzlich sind sexuelle und maternofetale Übertragungen möglich. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3–14 Tage. Die Erkrankung verläuft häufig mild oder asymptomatisch mit Fieber, Exanthem und Konjunktivitis. Als seltene Komplikation wird das Auftreten eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS) beschrieben. Eine besondere Bedeutung hat Zika bei Kinderwunsch und Schwangerschaft, da Infektionen während der Schwangerschaft mit fetalen Fehlbildungen, insbesondere Mikrozephalie, und weiteren schweren neurologischen Fehlbildungen, assoziiert sind, die als konnatales Zika-Syndrom zusammengefasst werden. Diagnostisch ist der direkte Virusnachweis mittels PCR in der Frühphase (Blut, ggf. Urin) entscheidend, während serologische Verfahren aufgrund von Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren nur eingeschränkt aussagekräftig sind. Eine spezifische Therapie gibt es bislang nicht. Aufgrund der möglichen persistierenden Virusausscheidung im Sperma wird Männern nach Aufenthalt in Endemiegebieten eine Karenzzeit von mindestens drei Monaten, Frauen eine Karenzzeit von mindestens zwei Monaten bis zu einer geplanten Schwangerschaft empfohlen. Die serologische Testung bei Schwangeren sowie deren Partner kann unter Beachtung der Limitationen, wie zum Beispiel Kreuzreaktion durch stattgehabte Flavivirusimpfungen, ab 28 Tagen nach Exposition erfolgen. Eine spezifische Therapie oder Impfungen stehen nicht zur Verfügung.
Chikungunya
Das Chikungunya-Virus gehört zur Familie der Togaviridae (Alphaviren) und wird durch tagaktive Stechmücken der Gattung Aedes, insbesondere Aedes aegypti und Aedes albopictus, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2–12 Tage. Klinisch zeigt sich ein abrupt einsetzendes Fieber mit ausgeprägten, häufig symmetrischen Arthralgien sowie Myalgien und Exanthem. Charakteristisch ist ein durch die Schmerzen bedingtes, kleinschrittiges und vornübergebeugtes Gangbild, worauf auch die Bezeichnung „Chikungunya“ („der gebeugt Gehende“) zurückzuführen ist. Nach durchgemachter Infektion wird eine langanhaltende, Viruslinien überschreitende Immunität angenommen. Eine Besonderheit ist die mögliche Persistenz der Gelenkbeschwerden über Monate bis Jahre im Sinne chronischer Verläufe. Diagnostisch ist in der Frühphase der direkte Virusnachweis mittels PCR im Blut möglich, während im weiteren Verlauf serologische Verfahren (IgM/IgG) eingesetzt werden. Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung, die Behandlung erfolgt symptomatisch unter Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika nach Ausschluss einer Dengue-Infektion. Bei chronischen Verläufen kann eine rheumatologische Mitbehandlung erforderlich sein. Verschiedene Impfungen gegen Chikungunya sind verfügbar (s. Tabelle 1). Arbeitsmedizinisch relevant sind insbesondere bei chronischen Verlaufsformen eine prolongierte Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise erforderliche Anpassung des Tätigkeitsprofils, außerdem ist zu beachten, dass bei Gelenkvorschäden und kardialen Vorerkrankungen die Impfindikation großzügig zu stellen ist.
Japanische Enzephalitis
Das Japanische-Enzephalitis-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae und wird durch Stechmücken der Gattung Culex, insbesondere Culex tritaeniorhynchus, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 5–15 Tage. Klinisch verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch. In seltenen Fällen kommt es zu schweren neurologischen Erkrankungen mit Enzephalitis. Eine Besonderheit ist die hohe Morbidität und Mortalität bei symptomatischen Verläufen. Diagnostisch erfolgt der Nachweis überwiegend serologisch, insbesondere über spezifische Antikörper im Serum oder Liquor. Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung. Eine Impfung ist verfügbar (s. Tabelle 1). Arbeitsmedizinisch ist die Erkrankung vor allem bei längerfristigen Aufenthalten oder Tätigkeiten im ländlichen Raum Asiens und Australiens relevant.
