Persönliche Einschätzung von Polizeibeamten zu ihrer Beanspruchungssituation bei der Arbeit und individuellen Stressbewältigung im Kontext zum arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster

Ziel: Die Tätigkeit der Polizisten ist mit verschiedenen Dienstanforderungen und psychisch sehr stark belastenden Ereignissen verbunden. Im Rahmen einer Studie wurden die persönliche Einschätzung der Beanspruchungssituation bei der Arbeit und die individuelle Stressbewältigung abgefragt. Diese wurden dann im Kontext zu arbeitsbezogenem Verhaltens- und Erlebensmuster betrachtet. Kollektiv und Methode: Eine Fragebogentestbatterie (AVEM, SVF, PEBA) wurde von 83 Polizeibeamten bearbeitet. Die Probanden waren in 4 verschiedene AVEM-„Misch”-Musterzugehörigkeitsgruppen mit einer Verteilung (A 18,4 %, B 22,4 %, G 27,6 % und S 31,6 %) eingeordnet. Ergebnisse: Die statistischen Analysen zeigten, dass große signifikante Differenzen in den einzelnen Stressverarbeitungsweisen zwischen den Probanden mit unterschiedlichem arbeitsplatzbezogen Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM) bestehen. Negative und positive Stressverarbeitungsweisen, PEBA- und AVEM-Kategorien korrelieren sehr gut miteinander. Schlussfolgerungen: Bei präventivmedizinischen Maßnahmen sollte man sich stärker auf eine Erhöhung der Stressbewältigungskompetenz des jeweiligen Polizeibeamten konzentrieren.
Aim: Police work makes a variety of demands on policemen during daily work routine and is associated with events involving considerable mental stress. In the present study police officers were questioned as to their personal assessment of work-related stress situations and their individual ability to cope. The answers were analysed in the context of workrelated behaviour and experience patterns. Collective and Methods: A battery of questionnaires (AVEM, SVF, PEBA) was filled in by 83 police officers. The test persons were classified in one of four different work-related patterns of behaviour and experience (AVEM: Occupational Stress and Coping Inventory) with a distribution: A 18.4 %, B 22.4 %, G 27.6 %, and S 31.6 %. Results: Statistical analysis revealed enormous differences in the individual ability to cope in police officers with different workrelated patterns of behaviour and experience (AVEM). There exists a good correlation between negative and positive stress accomplishments, PEBA and AVEM categories. Conclusions: Medical prevention should concentrate on increasing the ability of the individual police officer to cope with stress situations.

Downloads:

  • zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Weitere Artikel zum Thema

ASU-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den ASU-Newsletter kostenlos abonnieren:

ASU-Jobbörse

An der richtigen Stelle suchen. Bei der reichweitenstärksten Stellenbörse für die Arbeitsmedizin.

Zur Jobbörse

Kostenloses Probe-Abo

Die aktuelle Ausgabe

Gratis
Probe-Lesen

Jetzt kostenlos testen

Testen Sie unverbindlich zwei Ausgaben „ASU –Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin“