ASU Ausgabe: 02-2019

Einstellung der Arbeitsmediziner zum Thema Gesundheitscontrolling

B. Engel

(eingegangen am 29.07.2018, angenommen am 27.12.2018)

Abstract deutsch

Einstellung der Arbeitsmediziner zum Thema Gesundheitscontrolling – Ergebnisse einer Umfrage

Einleitung: Die arbeitsmedizinische Tätigkeit bewegt sich heute im Spannungsfeld zwischen medizinischer Heilkunst und kundenorientierter Dienstleistung. Sie hat sich mit Fragen der Regulierung und Deregulierung und des betriebswirtschaftlichen Kalküls auseinanderzusetzen. An den Naht- und Schnittstellen eines integrierten und abgestimmten Managementsystems werden Qualität, Wirksamkeit und Effektivität des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes bestimmt. Gesundheitscontrolling ist eine Spezialisierung des allgemeinen Controllings mit einer funktions- oder objektspezifischen Ausprägung zur Unterstützung und Beratung des Managements. Der Begriff Gesundheitscontrolling ist nicht abschließend definiert und bezieht sich je nach Autor auf Aspekte des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), Qualitätsmanagements, Risikomanagements, Gesundheitsmonitorings sowie der Personalentwicklung und Kostenrechnung.

Fragestellung: „Was verbindet der Arbeitsmediziner als Gesundheitsexperte im betrieblichen Handlungsfeld mit dem Begriff des Gesundheitscontrollings und ist oder könnte Gesundheitscontrolling für den Arbeitsmediziner ein effektives Instrument der Zielerreichung von Maßnahmen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sein?“ Die als heuristische Ausgangsüberlegung formulierte Gegenhypothese besagt, dass Arbeitsmediziner mit dem Thema Gesundheitscontrolling wenig verbindet.

Zielsetzung: Befragung im Hinblick auf Begriffsverständnis, Motivation, Erfahrung und Kenntnisstand von Gesundheitscontrolling zur Widerlegung der getroffenen Annahme.

Methode: Online-Befragung unter Arbeitsmedizinern. Die quantifizierten Ergebnisse wurden vor dem Hintergrund der Forschungsliteratur zum Thema interpretiert.

Ergebnisse: Teilnehmerzahl von 115 mit insgesamt 2770 Antworten als (nicht repräsentative) zufällige Stichprobe aus der Grundgesamtheit der deutschen Arbeitsmediziner. Erkennbare Trends und differenzierte Aussagen lassen den Schluss zu, dass eine relevante Anzahl von Arbeitsmedizinern in Deutschland sich differenziert, praktisch und kritisch mit dem Thema Gesundheitscontrolling und den Reflektionen auf ihre eigene Tätigkeit auseinandersetzt.

Schlüsselwörter: Arbeitsmedizin – Gesundheitscontrolling – Arbeits- und Gesundheitsschutz

Abstract English

Attitude of occupational health professionals to the subject of health controlling – results of a survey

Introduction: Today, the work of occupational medicine is caught in the area of conflict between the art of healing and customer-oriented service. It has to address issues of regulation and deregulation and business calculations. The quality, efficacy and effectiveness of occupational health and safety are determined at the seam and interfaces of an integrated and coordinated management system. Health controlling is a specialisation of general controlling with a function- or object-specific focus on management support and advice. The term health controlling is not conclusively defined and, depending on the author, refers to aspects of occupational health management (OHM), quality management, risk management, health monitoring, staff development and accounting.

Question: “What does the occupational health practitioner, as a health professional in the field of work, associate with the concept of health controlling? Is health controlling or could it be an effective tool for the occupational physician to achieve the goal of occupational health and safety measures?” The counter-hypothesis, formulated as a heuristic starting point, states that occupational health practitioners have little connection with the topic of health controlling.

Objective: Survey with regard to comprehension, motivation, experience and knowledge of health controlling in order to refute the assumption made.

Method: Online survey among occupational health practitioners. The quantified results were interpreted against the background of research literature on the subject

Results: Participant number of 115 with a total of 2770 responses as an (unrepresentative) random sample from the population of German occupational health practitioners. Recognisable trends and differentiated statements lead to the conclusion that a significant number of occupational physicians in Germany take a differentiated, practical and critical approach to the topic of health controlling and reflection on their own activities.

Keywords: occupational medicine – health controlling – occupational health and safety

Einleitung

Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz kann nicht unabhängig von ökonomischen Faktoren betrachtet werden. Die Zielsetzungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen im Spannungsfeld von ökonomischem Vorgehen auf der einen und humanem Handeln auf der anderen Seite. Gesundheitscontrolling ist eine Spezialisierung des allgemeinen Controllings zur Unterstützung und Beratung des Managements in Hinblick auf Gesundheitsfragen.

