Hintergrund: Knapp neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich im Wechseljahresalter und ein Großteil davon ist erwerbstätig. Wechseljahresbeschwerden können die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigen und können mit relevanten volkswirtschaftlichen Kosten verbunden sein. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte nehmen eine Schlüsselrolle bei der arbeitsmedizinischen Beratung ein, jedoch unterscheiden sich ihre strukturellen Arbeitsbedingungen deutlich. Ziel dieser Studie war es, Wissensstand und Handlungspraxis von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten zu Wechseljahresbeschwerden zu untersuchen und Unterschiede zwischen externen und betriebsintern angestellten Ärztinnen und Ärzten zu analysieren.
JUNGE FORSCHUNG
EXECUTIVE SUMMARY
IN EIGENER SACHE
Ziel des Beitrags ist es, allgemeine und arbeitsbezogene Gesundheitskompetenz als Treiber mit ausgewählten Früh- und Spätindikatoren zur Bestimmung der Arbeitsfähigkeit innerhalb eines ganzheitlichen Kennzahlensystems im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zu verorten. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie Erklärbare Künstliche Intelligenz (Explainable Artificial Intelligence, XAI) zur transparenten und personalisierten Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren eingesetzt werden kann, um die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten vorherzusagen und daraus adressatenorientierte Gesundheitsförderungsmaßnahmen abzuleiten.
Ziel der Sekundäranalyse war es, explorativ zu prüfen, ob es verschiedene Sitz- und Bewegungsprofile bei Beschäftigten mit sedentärer Tätigkeit bei der Arbeit von zuhause und der Arbeit in Präsenz gibt.
Die Klima- und Umweltkrise verändert Versorgungsanforderungen und erfordert eine systematische Integration von Planetarer Gesundheit (PG) in die medizinische Ausbildung. Im Querschnittsbereich QB 06 „Klinische Umweltmedizin“ der Universität Witten/Herdecke werden dafür unter anderem Peer-Teaching-Referate und umweltmedizinische Exkursionen eingesetzt. Ziel dieser Arbeit ist es, 1) Exkursionen als Marker für wahrgenommenen Erkenntnisgewinn, Perspektivwechsel und Reflexion zu evaluieren und 2) Vorwissen sowie Lernveränderungen mit dem formativen Progress Test Umweltmedizin (PTU) im Pre-Post-Vergleich zu beschreiben, um Ansatzpunkte für die Curriculum-Entwicklung abzuleiten.
Philippa Jörger – Kurzbeitrag zur Doktorarbeit im Studiengang Gesundheitswissenschaften (Public Health Sciences) am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern
Katharina Immoor – Kurzbeitrag zur Masterabschlussarbeit im Studiengang Umweltwissenschaften (Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften – infernum) der FernUniversität Hagen
Wird das medizinische Personal durch das Tragen einer „vollständigen“ persönlichen Schutzausrüstung (PSA, vollständig meint gleichzeitiges Tragen von Atem-, Augen-, Hand- als auch Körperschutz) vor einer COVID-19-Übertragung wirksam geschützt? Wie ist der aktuelle Forschungsstand zu diesem Thema? Mit dieser systematischen Übersichtsstudie eines Forschungsteams von der Laval-Universität in Quebec, Kanada, liegt nun eine Analyse der relevanten Literatur und Daten der vergangenen Jahre (2019–2024) vor.
Ziel dieses Beitrags ist es, die gesetzlichen und konzeptionellen Ansätze der Gefährdungsbeurteilung in Luxemburg mit ausgewählten europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Frankreich) zu vergleichen. Vor dem Hintergrund der ESENER-2024-Erhebung wird untersucht, inwieweit Unterschiede in den berichteten Umsetzungsraten durch unterschiedliche nationale Umsetzungslogiken erklärbar sind.
Bewegungsmangel ist ein Hauptrisikofaktor kardiovaskulärer Erkrankungen. Da sich viele Erwachsene nicht ausreichend bewegen, ist es wichtig, Sport zu fördern. Wir untersuchten die Wirkung eines arbeitgebergeförderten Freizeitsportangebots auf die kardiorespiratorische Fitness, körperliche Aktivität (KA) und kardiovaskuläre Risikofaktoren bei unsportlichen Erwachsenen.
Ermittlung der natürlichen UV-Belastung von Erzieherinnen und Erziehern in Hamburger Waldkindergärten.
In der vorliegenden Studie werden die Ursachen von Stich- und Schnittverletzungen (SSV) bei Beschäftigten in Zahnarztpraxen und deren ärztliche Nachsorge nach der SSV anhand von digitalen Dokumentationsbögen zu SSV untersucht.
