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Problemfelder und Lösungsansätze für den Handschuhschutz in der Praxis

Schutzhandschuhe richtig tragen

Hautschutz durch Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe sind die wichtigste, personenbezogene Maßnahme, um die Hände am Arbeitsplatz vor hautbelastenden Einflüssen zu schützen und berufsbedingten Handekzemen vorzubeugen. Dabei gilt es zunächst, den „richtigen“ Handschuh auszuwählen. Bei der Auswahl sind verschiedene Kriterien zu beachten, zum Beispiel die Identifikation des richtigen Handschuhtyps mit adäquater Schutzwirkung auf der Basis der jeweiligen Gefährdungsanalyse (z. B. Schutz vor mechanischen, mikrobiellen und/oder chemischen Risiken) und die Auswahl eines Handschuhs, der die individuellen Bedürfnisse der anwendenden Person berücksichtigt, beispielsweise die passende Größe, ausreichender Tragekomfort sowie eventuelle Sensibilisierungen gegenüber Handschuhinhalts- und/oder Arbeitsstoffen (Sonsmann et al. 2021; Wilke et al. 2018, 2020).

Neben der Identifikation des „richtigen“ Handschuhs ist es nicht minder wichtig, Schutzhandschuhe „richtig zu tragen“, da der falsche Gebrauch von Handschuhen die Schutzwirkung reduzieren, aufheben oder die Verwendung des Schutzprodukts sogar selbst zur Hautbelastung werden kann (Rawson et al. 2005). Daher sensibilisiert dieser Beitrag für mögliche Problemfelder und Lösungsansätze, deren Kenntnis in der Beratungs- und Schulungspraxis von handschuhtragenden Arbeitskräften helfen kann, den beruflichen Handschutz zu verbessern.

Abb. 2:  Neue, ungetragene Handschuhe (links: Schweißerschutzhandschuh, rechts: schnittfester Montagehandschuh), die aufgrund falscher Lagerung im Betrieb bereits vor der erstmaligen Verwendung verschmutzt sind

Foto: © iDerm Osnabrück/Annika Wilke

Abb. 2: Neue, ungetragene Handschuhe (links: Schweißerschutzhandschuh, rechts: schnittfester Montagehandschuh), die aufgrund falscher Lagerung im Betrieb bereits vor der erstmaligen Verwendung verschmutzt sind
Abb. 3:  Auf links gedrehter, grün-türkisfarbiger Nitrilhandschuh, der gravierende Materialveränderungen (Verfärbungen, Versprödung) aufweist und deutlich zu lange verwendet wurde

Foto: © BG Klinikum Hamburg/Kathrin Krambeck

Abb. 3: Auf links gedrehter, grün-türkisfarbiger Nitrilhandschuh, der gravierende Materialveränderungen (Verfärbungen, Versprödung) aufweist und deutlich zu lange verwendet wurde
Abb. 4:  Verschmutzungen im Inneren eines Handschuhs bzw. in feucht-warmem Handschuhklima sind ein Risiko für die Hautgesundheit (links: auf links gedrehter Leder-Stoff-Handschuh; rechts: Baumwollhandschuh, der unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen wurde)

Foto: © iDerm Osnabrück/ Annika Wilke

Abb. 4: Verschmutzungen im Inneren eines Handschuhs bzw. in feucht-warmem Handschuhklima sind ein Risiko für die Hautgesundheit (links: auf links gedrehter Leder-Stoff-Handschuh; rechts: Baumwollhandschuh, der unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen wurde)

Handschuhe nicht „griffbereit“

Oft ist es notwendig, für unterschiedliche Tätigkeiten verschiedene Handschuhe zu verwenden und beispielsweise zwischen Montagehandschuhen und flüssigkeitsdichten Handschuhen zu wechseln. Sind die jeweils benötigten Handschuhe im Arbeitsalltag nicht „griffbereit“, wird schnell „nur mal kurz“ ohne Schutz gearbeitet.

Arbeitsplatzabhängig kann es verschiedene Möglichkeiten geben, die Arbeitsorganisation zu verändern, um das Tragen und Wechseln von Handschuhen zu erleichtern. Hierzu zählen zum Beispiel Handschuhhalterungen beziehungsweise Clips (➥ Abb. 1), um Handschuhe an der Arbeitskleidung zu befestigen, mitgeführte Gürtel-/Kitteltaschen oder die Lagerung von Handschuhen an den jeweiligen spezifischen, festen oder mobilen Arbeitsplätzen, wie auf einem Friseurwagen („Boy“) oder Pflegewagen, bei Kundinnen und Kunden zu Hause oder im Fahrzeug (z. B. in der ambulanten Pflege), an einer Werkbank beziehungsweise an verschiedenen Stellen im Betrieb (Wilke et al. 2022). Dabei ist darauf zu achten, dass Handschuhe, zum Beispiel bei der Lagerung neben einer Maschine, nicht verschmutzen (Zuther 2008).

Inadäquate Lagerung

Handschuhe können durch falsche Lagerung bereits vor der erstmaligen Verwendung beschädigt werden und die Schutzwirkung verlieren. So sind sie vor direktem Sonnenlicht, hohen Temperaturen und vor Ozonquellen zu schützen sowie kühl und trocken in der Originalverpackung zu lagern. Um Beschädigungen durch Alterungsprozesse vorzubeugen, sind unter Umständen Haltbarkeits- beziehungsweise Ablaufdaten zu beachten. Verschmutzungen vor der eigentlichen Anwendung (➥ Abb. 2) sind zu vermeiden (DIN EN ISO 21420; TRGS 401; Wilke et al. 2018, 2022).

Handschuhverwendung durch ­mehrere Personen

Schutzhandschuhe zählen zur persönlichen Schutzausrüstung und sollten nur von einer Person benutzt werden. Aus hygienischen Gründen und um die Schutzwirkung sicherzustellen (z. B. Einhaltung von Permea­tionszeiten, s. unten), sollte daher in der Regel dasselbe Paar Handschuhe nicht von mehreren Personen verwendet werden. Es müssen demzufolge genügend Handschuhe am Arbeitsplatz für alle Arbeitskräfte zur Verfügung stehen (DGUV 2014). Bei Bedarf können Handschuhe mit Namen beschriftet, anderweitig personenbezogen markiert und/oder bis zur nächsten Verwendung personenbezogen gelagert werden.

Beschädigte und von innen ­verschmutzte Handschuhe

Vor der ersten Nutzung sowie vor einer eventuellen Wiederverwendung von Handschuhen sollten diese auf Beschädigungen geprüft werden, zum Beispiel auf Risse, Löcher, Schnitte sowie andere Materialveränderungen wie Versprödung oder Verfärbungen (➥ Abb. 3) (TRGS 401). Im Zweifelsfall sollte ein neues Paar getragen werden.

Auch ist es wichtig, die Innenseite eines Handschuhs vor dem Tragen zu kontrollieren. Sind Handschuhe innen verschmutzt (➥ Abb. 4), sollten sie unmittelbar durch ein neues Paar ersetzt werden, da sich Verschmutzungen im feucht-warmen Klima eines Handschuhs aufgrund einer besonders intensiven Exposition der mazerierten Haut gegenüber der Verunreinigungen ungünstig auswirken. Ferner sollte hinterfragt werden, warum die Handschuhe von innen verunreinigt sind. Dies könnte daran liegen, dass Handschuhe mit verschmutzten statt mit sauberen Händen angezogen werden und/oder an einer unzureichenden Schutzwirkung des eingesetzten Handschuhs selbst, beispielsweise aufgrund eines durchlässigen Handschuhmaterials und/oder einer unzureichenden Beschichtung(-shöhe) (Rawson et al. 2005; Wilke et al. 2018). Im ersten Fall sollte eruiert werden, wie sich Verschmutzungen der Hände im Arbeitsalltag weiter reduzieren lassen, zum Beispiel durch Non-Touch-Techniken, ergänzende Handschuhmodelle und/oder eine milde Hautreinigung vor dem erneuten Tragen. In zweitem Fall sollte ein anderes Modell mit besserer Schutzwirkung zum Einsatz kommen (z. B. mit einer der Tätigkeit besser angepassten Beschichtung).