West-Nil-Fieber
Das West-Nil-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae und wird auch durch in Europa heimische Stechmücken der Gattung Culex, insbesondere Culex pipiens, übertragen. Hierbei fungieren Vögel als Haupt- beziehungsweise Amplifikationswirte in einem enzootischen Übertragungszyklus, in dem die Stechmücken das Virus von Vogel zu Vogel weitergeben. Gelegentlich kommt es zur Übertragung auf den Menschen oder weitere Säugetiere wie Pferde, die aufgrund der niedrigeren Virämie als Fehlwirte („dead-end hosts”) gelten und das Virus nicht weiterverbreiten. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2–14 Tage. Klinisch verläuft die Infektion überwiegend asymptomatisch oder mit unspezifischem fieberhaftem Krankheitsbild. Eine Besonderheit ist das Auftreten neuroinvasiver Verläufe wie Meningitis oder Enzephalitis, insbesondere bei älteren oder vorerkrankten Personen. Zudem ist mit dem verwandten Usutu-Virus, das vorwiegend ebenfalls Vögel befällt, ein weiterer Erreger in Europa etabliert, der meist asymptomatische oder milde Verläufe verursacht, jedoch ebenfalls neuroinvasive Erkrankungen hervorrufen kann. In Europa zeigt sich entsprechend der Vektoraktivität eine ausgeprägte Saisonalität mit vermehrtem Auftreten in den Sommer- und Spätsommermonaten. Diagnostisch erfolgt der Nachweis primär serologisch (IgM/IgG), bei neuroinvasiven Verläufen auch im Liquor. In der Frühphase kann ergänzend ein PCR-Nachweis möglich sein. Eine spezifische antivirale Therapie oder Impfung steht nicht zur Verfügung, die Behandlung erfolgt symptomatisch. Arbeitsmedizinisch gewinnt das West-Nil-Fieber durch autochthone Fälle in Europa zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei Tätigkeiten im Freien, beispielsweise in der Pferdewirtschaft.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Das FSME-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae und wird vor allem durch Zecken, insbesondere Ixodes ricinus, übertragen. Seltener kann eine Übertragung auch alimentär durch den Verzehr von unpasteurisierter Milch oder Milchprodukten (z. B. von Ziegen oder Schafen) erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 7–14 Tage. Klinisch zeigt sich typischerweise ein biphasischer Verlauf mit initial grippeähnlichen Symptomen und gegebenenfalls nachfolgender neurologischer Manifestation wie Enzephalitis beziehungsweise Meningoenzephalitis. Diagnostisch erfolgt der Nachweis in der Regel serologisch (IgM/IgG), insbesondere in der zweiten Krankheitsphase. Die PCR ist aufgrund der kurzen Virämie in dieser Phase bereits negativ. Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung, die Behandlung erfolgt symptomatisch. Eine wirksame Impfung ist verfügbar (s. Tabelle 1). Arbeitsmedizinisch ist FSME insbesondere für Personen mit beruflicher Tätigkeit im Freien in Endemiegebieten von Bedeutung.
Gefährdungsbeurteilung
Am Anfang jedes beruflichen Aufenthalts steht im arbeitsmedizinischen Kontext die Gefährdungsbeurteilung. Anhaltspunkte zur Einschätzung der medizinischen Reiserisiken sind folgende:
- Stadt- vs. ländliches Gebiet: Ländliche Regionen mit eingeschränkter medizinischer Versorgung stellen höhere Anforderungen an Notfallplanung und Impfungen.
- Aufenthaltsdauer: Langzeitaufenthalte erfordern oft zusätzliche Impfungen und eine intensivere Risikoanalyse (z. B. Japanische Enzephalitis, Tollwut).
- Vorbestehende Aufenthalte/häufige Reisen in Risikoländer:
- Personen, die längere Zeit im Ausland lebten (vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten) oder regelmäßig bestimmte risikobehaftete Regionen besuchen, besitzen andere Risiken beziehungsweise hatten möglicherweise schon Kontakt zu verschiedenen tropischen Krankheiten (z. B. Dengue), wodurch sich eine andere Beurteilungsgrundlage ergeben könnte.
- Wechsel zwischen subtropischen und tropischen Ländern mit Berücksichtigung der entsprechenden Einreisevorschriften, zum Beispiel von Brasilien nach Indien.
- Beruflicher Hintergrund: Es sollte berücksichtigt werden, ob es sich um risikobehaftete Arbeiten wie Katastrophen-/Hilfseinsätze, Arbeiten im Freien, Arbeit mit Tieren oder „nur“ um Schreibtisch-/Besprechungsaufenthalte handelt.