Was verbindet der Arbeitsmediziner als Gesundheitsexperte im betrieblichen Handlungsfeld mit dem Begriff Gesundheitscontrolling? Dieser Fragestellung wurde mit einer Online-Befragung nachgegangen.

Ein zeitgemäßer nachhaltiger und präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz zielt auf eine frühzeitige Erfassung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren unter Einbeziehung aller betrieblichen Akteure ab. Dazu bedarf es eines systematischen Managements im Sinne einer (zertifizierten) Selbstkontrolle, das auf der Organisationsebene ansetzt (Zimolong 2007).

In diesem Spannungsfeld erfährt die Arbeitsmedizin eine Flexibilisierung und Erweiterung ihrer integrativen Aufgaben. Zugleich sind viele Bereiche der Medizin einer zunehmenden Fremdbestimmung unterworfen. Durch Abgabe von Entscheidungskompetenz an medizinisch fachfremde Akteure droht eine konsekutive Deprofessionalisierung. In dem Maße, wie Entscheidungen über Steuerung und Finanzierung ausgelagert werden, verliert die ärztliche Profession an Autonomie. Die Medizin lässt sich Themen wie Ökonomie, Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement zu leicht aus der Hand nehmen. Insbesondere dem Berufsstand des Controllers stehen Mediziner häufig ablehnend gegenüber. Dabei können die Anwendung und das Verständnis einzelner ökonomischer Instrumente auf die Medizin durchaus nützlich sein (Thielscher 2013).

Neue Ansätze im Controlling

Controlling ist mittlerweile eine eigenständige betriebswirtschaftliche Teildisziplin. Im Controlling (engl. to control = steuern, regeln, beherrschen) lassen sich grob zwei Hauptrichtungen unterscheiden: die ergebnis- und wirtschaftlichkeitsfokussierte mit (maximaler) Gewinnerzielung und die informations- und koordinationsorientierte Form (klassisches Berichtswesen) (Preißner 2010).

Im Gegensatz zum klassischen, finanzwirtschaftlich ausgerichteten Verständnis von Controlling steht ein in Deutschland noch wenig verbreiteter verhaltenswissenschaftlicher bzw. entscheidungsorientierter Ansatz von Controlling (Ansatz des Behavioral Accounting, vgl. Hirsch 2008), der vielversprechende Perspektiven auf ein praktikables und effizientes Gesundheitscontrolling eröffnet. Dieser Ansatz ist interdisziplinär angelegt und bezieht psychologische und soziologische Aspekte mit ein. Der soziotechnische Systemansatz liefert die Möglichkeit, beide Sichtweisen zu vereinbaren. Mit der aktuell verschärften Ökonomisierung der Medizin ist aber etwas anderes gemeint, nämlich die Machtverschiebung von medizinischen zu ökonomischen Institutionen auf allen Ebenen.

Strategisches Controlling kombiniert die beiden genannten Grundkonzepte des Controllings mit der strategischen Ebene der Unternehmensführung, um ergebnis- bzw. wertzielorientiert den Unternehmenserfolg zu sichern und weiterzuentwickeln. Hauptaufgaben des strategischen Controllings sind die Einbettung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in die Unternehmenskultur, der Aufbau einer integrativen Organisationsstruktur hinsichtlich des Arbeitsschutzes sowie die Aufstellung von Leitlinien, Standards und Kriterien für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsförderung. Gesundheitscontrolling hat dabei die integrative Koordinationsfunktion der betriebswirtschaftlichen Führungsteilsysteme rund um das Thema der betrieblichen Sicherheit und Gesundheit.

Gesundheitscontrolling

Der Begriff des Gesundheitscontrollings ist nicht einheitlich definiert. Gesundheitscontrolling ist ein Spezialgebiet der Gesundheitsökonomie und eine Spezialisierung des allgemeinen Controllings (Siller u. Stierle 2011). Beim Gesundheitscontrolling handelt es sich um eine junge Disziplin mit den Schwerpunkten Vorsorge, Prophylaxe sowie Förderung des Gesundheitsbewusstseins in Unternehmen (Rötzel 2011). Auch für die Gesundheit lautet der Dreisatz im Controlling: Risikomanagement (zielgerichteter Umgang mit Chancen und Risiken), Qualität (Behandlungs- und Servicequalität) und Wirtschaftlichkeit (zielgerichteter Mitteleinsatz). Nach Rötzel fokussiert sich Gesundheitscontrolling auf die Gesundheitsaspekte in unternehmensinternen strategischen und operativen Management- und Steuerungsprozessen. Gesundheitscontrolling berücksichtigt gesundheitsbezogene Kennzahlen und ist Grundlage für eine Kostenrechnung im Arbeits- und Gesundheitsschutz (Rötzel 2011; Günther et al. 2009).

Uhle und Treier (2015) sehen Gesundheitscontrolling als das BGM-Rückgrat, das sich mit der Steuerung und Qualitätssicherung von Maßnahmen im Kontext von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) befasst. Es berücksichtigt Modelle, Kennwerte und Instrumente, mit deren Hilfe die Wirksamkeit von gesundheitsförderlichen Maßnahmen gesteigert und Nachhaltigkeit gewährleistet werden kann.

Emmermacher (2009) bezeichnet Gesundheitscontrolling als die auf quantitative und qualitative Daten gestützte strategische sowie operative Ausrichtung aller Maßnahmen und Prozesse im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Ziel ist der Erhalt und die Förderung von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten. Es verwendet wissenschaftlich erprobte Methoden und Instrumente, um in ein detailliertes, firmeninternes wie -externes Reporting zu münden.

Nach Siller und Stierle (2011) ist das betriebliche Gesundheitscontrolling (Prävention) die planmäßige und systematische Minimierung von gesundheitsbedingten Risiken/Schäden durch den Prinzipal (Träger oder Inhaber eines Unternehmens) bzw. externe/interne Prüfungs- und Steuerungsorgane. Dies geschieht durch die Implementierung eines Frühwarnsystems, die Steuerung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Steuerung der Agenten (Mitarbeiter) und Klienten (Patienten/Lieferanten). Gesundheitscontrolling führt Risiko- und Schwachstellenanalysen durch, um mögliche Bedrohungen für die Gesundheit der Beschäftigten rechtzeitig zu ermitteln.

Der Arbeitsmediziner als Qualitäts- und Gesundheitsmanager

Im Modell der betriebsgesundheitlichen Praxis nach der WHO gehört der Betriebsmediziner zu den mit präventiven Aufgaben befassten Berufsgruppen, die multidisziplinär präventive Dienstleistungen bei der Ermittlung, Überwachung und Beherrschung (Controlling) von betrieblichen, nichtbetrieblichen und umweltbedingten Gesundheitsrisiken erbringen. Der WHO-Report verlangt vom Betriebsarzt zudem sehr gute Kenntnisse in betrieblicher Ökonomie und Betriebsführung, um ein adäquates Verständnis für das höhere Management entwickeln zu können (Macdonald et al. 2000).

Arbeitsmediziner und Controller

Der Arbeitsmediziner ist, wie auch der Controller, beratend tätig. Die entsprechenden Gremien, in denen der Controller als Informationsgenerator und Moderator das Berichtswesen offensiv vertreten kann, dienen dem persönlichen Austausch und der Diskussion (Preißner 2010).

Beim Arbeitsmediziner stehen das medizinische Fachwissen und der Stand der arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse im Vordergrund. Aufgrund seiner Fach- und Sachkenntnis weiß der Arbeitsmediziner, dass Investitionen in den Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht nur das Unternehmensimage verbessern, sondern auch die produktive Grundlage und damit die Wirtschaftskraft des Unternehmens stärken. So kann der Mediziner das Controlling beratend unterstützen. Die Akzeptanz und das spezifisch abgestimmte Vorgehen dieser beiden betrieblichen Akteure tragen wesentlich zum Erfolg einer betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung bei. Die Frage nach geeigneten Steuerungs- und Qualitätsinstrumenten kann letztendlich nur aus der Zusammenarbeit von Ökonomen und Medizinern beantwortet werden. Erschwert wird dies allerdings häufig durch ein Ungleichgewicht in Bezug auf den Zugang zu den wesentlichen Controlling- bzw. Unternehmensdaten.

Methode

Den Kern der Untersuchung bildet eine schriftliche Online-Befragung mit einem standardisierten Fragebogen. Durch Deduktion wurde aus der Forschungsliteratur die zentrale Hypothese dieser Umfrage abgeleitet, um sie empirisch mittels einer quantitativen Befragung zu überprüfen. Durch quantitative Methoden können Hypothesen überprüft und die Ergebnisse verglichen werden. Hinzu kommen qualitative Aussagen aus den wenigen offenen bzw. halboffenen Fragen. Die Fragen wurden aus der aktuellen Forschungsliteratur abgeleitet und im Austausch mit zwei externen Experten standardisiert. Inhaltlich orientieren sie sich an den wesentlichen Funktionsbereichen des Gesundheitscontrollings. Darüber hinaus wurden die Elemente Begriffsverständnis, Erfahrung, Chancen, Erwartungen, Motivation, Nutzen, Einflussfaktoren, Probleme und Hindernisse zum Thema Gesundheitscontrolling mit deskriptiven Merkmalen und Bewertungsskalen operationalisiert. Die quantifizierbaren Ergebnisse bewegen sich auf Nominal- und Ordinalskalenniveau. Es wurden geschlossene, offene und halboffene Fragetypen verwendet. Bei den meisten Fragen waren Mehrfachnennungen möglich und die Auswahlmöglichkeiten wurden vorgegeben. Diese wurden in Abhängigkeit von der Bedeutung in eine Reihenfolge gebracht. Der Umfang des Fragebogens und die Reihenfolge der Fragen wurden nach einem Pretest optimiert, um einen Fragereihen- oder Positionseffekt zu reduzieren. Alle Fragebögen, auch die unvollständigen, wurden qualitativ und quantitativ ausgewertet. Auf eine Wiederholung der Befragung wurde aufgrund der Erstausrichtung verzichtet.