Zu langes Tragen von Handschuhen: Okklusion und Permeation

Im Hinblick auf Permeation und Okklusion können Handschuhe „zu lange“ getragen werden. Längere Tragezeiten okklusiver, das heißt feuchtigkeitsundurchlässiger Schutzhandschuhe können aufgrund des resultierenden Schwitzens zum Feuchtigkeits- und Wärmestau, zur Mazeration (Aufquellen) der Hornschicht und in der Folge zu einer Austrocknung der Haut und zum erleichterten Eindringen vom Fremdstoffen führen. Insbesondere die Kombination aus Okklusion und unmittelbar darauffolgendem Kontakt zu Detergenzien (Fartasch et al. 2012) beziehungsweise irritierenden Berufsstoffen (d. h. wechselnde Expositionen, wie sie im Arbeitsalltag häufig zu finden sind) hat sich als hautbelastend erwiesen, da die Haut okklusionsbedingt durchlässiger für Fremdstoffe ist (Sonsmann et al. 2021).

Der TRGS 401 Abs. 5.3 folgend sollte geprüft werden, ob sich unvermeidbare Feuchtarbeitszeiten auf mehrere Personen verteilen lassen und ob sich Arbeitsphasen und -prozesse, die okklusive Handschuhe erfordern, mit „trockenen“ Arbeitsphasen ohne okklusive Handschuhe abwechseln können. Als weitere Option können textile Baumwollhandschuhe (je nach Anforderungen an die Taktilität: mit oder ohne Finger bzw. Fingerkuppen, s. Abb. 5) unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen und regelmäßig bei Durchfeuchtung gewechselt werden (Kramer et al. 2016; Sonsmann et al. 2021; Wilke et al. 2018). Diese saugen den Schweiß bis zur Materialsättigung auf und reduzieren so das Aufquellen der Hornschicht.

Auch Handschuhe zum Schutz vor Chemikalien gemäß DIN EN ISO 374 können „zu lange“ getragen werden, wenn chemische Stoffe – häufig für die handschuhtragende Person unsichtbar und unbemerkt – durch das Handschuhmaterial permeieren und es auf diese Weise zum Hautkontakt trotz Handschuhschutz kommen kann (Espasandín-Arias u. Goossens 2014; Katta 2008; Kwon et al. 2006). Die fachlich korrekte Auswahl adäquater Chemikalienschutzhandschuhe für die jeweilige chemische Exposition einschließlich möglichst konkreter Angaben, nach welcher Tragezeit Handschuhe gegen ein neues Paar zu ersetzen sind, sind eine Abhilfemaßnahme (DGUV 2009; Sonsmann et al. 2021; Wilke et al. 2018). Da Angaben zu Permeationszeiten für Chemikalien oder -gemische gemäß der einschlägigen Normung nur für maximal die höchste Klasse 6 (> 480 min) gemacht werden können, sind viele vermeintlich flüssigkeitsdichte, schichtstarke „Mehrweghandschuhe“ mangels konkreter Permeationsdaten über diese Zeit hinaus auf die Tragezeit einer Schicht begrenzt. Darüber hinaus handelt es sich bei der unter Laborbedingungen ermittelten Permeationszeit nicht um die Tragedauer in der Praxis, die bedingt durch Wärme und Mechanik auf ein Drittel der ausgewiesenen Permeationszeit sinken kann. Unter Umständen, je nach Exposition und Permeationszeit, sind mehrere Handschuhe während einer Schicht zu verwenden (DGUV 2009, 2014; Sonsmann et al. 2021; Wilke et al. 2018).

Inadäquate Reinigung/Wiederauf­bereitung

Handschuhe können nur gewaschen und wiederverwendet werden, wenn der Hersteller zu den Pflegeanweisungen in der Gebrauchsanleitung Angaben macht (DIN EN ISO 21420), zum Beispiel zur annehmbaren Häufigkeit der Reinigungsvorgänge, unter denen die Schutzwirkung erhalten bleibt.