- Reisezeit: Abhängig von der Jahreszeit bestehen unterschiedliche Risiken, insbesondere mit Blick auf vektorübertragene Erkrankungen.
Aufgrund der zunehmend sehr guten therapeutischen Möglichkeiten chronisch erkrankter Personen und der zunehmenden Globalisierung reisen immer häufiger Arbeitnehmende mit Vorerkrankungen in tropische und subtropische Länder. Dabei spielen neben Krebs- und Autoimmunerkrankungen auch die allgemeinen Zivilisationserkrankungen wie Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie oder pulmonale Erkrankungen eine wichtige Rolle.
Typische Risikoaspekte bei chronischen Erkrankungen
- Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie: Gefahr von Entgleisungen, Probleme mit Medikamentenwirkungen/-Nebenwirkungen (z. B. Hitze),
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, pulmonale Erkrankungen: Belastung durch Klima und Höhenlage, Gefahr von Entgleisungen,
- Autoimmunerkrankungen/immunsuppressive Therapie: erhöhtes Infektionsrisiko und verminderter Impferfolg,
- Krebserkrankungen/Immundefizienz: eingeschränkte Reisefähigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit.
Bei fast allen Erkrankungen steht neben der Versorgung mit Medikamenten, einer gegebenenfalls notwendigen Kühlung der Medikamente sowie von Einfuhrbeschränkungen vor allem der Aspekt der Immunsuppression im Fokus, bei der die betroffenen Arbeitnehmenden grundsätzlich ein höheres Infektionsrisiko haben. Erkrankungen verlaufen häufig schwerer und die Immunantwort bei Impfungen ist geringer. Dies kann auch bereits bei sehr häufigen Krankheitsbildern wie Diabetes mellitus und Adipositas der Fall sein (Frasca et al. 2016; Muller et al. 2005).
Des Weiteren rücken im beruflichen Kontext vor allem Erkrankungen aus dem chronisch-entzündlichen (z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sowie aus dem rheumatischen Formenkreis (z. B. Lupus erythematodes, Psoriasis-Arthritis etc.) in den Fokus. Durch die Einführung sehr gut wirksamer Medikamente wie Biologika und Immunsuppressiva wie Methotrexat und Antikörper-Therapien erreichen die Patientinnen und Patienten sehr häufig komplette Remissionen der Erkrankung. Allerdings dürfen viele Medikamente nicht pausiert werden und Lebendimpfungen sind unter diesen Therapien kontraindiziert.
Damit kommt es zu einer besonderen Herausforderung mit einigen der aktuell von der STIKO empfohlenen Standard-, Indikations- und Reiseimpfungen. Im Fokus stehen dabei die Lebendimpfungen gegen Gelbfieber, Masern, Dengue und Chikungunya, wobei für Chikungunya auf einen Totimpfstoff ausgewichen werden kann. Auch die bereits erwähnte schlechtere Ansprechrate auf die Impfungen unter Immunsuppression muss thematisiert werden. Die Impfung gegen Dengue ist laut STIKO nur begrenzt empfohlen. Dagegen gibt es bei Gelbfieber die Problematik der geltenden Einreisevorschriften in einigen, vor allem afrikanischen Ländern. Gerade bei einer Therapie mit Biologika und anderen Immunsuppressiva bestehen häufig Kontraindikationen für diese Lebendimpfungen. Kann nicht geimpft werden, kann ein Exemption Certificate ausgestellt werden, das die Einreise ohne Impfung ermöglichen kann, aber nicht garantiert. Zu beachten ist, dass weiterhin die Gefahr einer Infektion und damit auch ein erhöhtes Sterberisiko (Gelbfieber) bestehen, das sich bei einer vorliegenden Immunsuppression und dem dadurch ohnehin erhöhtem Risiko für Infektionen und schwerere Verläufe potenziert.
Anamnestisch müssen daher folgende Fragen gestellt werden: Gibt es angeborene oder erworbene Immundefekte? Besteht eine Immunsuppression durch immunsuppressive Therapie oder ist sie anderer Genese? Besteht eine Schwangerschaft oder ist diese aktuell beziehungsweise während des Aufenthaltes geplant? Bei Kinderwunsch sollte der männliche Teil unbedingt aufgeklärt werden, dass bis zu sechs Monate nach Infektion das Virus über das Sperma auf die Frau übertragen werden kann. Bei dieser Problematik sollte zusätzlich die gesetzliche Grundlage der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers der/dem Beschäftigten gegenüber berücksichtigt werden.