Die Web-basierte Online-Umfrage wurde auf der internen Plattform eines unabhängigen Anbieters erstellt ( www.umfrageonline.com ) und durch einen Link via E-Mail den potenziellen Teilnehmern zugänglich gemacht. Die Befragung fand vom 20.06. bis 06.07.2017 statt und wurde über drei Kanäle verbreitet:

  1. ArbMedNet (Medium für den Informations- und Meinungsaustausch im Bereich der Arbeits- und Umweltmedizin und verwandter Gebiete mit ca. 3000 Teilnehmern),
  2. firmeneigene Intranet-Seite eines großen arbeitsmedizinischen Dienstleisters (mit 573 angestellten Ärzten) und
  3. neun Institute für Arbeitsmedizin an deutschen Hochschulen.

Vorteile der quantitativen Befragung mittels Online-Fragebogen sind u.a. die Reichweite, Streuung und die Anonymität, durch die mit ehrlicheren Antworten der Befragten zu rechnen ist. Ein Nachteil ist der starre durchstrukturierte Prozess, der durch ein paar offene Fragestellungen aufgeweicht werden kann.

Auswertungs- und Analyseverfahren

Die Ergebnisse des programmierten Fragebogens wurden in eine Auswertedatenbank übernommen, zusammengestellt und quantifiziert. Für das Analyseverfahren wurden deskriptive und induktive Statistiken gewählt. Das heißt, einerseits geht es um die Beschreibung von Verteilungen und Zusammenhänge innerhalb der Stichprobe und andererseits um die Ableitung von Eigenschaften einer Grundgesamtheit aus der Stichprobe bzw. die Überprüfung von Hypothesen. Das Verfahren hängt somit nicht nur von inhaltlichen Überlegungen ab, sondern auch vom Mess- oder Skalenniveau der jeweiligen Variablen. Die qualitativen Aussagen der Online-Befragung wurden softwaregestützt einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Alle Texte wurden zunächst in die Software importiert und anschließend anhand eines vorher erstellten Codesystems regelgeleitet, systematisch und nicht deutungsgesteuert kodiert. Die Software ermöglicht dabei eine technisch einfache Zuordnung der Kodiereinheiten (Wort, Satz, Absatz, Sinneinheit). Auf Basis des Codesystems wurden die Aussagen zusammengefasst und die so ermittelten Einzelaspekte kompakt beschrieben. Im Ergebnis handelt es sich um die vom Verfasser inhaltlich zusammengefassten gleichartig vorhandenen Aussagen unterschiedlicher Befragter. Es wurden sowohl Einzel- als auch Gruppenbeurteilungen gewonnen und miteinander verglichen.

Ergebnisse

Die Teilnehmerzahl der Online-Befragung lag bei 115, 57% der Teilnehmer füllten den Fragebogen vollständig aus, d.h. es lagen 65 vollständig ausgefüllte Fragebögen vor. Insgesamt wurden 2770 Antworten abgegeben. Bei den Teilnehmern überwogen die höheren Altersgruppen (60 Jahre und älter 20%, 50–59 Jahre: 40%). Männliche Kollegen waren häufiger als weibliche Kolleginnen vertreten (55,4% zu 44,6%). Bei der Tätigkeitsdauer überwog der Anteil der langjährig Tätigen (10 Jahre und mehr: 60%, 7–9 Jahre: 12%).

Die Eingangsfrage „Wie stehen Sie persönlich zum betrieblichen Gesundheitscontrolling“ ist eine Schlüsselfrage ( Abb. 1). Von 61 Befürwortern („Bin dafür“, „Bin eher dafür“) beendeten 38 Teilnehmer (62%) den Fragebogen.

Diejenigen, die diese Frage negativ beantworteten, aber interessiert waren, füllten den Fragebogen in der Regel unvollständiger bzw. weniger detailliert aus. Von den Interessierten („Kann mit dem Begriff nichts anfangen“) füllten 20 Teilnehmer (51%) den Fragebogen vollständig aus.