Dies kann bei höherpreisigen Modellen (z. B. schnittfeste Handschuhe) erwogen werden. Unsachgemäße Reinigung kann die Schutzwirkung eines Handschuhs (erheblich) reduzieren.

Baumwollhandschuhe, die gegebenenfalls unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen werden (➥ Abb. 5), können in der Regel gewaschen und erneut verwendet werden. Auch hierbei sind die Herstellerangaben zu beachten (z. B. zur Reinigungstemperatur). Für hygienesensible Settings, wie den Gesundheitsbereich, sind Baumwollhandschuhe einer speziellen Aufbereitung, zum Beispiel im Rahmen der Kranken­hauswäsche, zuzuführen (Hübner et al. 2016; Sonsmann et al. 2021). Je nach Arbeitsplatz können auch sterile Baumwollhandschuhe erworben oder unsterile Baumwollhandschuhe – in Absprache mit der Krankenhaushygiene und unter Beachtung der Herstellerangaben – sterilisiert werden.

Abb. 5:  Nahtfreie Baumwollhandschuhe mit Fingern (links), ohne Fingerkuppen (Mitte) und ohne Finger (rechts), die zur Minderung von Okklusionseffekten unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen werden können

Foto: © iDerm Osnabrück/Annika Wilke

Abb. 5: Nahtfreie Baumwollhandschuhe mit Fingern (links), ohne Fingerkuppen (Mitte) und ohne Finger (rechts), die zur Minderung von Okklusionseffekten unter flüssigkeitsdichten Handschuhen getragen werden können

Mehrfachverwendung von ­Einmalhandschuhen

So sehr es nach einer Selbstverständlichkeit klingt, so sehr lohnt es sich, im Zweifelsfall nachzufragen, ob Einmalhandschuhe mehrfach verwendet, also aus- und erneut wieder angezogen werden. Gründe für dieses Verhalten können von Unwissenheit (z. B. über das zumeist unsichtbare Phänomen der Permeation, s. oben) bis hin zu falscher Sparsamkeit reichen. Einmalhandschuhe verlieren nach dem einmaligen Gebrauch, beispielsweise aufgrund der Permeation von Chemikalien sowie der mechanischen Belastung und Materialdehnung beim Tragen, ihre Schutzwirkung und weisen Leckagen auf, zum Beispiel an den Fingerspitzen (Kramer et al. 2016; Sonsmann et al. 2021), auch wenn die Handschuhe nach der Verwendung äußerlich intakt und unverändert aussehen.

Keinesfalls dürfen kontaminierte Einmalhandschuhe auf links gedreht und „falsch herum“ erneut angezogen werden – dies würde zu einer besonders intensiven Exposition der Haut zu den auf der ursprünglichen Außenseite anhaftenden Berufsstoffen führen.

Interaktion mit Cremes und ­Desinfektionsmitteln

Handschuhe sollten in der Praxis nur auf sauberer und trockener Haut getragen werden (Kramer et al. 2016). Ferner ist es zu vermeiden, Handschuhe anzuziehen, wenn die Haut „frisch eingecremt“ beziehungsweise „frisch desinfiziert“ wurde, um Interaktionseffekte (z. B. Minderung der Schutzwirkung, Herauslösen von Allergenen) zwischen Creme oder Desinfektionsmittel und Handschuhmaterial zu verhindern (Hamnerius et al. 2019; Kleesz 2015; Sonsmann et al. 2021).

Im Arbeitsablauf sollte daher genügend Zeit eingeplant werden, damit eine aufgetragene Hautschutzcremes und/oder ein Händedesinfektionsmittel vor dem Handschuhtragen vollständig eingezogen beziehungsweise verdunstet ist. Ferner sollten unter Handschuhen verwendete Hautschutzprodukte herstellerseits für diesen Einsatzzweck ausgelobt sein (Sonsmann et al. 2021).

