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Neueste ASU-Artikel aus der Wissenschaft

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Impfprävention bei Hebammen – Ergebnisse einer Online-Querschnittsstudie

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M.I. Frech

K. Weckbecker

E. Münster

Universität Witten/Herdecke
Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag)
Lehrstuhl für Allgemeinmedizin I und Interprofessionelle Versorgung

(eingegangen am 17.03.2025, angenommen am 08.01.2026)

Occupational health surveillance and...

Tabelle 1:   Übersicht über die einbezogenen Modellprojekte, beteiligten Rentenversicherungsträger und deren Teilnahme an Studienteilen
 Table 1: Overview of the included pilot projects, pension insurance providers and participation in sub studies

Gesamtevaluation der Modellprojekte der Renten­versicherungsträger zur Erprobung des Ü45-Checks

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Im Rahmen des Flexirentengesetzes (§14 SGB VI) ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) angehalten, einen Ü45-Check als freiwillige, berufsbezogene Gesundheitsvorsorge anzubieten und in Modellprojekten zu überprüfen. Ziel des Ü45-Checks ist es, berufsbezogene Teilhabestörungen bei Versicherten der DRV frühzeitig zu identifizieren, um passende Leistungen zur Prävention und Rehabilitation anbieten zu können und so die Gesundheit und Erwerbsfähigkeit der Versicherten möglichst lange zu erhalten.

Gewalt am Arbeitsplatz und Burnout bei Rettungsdienstmitarbeitenden und Pflegekräften in Deutschland: eine Querschnittsstudie

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Karsten Roth, Julia Köppen, Cornelia Henschke
Workplace violence and burnout among emergency medical service workers and nurses in Germany: a cross-sectional study
In: Human Resources for Health, 2025: 23:66, Online: https://doi.org/10.1186/s12960-025-01026-y

Akustische Arbeitsumgebung und Anforderungsniveau unterschiedlicher Tätigkeiten: Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024

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Personale oder situative Faktoren, wie beispielsweise die Schwierigkeit einer Arbeitsaufgabe, können zusätzlich zu den akustischen Eigenschaften von Geräuschen auch die individuellen Effekte einer akustisch ungünstigen Situation beeinflussen. In diesem Beitrag wird betrachtet, ob sich aus Ergebnissen zum Anforderungsniveau unterschiedlicher beruflicher Tätigkeiten Erkenntnisse zu den Tätigkeitskategorien in der Arbeitsstättenregel Lärm (ASR A3.7) ableiten lassen.

Neueste ASU-Artikel aus der Praxis

Ernährung am Arbeitsplatz

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Die Ernährungsmedizin hat in der Arbeitsmedizin eine zentrale Bedeutung, da Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Beschäftigungsfähigkeit ausübt. Dieser bezieht sich nicht nur auf Prävention und Therapie von chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie, kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Krankheiten, sondern auch auf kurzfristige, in der Arbeitswelt von heute sehr relevanten Faktoren wie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Beschäftigten. Die Schaffung einer „ernährungsfreundlichen“ Arbeitsumgebung sowie das Angebot von Informationen oder BGF-Maßnahmen zum Thema Ernährung tragen positiv zur Motivation und damit auch wieder zur Produktivität der Beschäftigten bei.

Digitale Gesundheitsanwendungen

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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eröffnen neue Wege der evidenzbasierten Versorgung. Sie können als „Apps auf Rezept“ verordnet werden und unterstützen Patientinnen und Patienten auch zwischen Arztkontakten. Für die Arbeitsmedizin bieten sie das Potenzial, chronische und arbeits­bedingte Erkrankungen gezielt und digital zu begleiten.

Abb. 1:   Einschätzungen zur Entwicklung von Gewaltfällen durch betriebsfremde Personen

#GewaltAngehen: Die Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung

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Massive Gewaltausbrüche gegenüber Einsatzkräften zum Jahreswechsel 2022/23 führten dazu, dass die gesetzliche Unfallversicherung im Dezember 2023 eine Kampagne gegen Gewalt startete und eine Resolution verabschiedete. Später wurden mit der Kampagne gezielt weitere Branchen mit einem hohen Risiko von Gewalt angesprochen – insbesondere auch das Gesundheitswesen. Ziel ist, auf die Bedeutung der Gefährdungsbeurteilung für die Gewaltprävention und die Nachsorge bei Gewaltvorfällen hinzuweisen.