Bei den Kritikern („Ist mir egal“ oder „Bin dagegen“) beendeten 7 Teilnehmer (53%) den Fragebogen. Die Bereitschaft, den Fragebogen zu beenden, war damit bei den Befürwortern höher und der Anteil der Kritiker (11%) an dieser Umfrage insgesamt deutlich geringer.

Welche Gründe sehen Sie für ein betriebliches Gesundheitscontrolling?

Bei der Frage nach den Gründen für ein betriebliches Gesundheitscontrolling wurde die Wertsteigerung für das Unternehmen als wichtigster Grund gesehen. Dicht folgte Gesundheitscontrolling als Rechtfertigung für die Betriebliche Gesundheitsförderung und die allgemeine Kostenreduktion sowie fast gleichwertig die Steigerung der sozialen Verantwortung ( Tabelle 1).

Wie wichtig sind die Funktionen eines Gesundheitscontrollings?

Als wesentlich wurde der Einsatz von Gesundheitscontrolling als Frühwarnsystem und zur Effektivitätssteigerung der Ereignisanalyse im Arbeits- und Gesundheitsschutz betrachtet. Es liefert wichtige Aspekte zum Quervergleich (Benchmark) und zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit ( Tabelle 2).

Wo hat ein Gesundheitscontrolling in Ihrer beruflichen Praxis bereits eine Rolle gespielt?

In erster Linie berichteten 64% der Befragten über Erfahrungen mit Gesundheitscontrolling in der Ursachenanalyse von Fehlzeiten und Krankenständen. Etwas weniger als die Hälfte hatten Erfahrungen mit diesem Thema im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung und bei der Durchführung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagement (weitere, weniger häufige Bereiche s.  Tabelle 3).

Was ist Ihrer Meinung nach förderlich bzw. hinderlich für ein Gesundheitscontrolling?

Die Online-Befragten zählten bei dieser offenen Fragestellung eine Reihe von innerbetrieblichen und externen Einflussfaktoren auf.

Ein hoher Stellenwert wurde der Unterstützung durch Geschäftsführung, Betriebsrat, Betriebsarzt und externe Kräfte zugeschrieben. Die Rolle der Geschäftsleitung im Hinblick auf ein betriebliches Gesundheitscontrolling wurde insgesamt als sehr wichtig eingestuft.

Vordringlich seien auch eine wertschätzende Unternehmenskultur (z.B. kooperativer Führungsstil und Vorbildfunktion), ein akzeptiertes, professionelles Management und Controlling (z.B. durch Begriffsklärung und Definition), ein angemessenes fachliches, zeitliches und finanzielles Budget, ein etabliertes Arbeitsschutz- und Qualitätsmanagement sowie eine gute Qualität der Angebote einer betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und Kennzahlen.

Weniger entscheidend sind nach Einschätzung der Online-Befragten Aspekte wie Netzwerkbildung, Quervergleich (Benchmark), Partizipation und Empowerment, die Berücksichtigung der Situation von klein- und mittelständigen Unternehmen (KMU) sowie Konzepte von Wirkzusammenhängen (Wirkmodelle). Nach Einschätzung der Befragten wurde ineffektives Management und Controlling als besonders hinderlich genannt. Dies äußere sich in Kennzahlenfixierung, reiner Kostenorientierung bzw. -reduzierung, unzureichende Organisations- und Kommunikationsstrukturen. Insbesondere Intransparenz führe zu ausbleibender Integration und Akzeptanz. Ebenso hinderlich sei der Mangel an Unterstützung durch Geschäftsleitung, Betriebsrat, Betriebsarzt und Beschäftigte, zu wenig (finanzielles, fachliches, strukturelles und zeitliches Budget, zu wenig oder falsche Kennzahlen (nur Spätindikatoren, eindimensionale und verkürzte Kennzahlen), ein unangemessener Führungsstil (z.B. autoritär oder hierarchisch) und der Datenschutz. Vereinzelt wurde auch ein Mangel an Wirkzusammenhängen (Wirkmodellen), Evidenz und gesundem Menschenverstand kritisiert.

Im Ranking einiger, häufig in der Literatur vertretener Gegenargumente zum Gesundheitscontrolling werden ebenso wie in der offenen Fragestellung die Kennzahlenfixierung, die Illusion der Kontrolle und einen möglichen Tunnelblick genannt (vgl.  Tabelle 4).

Welche Reaktionen der Mitarbeiter erwarten Sie bei der Neueinführung eines Gesundheitscontrollings?