Kontamination beim Ausziehen von Handschuhen

Handschuhe sollten ohne Kontakt der Haut mit der kontaminierten Handschuhaußenseite ausgezogen werden (TRGS 401; Wilke et al. 2022). Studien konnten nachweisen, dass die „falsche Technik“ zu Kontaminatio­nen der Hände führt (Oreskov et al. 2015; Rawson et al. 2005; Tomas et al. 2015). Kontaminationsfreie Techniken des An- und Ausziehens von Einmalhandschuhen sollten daher in Schulungen eingeübt werden; die Effektivität solcher Schulungen konnte mehrfach nachgewiesen werden (Oreskov et al. 2015; Rawson et al. 2005). Beispiele für entsprechende Techniken und Materialien (z. B. Videos) finden sich am Ende des Artikels unter „Weitere Infos“.

Fazit

Neben der Auswahl und Bereitstellung adäquater Schutzhandschuhe ist deren korrekte Anwendung in der Praxis ein wesentliches Element des Hautschutzes, damit das Tragen von Handschuhen nicht unfreiwillig zum Hautrisikofaktor wird.

Falsche Handlungsroutinen können sich in das Handschuhtragen „einschleichen“ und deren Veränderung kann eine Herausforderung darstellen, was über eine längere Zeit begleitet werden muss, um neue Verhaltensweisen einzuüben. Die Schulung von Beschäftigten zur richtigen Verwendung von Schutzhandschuhen in Kombination mit betrieblichen Hautschutzplänen kann hier eine zentrale Rolle spielen.

Für die Beratungspraxis kann es entscheidend sein, die „richtigen Fragen“ zu stellen. So können sich an die einfache Aussage „Ich trage Handschuhe bei der Arbeit“ weitere Fragen anschließen, um eventuelle Anwendungsfehler und Optimierungspotenziale zu identifizieren, zum Beispiel: Welche Handschuhe bei welcher Tätigkeit? Wie oft wird ein neues Paar verwendet? Wie lange werden die Handschuhe am Stück getragen? Wie sehen die Handschuhe und die Hände am Ende eines Arbeitstages aus? Warum sind die Hände trotz Schutzhandschuhen verschmutzt? Gibt es Tätigkeiten, bei denen keine Handschuhe getragen werden und warum?

Die individuelle Beratung und die Bereitstellung passender und geeigneter Handschuhe können die Anwenderakzeptanz und damit den Hautschutz in der Praxis unterstützen.

Interessenskonflikt: Als Mitarbeitende des iDerm sind die Autorinnen in die ambulante und stationäre Schulung und Beratung von Patientinnen und Patienten mit berufsbedingten Hauterkrankungen involviert. Interessenskonflikte liegen nicht vor.

Literatur

DGUV: DGUV Information 212-007. Chemikalienschutzhandschuhe. Berlin: DGUV, 2009.

DGUV: DGUV Regel 100-001: Grundsätze der Prävention. Berlin: DGUV, 2014.

DIN EN ISO 21420 2020: Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren.

Espasandín-Arias M et al.: Natural rubber gloves might not protect against skin penetration of methylisothiazolinone. Contact Dermatitis 2014; 70: 249–251.

Fartasch M et al.: Evidence of increased skin irritation after wet work: impact of water exposure and occlusion. Contact Dermatitis 2012; 67: 217–228.

Hamnerius N et al.: Skin exposure to the rubber accelerator diphenylguanidine in medical gloves – An experimental study. Contact Dermatitis 2019; 81: 9–16.

Hübner NO et al.: Einsatz wiederaufbereitbarer textiler Unterziehhandschuhe für medizinische Tätigkeiten: eine Machbarkeitsstudie. Zentralbl Chir 2016; 141: 62–67.

Katta R: Common misconceptions in contact dermatitis counseling. Dermatol Online J 2008; 14: 2.

Kleesz P: Einzelfragen zum Hautschutz: Hautschutz unter okklusiven Bedingungen. Sicher ist sicher – Arbeitsschutz aktuell 2015; 12/15: 627–628.

Kramer A et al.: Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI). Bundesgesundheitsbl 2016; 59: 1189–1220.