Hebammen leisten einen zentralen Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Schwangeren, Gebärenden und Neugeborenen. In Deutschland sind nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes 18.611 Hebammen freiberuflich tätig, während 11.697 Hebammen in Krankenhäusern arbeiten. Durch ihre Tätigkeit mit engem Patientinnenkontakt und regelmäßiger Exposition gegenüber Körperflüssigkeiten sind Hebammen besonderen arbeitsmedizinischen Risiken ausgesetzt. Während die betriebsärztliche Betreuung angestellter Hebammen gesetzlich geregelt ist, besteht für freiberuflich Tätige keine Verpflichtung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur eigenen medizinischen Versorgung von Hebammen – insbesondere zur hausärztlichen und arbeitsmedizinischen Betreuung – liegen bislang kaum vor.
Im Rahmen des Flexirentengesetzes (§14 SGB VI) ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) angehalten, einen Ü45-Check als freiwillige, berufsbezogene Gesundheitsvorsorge anzubieten und in Modellprojekten zu überprüfen. Ziel des Ü45-Checks ist es, berufsbezogene Teilhabestörungen bei Versicherten der DRV frühzeitig zu identifizieren, um passende Leistungen zur Prävention und Rehabilitation anbieten zu können und so die Gesundheit und Erwerbsfähigkeit der Versicherten möglichst lange zu erhalten.
Karsten Roth, Julia Köppen, Cornelia Henschke Workplace violence and burnout among emergency medical service workers and nurses in Germany: a cross-sectional study In: Human Resources for Health, 2025: 23:66, Online: https://doi.org/10.1186/s12960-025-01026-y
Personale oder situative Faktoren, wie beispielsweise die Schwierigkeit einer Arbeitsaufgabe, können zusätzlich zu den akustischen Eigenschaften von Geräuschen auch die individuellen Effekte einer akustisch ungünstigen Situation beeinflussen. In diesem Beitrag wird betrachtet, ob sich aus Ergebnissen zum Anforderungsniveau unterschiedlicher beruflicher Tätigkeiten Erkenntnisse zu den Tätigkeitskategorien in der Arbeitsstättenregel Lärm (ASR A3.7) ableiten lassen.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge (AV) soll Beschäftigte bestmöglich vor negativen physischen und psychischen Auswirkungen am Arbeitsplatz schützen. Dabei wird die Durchführung der AV durch die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) grundsätzlich geregelt und durch die Arbeitsmedizinischen Regeln und die Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) weiter konkretisiert. Ziel dieser Studie ist es, durch eine qualitative Erhebung, eine grundlegende Einschätzung zu erhalten, wie Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner die praktische Umsetzung der AV wahrnehmen und einschätzen.
Ein systematisches Review untersuchte das Risiko der Übertragung von Hepatitis B von medizinischem Personal auf Patientinnen und Patienten sowie die Frage, inwieweit existierende nationale Leitlinien sich auf wissenschaftliche Evidenz stützen können
Vor dem Hintergrund des seit April 2024 legalen Konsums von Cannabis zu Genusszwecken sollten die Auswirkungen des Cannabisgesetzes (CanG) auf den Berufsalltag in der Arbeits- und Betriebsmedizin untersucht, erste betriebliche Reaktionen dokumentiert sowie künftige Handlungsbedarfe identifiziert werden.
Im Rahmen des Flexirentengesetz (§ 14 SGB VI) ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) angehalten, einen Ü45-Check als freiwillige, berufsbezogene Gesundheitsvorsorge anzubieten und in Modellprojekten zu überprüfen. Ziel des Ü45-Checks ist es, berufsbezogene Teilhabestörungen bei Versicherten der DRV frühzeitig zu identifizieren, um passende Leistungen zur Prävention und Rehabilitation anbieten zu können und so die Gesundheit und Erwerbsfähigkeit der Versicherten möglichst lange zu erhalten.
Hintergrund: Mit der Erholung des internationalen Luftverkehrs nach der COVID-19-Pandemie nehmen (Ultra-)Langstreckenflüge ((U)LR) mit Flugzeiten über 16 Stunden wieder zu. Diese Flüge stellen die Besatzungsmitglieder vor besondere arbeitsmedizinische Herausforderungen. Fatigue gilt dabei als zentraler Risikofaktor für Leistungseinbußen und gefährdet somit auch indirekt die Flugsicherheit.
In Deutschland wird der Pflegebedarf weiter deutlich steigen. Die meisten der aktuell tätigen Pflegekräfte möchten jedoch noch vor Erreichen des offiziellen Renteneintrittsalters in den Ruhestand gehen. Die im Fachjournal „Journal of Public Health“ im Juni 2025 (Online) veröffentlichte Studie untersuchte daher die genauen Gründe, warum viele ältere Pflegekräfte einen vorzeitigen Ruhestandeintritt wählen.
Vor allem im stationären Bereich geben viele Pflegekräfte häufig Rückenschmerzen aufgrund der starken körperlichen Belastung an. Es gibt nur wenige betriebsspezifische Präventionsprogramme, die dieses Problem adressieren. Digitale Präventionsprogramme sind im arbeitsmedizinischen Kontext in Deutschland derzeit noch nicht etabliert.