Da Gesundheitscontrolling in der Praxis noch nicht weit verbreitet ist, kann insbesondere die Neueinführung und Nutzung eines Gesundheitscontrollings unerwünschte Nebenwirkungen von Seiten der Mitarbeiter mit sich bringen. Im Ranking wurde die Abwehr und Ausweichmanöver als häufige negative Mitarbeiterreaktionen befürchtet. Alle Befragten äußerten somit konkrete Befürchtungen in Bezug auf die Neueinführung eines betrieblichen Gesundheitscontrollings ( Tabelle 5).

Diskussion

Gesundheitscontrolling nimmt in Literatur, Fachwelt und Ausbildung seit einigen Jahren an Präsenz zu. Je nach Lehrmeinung liegen die Schwerpunkte auf verschiedenen Managementansätzen wie Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Qualitätsmanagement oder Risikomanagement und Aspekten des Gesundheitsmonitorings sowie der Personalentwicklung und der (klassischen) Kostenrechnung. Somit ist auch in der Praxis der Sinn oder die Umsetzbarkeit von Gesundheitscontrolling bisher nicht abschließend geklärt.

In der hier durchgeführten quantitativen und qualitativen Analyse zeigt sich eine relevante Anzahl von Arbeitsmedizinern, die sich differenziert, praktisch und kritisch mit dem Thema Gesundheitscontrolling und den Reflektionen auf ihre eigene Tätigkeit der Arbeitsmedizin auseinandersetzen. Die zufällige Stichprobe ist nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit aller deutschen Arbeitsmediziner. Die Ergebnisse sollten daher aus methodischen und statistischen Gründen mit Vorsicht interpretiert werden. Es lassen sich aber Trends erkennen und die differenzierten Aussagen spiegeln Interesse und Notwendigkeit an Steuerungsinstrumenten wider.

Gesundheitscontrolling in der betriebsärztlichen Praxis

Die Umfrage macht deutlich, dass auch in der betrieblichen Praxis grundsätzliche theoretische Vorarbeit notwendig ist. So wie das Controlling bisher keine einheitliche Begriffsdefinition erfahren hat, so fehlt auch eine einheitliche Controlling-Konzeption. Um die Anschluss- und Leistungsfähigkeit der Themen Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen mittels Controlling zu gewährleisten und darzustellen, braucht es eine intensivere und kritische Beschäftigung mit den Grundlagen, Methoden und Instrumenten der System- und Unternehmenstheorie und dem Gegenstandsbereich der Betriebswirtschaftslehre unter Einbezug der angrenzenden Disziplinen wie der Psychologie, Soziologie und Medizin. Umfang und Ausmaß richten sich nach den fach-, sach- und institutionsspezifischen Kriterien und Notwendigkeiten des jeweiligen Unternehmens.

Bei den in dieser Befragung genannten Gründen für ein betriebliches Gesundheitscontrolling dominieren zweckorientierte bzw. wertorientierte Begründungen (Wertsteigerung, Produktivität, Leistungssteigerung, Rechtfertigung der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie eine allgemeine Kostenreduktion). Das mag an der betriebswirtschaftlichen Nähe und dem ursprünglichen Ansatz von Controlling liegen. Begreift man Gesundheitscontrolling jedoch als Instrument eines modernen, integrierten, ganzheitlichen, prospektiven und präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz, so sind immer werte- und wertorientierte Aspekte gleich auf zu betrachten.

Die häufigsten Erfahrungen mit Gesundheitscontrolling zeigten sich in der Ursachenanalyse von Fehlzeiten und Krankenständen im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung und bei der Durchführung eines Gesundheitsmanagements. Als wesentliche Funktion wurde der Einsatz von Gesundheitscontrolling als Frühwarnsystem und zur Effektivitätssteigerung der Ereignisanalyse im Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Auch hier kommen die Zweckorientierung und die noch in den Unternehmen vorherrschende Konzentration auf Spätindikatoren (Krankenstand) zum Ausdruck.

Die Gesundheitsberichtserstattung ist mittlerweile quasi Pflicht und dient aber auch der Selbstdarstellung von Leistungen im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Dass die Funktionsbereiche Früherkennung- und Kennzahlensystem nicht gleichauf mit dem Wunsch nach einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement aufgeführt sind, deutet darauf hin, dass Gesundheitscontrolling (noch) nicht entsprechend integriert und tiefergehend ist.

Bei einer umfassenderen Erfahrung mit Gesundheitscontrolling wäre die selbstverständliche Nennung von weiteren Funktionsbereichen wie z. B. Gesundheitsmonitoring, Schwachstellenanalyse, Reporting, Koordination und Steuerung erwartbar gewesen. Entsprechende adaptierbare Unternehmensmodelle mit Früh- und Spätindikatoren und den dazugehörigen Treibern, um Kennzahlen zur Nutzenbewertung eines betrieblichen Gesundheitsmanagement zu entwickeln, existieren bereits (Baumanns 2009; Badura et al. 2013).