Es gibt keine allgemeine Impfpflicht, auch nicht auf Dienstreisen. Dennoch greifen rechtliche Vorgaben zur Fürsorgepflicht.
Rechtliche Grundlagen der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
Diese sind mehrfach gesetzlich verankert, unter anderem durch:
- § 618 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Schutzpflicht
- § 619 BGB – Unabdingbarkeit der Fürsorgepflicht
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §§ 3, 5, 11, 12 – Schutzmaßnahmen, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsmedizinische Vorsorge, Unterweisung.
Diese gesetzlichen Pflichten gelten auch für Reise- und Länderbedingungen, womit Arbeitgeber verpflichtet sind:
- Gesundheitsrisiken im Zielland zu bewerten,
- Beschäftigte über Gefahren zu unterweisen (DGUV Vorschrift 2),
- medizinische Beratung zu ermöglichen,
- bei bekannten gesundheitlichen Einschränkungen der Arbeitnehmenden entsprechende Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen.
Dies entspricht auch Empfehlungen im Bereich Reisemedizin, wonach Arbeitgeber bei Dienstreisen Verantwortung für Gesundheitsrisiken tragen, inklusive Impfempfehlungen im Rahmen arbeitsmedizinischer Betreuung (z. B. arbeitsmedizinische Vorsorge bei Aufenthalt in tropischen und subtropischen Gebieten).
Unter diesem Aspekt ergibt sich für die Beratung im arbeitsmedizinischen Kontext, die Beschäftigten zu einer sinnvollen Vorsorge zu beraten. So ist die Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel an einer Hepatitis-A- oder Typhuserkrankung unter Immunsuppression schwerer zu erkranken, die zu einen Krankenhausaufenthalt, Intensivpflicht und gegebenenfalls zu einem Rücktransport führen kann, erhöht. Auf der anderen Seite sprechen Impfstoffe unter Immunsuppression schlechter an.
Eine weitere Problematik stellt ein fehlender Impfstatus für reiseindizierte Impfungen unter bestehender Therapie dar. Während im allgemeinen medizinischen Setting häufig versucht wird, vor geplanten chirurgischen Interventionen (z. B. Milzresektion) oder medikamentöser Immunsuppression gewisse Regelstandardimpfungen zu verabreichen (u. a. gegen Pneumokokken, Respiratorisches Synzytial-Virus [RSV] etc.), kommen im arbeitsmedizinischen Kontakt die oben erwähnten Impfungen gegen Typhus, Hepatitis A, aber auch Influenza oder „coronavirus disease“ (COVID)-19 hinzu. Dieser Aspekt der Co-Vakzinierung gegen leicht übertragbare Erkrankungen mit aerogenem (Influenza, COVID-19) oder enteralem (Hepatitis A, Typhus) Übertragungsweg sollte ebenfalls berücksichtigt werden.
Bei erhöhtem individuellem gesundheitlichem Risiko, wie zum Beispiel bei Gefahr einer Gelbfieberinfektion, sollte Beschäftigten bei vorliegender Kontraindikation gegen eine spezifische Impfung von einer Reise in ein Risikogebiet abgeraten werden. Dies, inklusive der in diesem Kontext vorgenommenen Empfehlungen zu „Standardimpfungen” gegen Influenza, Pneumokokken etc., sollte gut dokumentiert werden.
Impfreaktionen
Im arbeitsmedizinischen Kontext stellen Impfungen einen wichtigen Aspekt der Prävention dar, um sowohl das individuelle, das betriebliche, aber auch das gesellschaftliche Risiko von Krankheitsausbrüchen zu minimieren. Allerdings können auch Impfreaktionen auftreten, die in seltenen Fällen zu Arbeitsunfähigkeit führen können.