Kwon S et al.: Role of protective gloves in the causation and treatment of occupational irritant contact dermatitis. J Am Acad Dermatol 2006; 55: 891–896.

Oreskov KW et al.: Glove use among hairdressers: difficulties in the correct use of gloves among hairdressers and the effect of education. Contact Dermatitis 2015; 72: 362–366.

Rawson BV et al.: Internal contamination of gloves: routes and consequences. Ann Occup Hyg 2005; 49: 535–541.

Sonsmann FK et al.: Hautschutz in Pflegeberufen. Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2021; 56: 532–538.

Tomas ME et al.: Contamination of Health Care Personnel During Removal of Personal Protective Equipment. JAMA Intern Med 2015; 175: 1904–1910.

TRGS 401 2011: Gefährdung durch Hautkontakt Ermittlung – Beurteilung – Maßnahmen. Ausgabe: Juni 2008 zuletzt berichtigt GMBl 2011 (9): 175.

Wilke A et al.: Gesundheitspädagogische Patientenberatung in der Individualprävention: Chancen und Herausforderungen bei der Optimierung personenbezogener Schutzmaßnahmen am Beispiel konkreter Fälle aus der Praxis. Dermatol Beruf Umwelt 2020; 68: 159–157.

Wilke A et al.: Interprofessionalität in der stationären Individualprävention: Die Perspektive der Ergotherapie in der Versorgung berufsdermatologischer Patientinnen und Patienten. Dermatol Beruf Umwelt 2022; 70: im Druck.

Wilke A et al.: Individualprävention beruflicher Kontaktekzeme: Schutzhandschuhe und Hautschutzempfehlungen im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren. Hautarzt 2018; 69: 449–461.

Zuther F: Gefährdungen durch falsche Anwendung von Chemikalienschutzhandschuhen. Sicher ist sicher – Arbeitsschutz aktuell 2008; 10/08: 564–567.

doi:10.17147/asu-1-204759

Weitere Infos

Kurzfilme der DGUV zum ­ An- und Ausziehen von Schutzhandschuhen
https://www.dguv.de/fb-psa/sachgebiete/sachgebiet-schutzkleidung/kurzfi…

Informationen des IFA zur Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen inkl. ­umfangreicher Linkliste u. a. zu Stoffdatenbanken
https://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/praxishilfen-persoenliche-schutzau…

„Schutzhandschuhe sicher ausziehen“ des Robert Koch-Instituts (RKI)
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/PSA_Fachpe…
publicationFile

„Glove Use Information Leaflet“ der WHO zur Verwendung von Einmalhandschuhen inklusive An- und Ausziehen
https://cdn.who.int/media/docs/default-source/integrated-health-service…

DGUV Regel 112-995 „Benutzung von Schutzhandschuhen“
https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/service/medien-arbeitshilfen/me…

Kernaussagen

  • Die „falsche“ Anwendung von Schutzhandschuhen kann deren Schutzwirkung herabsetzen oder selbst zum Risiko für die Hautgesundheit werden.
  • Die Problemfelder können vielfältig sein, z. B. eine ungünstige Arbeitsorganisation, falsche Lagerung, das falsche Tragen eines Handschuhs (z. B. Dauer, Verschmutzung, Verwendung durch mehrere Personen), falsche Reinigungsprozeduren, das Tragen von Handschuhen auf „frisch eingecremter“, „frisch desinfizierter“ oder verschmutzter Haut, die Mehrfachverwendung von Einmalhandschuhen oder die Kontamination beim Ausziehen.
  • In der Schulung und Beratung ist die Kenntnis möglicher Anwendungsfehler bedeutsam,
    um gemeinsam mit den Beschäftigten Optimierungspotenziale zu identifizieren und den Handschuh- und Hautschutz zu verbessern.
  • Koautorin

    Flora Karla Sonsmann
    Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Am Finkenhügel 7a, 49076 Osnabrück, und Universität Osnabrück und Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB), Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Am Finkenhügel 7a, 49076 Osnabrück

    Kontakt

    Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Annika Wilke
    Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück und Universität Osnabrück

    Foto: Universität Osnabrück/Elena Scholz

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