Rolle der Arbeitsmediziners im Gesundheitscontrolling

Die heterogene, immaterielle und komplexe Dienstleistung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bedarf insbesondere einer bilateralen vertrauensvollen, symmetrischen und regelmäßigen Information und Zusammenarbeit. Ansonsten lassen sich der „Mehrwert“ und die (hohe) Qualität für den Auftraggeber nicht darstellen. Ein weiteres nützliches Instrument zur Verbesserung des Arbeitsschutzes bietet die Arbeitsmedizinische Vorsorge Verordnung (ArbMedVV, §6 (4)). Darin wird dem Arbeitsmediziner auferlegt, die Erkenntnisse arbeitsmedizinischer Vorsorge systematisch auszuwerten, um ggf. Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz abzuleiten (Gesundheitsmonitoring). Die Mitteilung an den Arbeitgeber kann nach der Arbeitsmedizinischen Regel (AMR) 6.4 erfolgen. In Verbindung mit dem ASiG ergeben sich daraus erhebliche Potenziale für die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes mit quasi Vorschlagsverpflichtung des Arbeitsmediziners und Umsetzungsverpflichtung durch den Arbeitgeber.

Uneinheitlichkeit des (Gesundheits-)Controllings

Weitere Angaben und Ergänzungen zum Thema Gesundheitscontrolling bezogen sich auf die unklare oder uneinheitliche Definition des Begriffes und die notwendige Abgrenzung zu anderen Instrumenten der Wirksamkeitskontrolle. Positive und negative Bewertungen reichten von uneingeschränkter Befürwortung und dem Wunsch nach flächendeckender Einführung bis hin zu der Befürchtung, Gesundheitscontrolling zerstöre das Sozialkapital und diene ohnehin in erster Linie der Gewinnsteigerung. Insgesamt lassen die Aussagen den Schluss zu, dass Controlling als Option im betrieblichen Gesundheitswesen durchaus gesehen wird, jedoch nicht unkritisch, und dass praktisch tätige Arbeitsmediziner einen hohen Informations- und Diskussionsbedarf haben. Dass die praktisch tätigen Arbeitsmediziner in der Befragung in Hinblick auf eine Notwendigkeit und Integration eines Gesundheitscontrollings anders gewichten, könnte ein Indiz dafür sein, dass die theoretischen Postulate in der betrieblichen Praxis oft nicht adäquat umgesetzt werden.

Gesundheitscontrolling vereint mehrere Betrachtungsebenen, die sich an der Nahtstelle zwischen Theorie und Praxis bewegen und ohne methodische Standards nicht umzusetzen sind. Diese werden allerdings in der Praxis häufig nicht beachtet oder nur unzureichend angewendet. Empirisch abgesicherte Rahmenkonzepte, Wirkungsmodelle und Evaluations- bzw. Controlling-Ansätze gibt es bereits zahlreich. Häufig fehlt es bei den relevanten betrieblichen Akteuren allerdings an Theoriebewusstsein (Elke 2015).

Mögliches Vorgehen in Hinblick auf Gesundheitscontrolling

Gesundheitscontrolling ist bisher in der Praxis nicht weit verbreitet. Nebenwirkungen und Widerstände sind somit bei Veränderungen oder Neueinführung von Gesundheitscontrolling erwartbar. Diesen sollte nach Möglichkeit antizipatorisch begegnet werden. Arbeitsmedizin und Controlling sind im Bedarfsfall gefordert, den Austausch zu suchen, um gegenseitigen Respekt aufzubauen und Ziele und Maßnahmen abzugleichen. Das bedarf der Akzeptanz für die jeweils anderen Denk- und Herangehensweisen und einer Argumentation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ein systematisches und wirkungsorientiertes Arbeiten ist dem Controlling vertraut. Häufig mangelt es allerdings an der Anschlussfähigkeit zu theoriegeleiteten Wirkungsmodellen der angrenzenden Fachgebiete.

Die bedarfsgerechte Qualifizierung von Arbeitsmedizinern sowie die Entwicklung und Systematisierung konkreter betrieblicher Ansätze und Verfahren im Hinblick auf Gesundheitscontrolling stellen weitere Untersuchungsansätze dar. Grundsätzlich ist eine betriebswirtschaftliche Basisausbildung von Arbeitsmedizinern empfehlenswert. Die im Gesundheitscontrolling ermittelten Kennzahlen spiegeln und prognostizieren meist menschliches Verhalten. Solche Prognosen erweisen sich mitunter als falsch. Anders als in naturwissenschaftlichen und technischen Laborexperimenten lässt sich menschliches Handeln nicht mit mathematischer Präzision vorausberechnen. Menschen genießen und nutzen in ihrem Verhalten Freiräume. Gescheiterte Prognosen sind somit auch ein Indikator für Entscheidungsfreiheit und den kreativen Umgang mit neuen Herausforderungen und veränderten Fragestellungen.