Im Allgemeinen lassen sich Impfreaktionen und Nebenwirkungen über den Wirkmechanismus von Impfstoffen über die lokale und systemische Aktivierung des angeborenen Immunsystems erklären (Hervé et al. 2019). Unmittelbar nach Applikation eines Vakzins werden verschiedene Mechanismen initiiert: Impfstoffantigene werden von körpereigenen Pattern‑Recognition‑Rezeptoren detektiert, die über intrazelluläre Signalwege zur Transkription und Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren führen. Diese Mediatoren erhöhen lokal die Gefäßpermeabilität, verstärken Leukozytenrekrutierung, sensibilisieren nozizeptive Signalwege und vermitteln systemisch Fieber‑ und Akut‑Phase‑Reaktionen. Sowohl die Antigenpräsentation als auch die Zytokinantwort können über die additive Gabe von Adjuvantien gezielt verstärkt werden, was die Reaktogenität weiter erhöhen kann. Diese Immunstimulation kann sich klinisch als Entzündungsreaktion an der Injektionsstelle, beispielsweise in Form von Schmerz, Erythem oder Schwellung, oder systemisch durch Symptome wie Fieber, Myalgien oder Kopfschmerz äußern. Dies ist primär in geringer und zeitlich begrenzter Ausprägung Ausdruck einer erwünschten Immunantwort. Zusätzliche Einflussfaktoren auf die Intensität und Dauer dieser Immunantwort stellen Alter, Komorbiditäten, präexistenter Immunstatus, Dosis, Applikationsweg und Injektionsvolumen dar.
Sollte diese physiologische Immunantwort die erwartete Reaktion jedoch überschreiten, können immunologische Mechanismen wie Typ‑I‑Allergien, überschießende inflammatorische Reaktionen oder immunvermittelte Komplikationen auftreten und sich als klinisch relevante, potenziell schwerwiegende und langfristige Nebenwirkungen manifestieren.
In Einzelfällen können atypische und überschießende Impfreaktionen sogar zu vorübergehender Arbeitsunfähigkeit führen. Dies zeigte sich beispielhaft im Rahmen einer anonymen Umfrage von Klinikpersonal nach beruflich indizierter Immunisierung mit dem mRNA‑Impfstoff BNT162b2 gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Kalbhenn et al. 2021). Eine derartige Beeinträchtigung sollte vor dem Hintergrund initial präventiver Maßnahmen diskutiert werden und Anhalt für eine Strategieentwicklung geben, um sowohl das individuelle Risiko als auch ökonomische Konsequenzen und Einschränkungen des Betriebsablaufs zu minimieren. Neben adäquater Aufklärung und (arbeitsmedizinischer) Erreichbarkeit im Falle unklarer Impfreaktionen oder -prozeduren sollte insbesondere in kritischen Bereichen das Staffeln von Impfungen mit zeitlichen Abständen erwogen werden, um gleichzeitige Ausfälle zu minimieren. Auch bei der Termin-, Dienst- und Arbeitszeitplanung sollte das zeitliche Auftreten relevanter Impfnebenwirkungen berücksichtigt werden (Kalbhenn et al. 2021).
Inwiefern diese Maßnahmen in Abhängigkeit der jeweiligen Impfung ergriffen werden sollten, muss weiterführend geklärt werden. Zu diesem Zweck werden aktuell Daten zu auftretenden Nebenwirkungen und damit zusammenhängender Arbeitsunfähigkeit erhoben, um zukünftig weitere Empfehlungen aussprechen und rechtfertigen zu können.
In Hinblick auf relevante Nebenwirkungen in Folge (arbeitsmedizinischer) Impfungen und damit zusammenhängender potenzieller Arbeitsunfähigkeit lässt sich generell empfehlen, sowohl eine sorgfältige Nutzen‑Risiko‑Abwägung, transparente Aufklärung der Geimpften als auch ein kontinuierliches Pharmakovigilanz‑Monitoring anzustreben.
Post-Travel und epidemiologische Einordnung
Epidemiologische Daten zeigen, dass der bei weitem überwiegende Anteil der in Deutschland diagnostizierten Arbovirusinfektionen im Rahmen von Reisen in tropische und subtropische Regionen erworben wird. Aktuelle Daten aus dem Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts zeigen postpandemisch einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen. Im Jahr 2024 wurden 1717 reiseassoziierte Dengue-Fälle registriert, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren entspricht (RKI 2025). Auch für Chikungunya ist in den Jahren 2025 (227 Fälle) und 2026 (bereits 158 Fälle bis Mai 2026) eine Zunahme importierter Infektionen zu beobachten (RKI o. J.). Die häufigste autochthone Arbovirose ist die FSME (711 Fälle) (RKI 2025). Demgegenüber bleiben die Fallzahlen anderer Arbovirosen in Deutschland bislang vergleichsweise niedrig. Gleichzeitig ist von einer relevanten Dunkelziffer auszugehen, da ein Großteil der Infektionen asymptomatisch verläuft.
