In der aktuellen politischen und medialen Debatte wird eine Lösung wirtschaftlicher Herausforderungen darin gesehen, das vermeintlich zu starre Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu lockern. Angestrebt werden unter anderem längere tägliche Arbeitszeiten und eine Abkehr vom Achtstundentag zugunsten einer reinen Wochenhöchstarbeitszeit – kurzum: die Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein zentrales Anliegen bei der Gestaltung der Arbeitszeit und steht dabei in einem Spannungsfeld zwischen betrieblichen und individuellen Bedürfnissen. Der Beitrag geht auf zentrale Gestaltungsdimensionen von Arbeitszeit sowie auf das Arbeitszeitgesetz als arbeitswissenschaftlich fundierten Schutz- und Gestaltungsrahmen ein. Anschließend werden vor dem Hintergrund des aufgezeigten Spannungsfeldes aktuelle Reformvorhaben und arbeitszeitpolitische Debatten kurz umrissen.
Die aktuelle Debatte über ein mögliches Ende des Rechts auf Teilzeit lenkt aus Sicht des Hartmannbundes vom eigentlichen Problem ab: den strukturell belastenden Arbeitsbedingungen im stationären Bereich.
Der hohe Krankenstand in Deutschland sorgt wieder einmal für teils hitzige Diskussionen. Vor allem über die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung wird derzeit intensiv debattiert.
Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland (72 Prozent) möchte ihre tägliche Arbeitszeit auf maximal 8 Stunden begrenzen.
Eine tarifvertragliche Bestimmung, nach der Mehrarbeitszuschläge unabhängig von der individuellen Arbeitszeit ab der 41. Wochenstunde zu zahlen sind, verstößt gegen das Verbot der Diskriminierung Teilzeitbeschäftigter (§ 4 Abs. 1 TzBfG).
In Deutschland arbeiten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 4,57 Millionen Beschäftigte in einem befristeten Arbeitsverhältnis.
Die Arbeitswelt soll flexibler werden. In ihrem Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD darauf verständigt, die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu schaffen – im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie.
Knapp drei Viertel der Beschäftigten fürchten negative Folgen sehr langer Arbeitstage
Die Umsetzung bleibt schwierig. Im gesellschaftlichen Diskurs über kürzere oder längere Arbeitszeiten zeigt sich, wie bedeutsam Arbeitszeitwünsche für Beschäftigte sind.
Die Teilzeitquote stieg kräftig um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal.
Ende 2024 hat das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag eine Studie herausgegeben.
Schichtarbeit ist nicht nur wegen der Arbeitszeiten belastend.
Die Zeit, die mit der Arbeit verbracht wird, ist ein grundlegender Aspekt der Arbeitsbedingungen, der viele Facetten des Lebens des Einzelnen beeinflusst.
Erstmals werden hier gesamtwirtschaftliche repräsentative Daten über die Stundenzahl auf den sogenannten Gleitzeit- oder Kurzzeitkonten der Beschäftigten in Deutschland vorgelegt.
Prävention neu denken, Gesundheitstechnologien alltagstauglich machen und Fahrzeuge zu aktiven Gesundheitsbegleitern weiterentwickeln
Gewichtszunahme und ein erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, sind die bekannten Folgen der Nachtschichtarbeit.
In kaum einem anderen Land hat sich das Homeoffice so durchgesetzt wie in Deutschland. Aber ist es tatsächlich unter den Beschäftigten hierzulande so beliebt wie diese Tatsache vermuten lässt?
Deutschlandweite Studie zeigt, wie Organisationen in herausfordernden Zeiten zukunftsfähig bleiben
Die Regierung plant eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit. Eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Gerade bei Büroangestellten ist mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit möglich – ohne negative Auswirkungen.
Droht die Überforderung? – Die Regierung will längere Arbeitstage ermöglichen.
Laut einer aktuellen Umfrage werden die Überstunden der Ärzt*innen der Unikliniken in Baden-Württemberg nicht immer berücksichtigt.
Mehr als ein Viertel der Beschäftigten arbeitete im Jahr 2023 am Wochenende
In der Pflege, der Produktion, im öffentlichen Nahverkehr oder auch in der Gastronomie ist es selbstverständlich, dass Beschäftigte rund um die Uhr arbeiten.
Ob Arbeit uns erfüllt oder ob sie uns ausbrennt, haben wir zu einem großen Teil selbst in der Hand.