Ausblick

Schon heute öffnet sich das Gesundheitscontrolling für Aspekte des Leistungs-, Organisations-, Innovations- und Entwicklungscontrollings, um Wandel und Veränderungen gerecht zu werden. Diese Herausforderungen verändern die Strukturen eines Unternehmens, insbesondere im Übergang von einer klassischen Organisation (hierarchiegestützt, arbeitsteilig, produktorientiert) hin zu einer lernenden Organisation (selbststeuernd, teamgestützt, kundenorientiert). Diese neuen Controlling-Ansätze übersteigen den Rahmen dieser Arbeit und stellen weitere Forschungsansätze dar.

Interessenskonflikt: Der Autor erklärt, dass kein Interessenskonflikt besteht.

Literatur

Elke G: Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung – vergleichende Analyse der Prädiktoren und Moderatoren guter Praxis. Berlin: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2015.

Emmermacher A: Gesundheitsmanagement und Weiterbildung. Eine praxisorientierte Methodik zur Steuerung, Qualitätssicherung und Nutzenbestimmung. 1. Aufl. Wiesbaden: Gabler Verlag/GWV Fachverlage, 2009.

Günther T, Albers C, Hamann M: Kennzahlen zum Gesundheitscontrolling in Unternehmen. Controlling & Management 2009; 53: 367–375.

Hirsch B: Zur Integration psychologischen Wissens in betriebswirtschaftliche Controlling-Konzeptionen – Stand der Literatur und Forschungsbedarf. Controlling & Management 2008; 52 (Suppl. 1): 40–49.

Macdonald E, Baranski B, Wilford J: Occupational Medicine in Europe: Scope and Competencies. Project Report. Copenhagen: World Health Organization, Health Documentation Services WHO Regional Office for Europe, 2000.

Pieper M: Schöne neue Medizinwelt. Ärzte unter der Fuchtel von Controllern. Orthop Rheuma 2016; 19: 3.

Preißner A: Praxiswissen Controlling. Grundlagen – Werkzeuge – Anwendungen. 6., überarb. Neuaufl. München: Hanser, 2010.

Rötzel P: Gesundheitscontrolling. Controlling: Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung 2011; 23: 657–659.

Siller H, Stierle J: Gesundheitscontrolling. Früherkennung und Eigenverantwortung zur nachhaltigen Gesundheitssicherung. CFO aktuell 2011; 5: 103–106.

Thielscher C: Medizin muss Kontrolle über sich selbst zurückgewinnen. Dtsch Arztebl 2013; 110: A2258–A2259.

Uhle T, Treier M: Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt – Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge messen. 3., überarb. und erw. Aufl. Berlin: Springer, 2015.

Zimolong B: Erfolgsfaktoren betrieblicher Gesundheitsförderung. Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie. Unter Mitarbeit von Gabriele Elke. Online verfügbar unter www.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/-psy_auo/bzwob2007.pdf (S. 1–185).

Verfasser

Dr. med. Bernhard Engel, M.Sc. M.Sc.

Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

Uniklinik RWTH Aachen

Pauwelsstraße 30

52074 Aachen

bengel@ukaachen.de

ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2019; 54: 116–122

Literatur

Fussnoten

Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Thomas Kraus), RWTH Universitätsklinikum Aachen

1 Der Artikel beruht auf einer Masterthesis im Masterstudiengang „Management Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (Jahrgang 2015) im Bereich Natur- und Ingenieurswissenschaften an der Dresdner International University (DIU): „Stellenwert des Gesundheitscontrollings im Hinblick auf die Effektivität von Arbeits- und Gesundheitsschutz aus der Sicht deutscher Arbeitsmediziner“. Betreut wurde diese Arbeit durch Dr. Thomas Kohstall vom Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) in Dresden.

  • Abb. 1: Einschätzung zur persönlichen Bedeutung von Gesundheitscontrolling (n = 113)

  • Tabelle 1: Frage nach Argumenten für ein Gesundheitscontrolling und Reihung nach Wichtigkeit (n = 109)

  • Tabelle 2: Zustimmung zu Einsatz und Funktion von Gesundheitscontrolling (n = 65)

  • Tabelle 3: Frage nach praktischer Erfahrung mit Gesundheitscontrolling (n = 92)

  • Tabelle 4: Gründe gegen eine Gesundheitscontrolling (n = 65)

  • Tabelle 5: Wahrscheinliche Reaktionen der Mitarbeiter bei der Einführung eines Gesundheitscontrollings (n = 65)

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