Arbovirosen stellen aufgrund ihrer heterogenen klinischen Präsentation, sich überschneidender Symptomatik sowie komplexer epidemiologischer Zusammenhänge eine diagnostische Herausforderung im arbeitsmedizinischen Kontext dar. Die AWMF-S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Arbovirosen in Deutschland“ (2025) bietet daher insbesondere auch Nicht-Spezialistinnen und -Spezialisten eine praxisnahe Orientierung und ermöglicht eine strukturierte Übersicht über Diagnostik, Differenzialdiagnosen und klinisches Management dieser Erkrankungen. Ausgangspunkt ist stets die Kombination aus klinischer Symptomatik, zeitlichem Verlauf sowie einer sorgfältigen Reise- und Expositionsanamnese. Hierzu zählen insbesondere Aufenthaltsort, Reisezeitpunkt, Dauer, Art der Exposition (z. B. urban vs. ländlich, Outdoor-Aktivitäten) sowie mögliche Vektorkontakte. In anschaulichen Übersichtsgrafiken führt die Leitlinie von einem unspezifischen klinischen Erstverdacht über klare diagnostische Algorithmen bis hin zur differenzierten Behandlung einzelner Arbovirosen und erleichtert so eine strukturierte und evidenzbasierte Entscheidungsfindung im klinischen Alltag.
Für die epidemiologische Einordnung und Risikoabschätzung sind aktuelle Surveillance-Daten von zentraler Bedeutung. Das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Instituts liefert regelmäßig Daten zu importierten Infektionen in Deutschland und zeigt saisonale sowie regionale Trends. Ergänzend bieten die Karten des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) eine aktuelle Übersicht über die geografische Verbreitung von Arbovirosen und deren Vektoren in Europa und bilden die globale Inzidenz ab. Für die arbeitsmedizinische und reisemedizinische Beratung sind zudem kontinuierlich aktualisierte Informationsquellen essenziell. Hierzu zählt insbesondere der Newsletter „Medintel“ des Auswärtigen Amtes. Insgesamt ermöglicht die Kombination aus leitlinienbasierter Diagnostik und aktueller epidemiologischer Bewertung eine zielgerichtete und evidenzbasierte Abklärung von Arbovirosen nach Auslandsaufenthalten sowie eine fundierte Impfindikationsstellung.
Interessenkonflikt: Das Autorenteam gibt an, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.
Literatur
Hervé C, Laupèze B, Del Giudice G et al.: The how’s and what’s of vaccine reactogenicity. NPJ Vaccines 2019; 4: 39. doi:10.1038/s41541-019-0132-6 (Open Access).
Kalbhenn J, Hammer T, Hug M et al.: Subjektives Wohlbefinden und Arbeitsfähigkeit von Krankenhauspersonal nach SARS-CoV-2-Immunisierung mit dem mRNS-Impfstoff BNT162b2 – Ergebnisse einer anonymen Umfrage. DMW – Deutsche Medizinische Wochenschrift 2021; 146: e58–e64. doi:10.1055/a-1520-2127 (Open Access).
RKI – Robert Koch-Institut: Infektionskrankheiten 2024- Epidemiologisches Bulletin 2025; 48. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/13091/EB-48-2025_10-25646-1… (abgerufen am 26.03.2026).
RKI – Robert Koch-Institut: Schutzimpfung gegen Chikungunya – Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Chikungunya. o. J. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Chikungunya/FAQ-Liste_gesa… (abgerufen am 26.03.2026).
Rothe C, Veit O, Rosenbusch D et al. Empfehlungen zur Malariaprävention für Reisende. Flugmed Tropenmed Reisemed 2025; 32: 176–215. doi:10.1055/a-2596-1973.
Online-Quellen
AWMF: S1-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Arbovirosen
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/042-010
WHO: Informationen zu präqualifizierten Impfstoffen
https://extranet.who.int/prequal/vaccines/prequalified-vaccines
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC): Vektorkarten
https://www.ecdc.europa.eu/en/disease-vectors/surveillance-and-disease-…
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC): Aedes invasive mosquitoes – current known distribution: June 2025
https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/aedes-invasive-mosquito…
Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes. Expositionsprophylaxe. Informationen für Beschäftigte und Reisende
https://www.auswaertiges-amt.de/resource/blob/251022/943b4cd16cd1693bcd…
TravVacNet: Post-marketing Surveillancenetzwerk von Impfungen insbesondere gegen Arbovirosen
https://travelvaccine.net