Diskriminierungserfahrungen von Pflegenden: Vorstellung der Everyday Discrimination Scale

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Diskriminierung am Arbeitsplatz ist eine psychosoziale Belastung, die in der Pflege häufig auftritt und Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen hat. Zur Erfassung von Diskriminierung wird die amerikanische Everyday Discrimination Scale (EDS) eingesetzt. Die EDS wurde für professionell Pflegende angepasst und ins Deutsche sowie Türkische übersetzt. Für eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, die Diskriminierung berücksichtigt, steht die EDS nun zur Verfügung.

Gewaltprävention in der Notaufnahme: Umsetzung von Präventionsstrategien im klinischen Alltag

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Gewalt in Notaufnahmen ist ein weitverbreitetes Problem mit erheblichen Folgen für Mitarbeitende und Versorgung. Angesichts hoher emotionaler Belastung und unvorhersehbarer Situationen erfordert die Prävention ein integratives Schutzkonzept, das bauliche, technische und personelle Maßnahmen verknüpft. Dieser Beitrag stellt praxisorientierte Strategien zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit vor.

Gewalt an Frauen nimmt in Deutschland zu, gerade auch im häuslichen Bereich

Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu – Bundeslagebilder 2024 mit besorgniserregenden Zahlen

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Das zweite Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ wurde Ende November 2025 veröffentlicht. Zusammen mit dem Bundeslagebild „Häusliche Gewalt“ zeigt es auf, dass die Gewalt gegen Frauen zunimmt, gerade auch im häuslichen Bereich. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer. Als bislang wichtigste Ergebnisse der Umsetzung der „Gewaltschutzstrategie“ zum besseren Schutz von Frauen vor Gewalt, die von der vergangenen Bundesregierung beschlossen und von der aktuellen übernommen wurde, sind bislang die Inkraftsetzung des Gewalthilfegesetzes (GewHG) Anfang 2025 und die Einrichtung von länderspezifischen Fach- und Koordinierungsstellen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention zu nennen.

Der Vorteil des E-Arztbriefs besteht darin, dass die enthaltenen Informationen so strukturiert hinterlegt sind, dass sie direkt in das PVS übertragen werden können

Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin

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Die AG Next Generation der Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) beschäftigt sich mit Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin und kümmert sich um die Nachwuchsförderung. Die ASU-Reihe „Next Generation“ gibt einen Einblick in die AG-Arbeit, indem zentrale Themen und Projekte vorgestellt werden. Mitglieder sowie Expertinnen und Experten schildern ihre Erfahrungen und präsentieren Ideen und Lösungsansätze.

Digitale Impfmanagementsysteme ermöglichen eine strukturierte, schnelle und fehlerarme Erfassung, Dokumentation und Auswertung von Impfungen

Digitales Impfmanagement in der Arbeitsmedizin

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Impfungen gehören zu den effektivsten Präventionsmaßnahmen der modernen Medizin – und spielen auch in der Arbeitsmedizin eine wichtige Rolle. Ob Hepatitis-B-Schutz für medizinisches Personal, Impfung gegen Früh­sommer-Meningoenzephalitis (FSME) für Forstarbeiter oder die jähr­liche Grippe- beziehungsweise COVID-19-Schutzkampagne im Betrieb: Impfprävention schützt Mitarbeitende, reduziert krankheitsbedingte Ausfälle und stärkt die betriebliche Gesundheitskultur. Gleichzeitig sind Dokumentation, Nachverfolgung und Auffrischung im analogen Alltag oft zeitaufwendig und fehler­anfällig. Genau hier setzt das digitale Impfmanagement an.

Soziale Roboter bieten innovative Entlastung zum Beispiel in der Altenpflege, die durch Pflegenotstand und Fachkräfte­mangel vor großen Herausforderungen steht

Soziale Roboter in der Sozialen Arbeit: Chancen und Potenziale in der Altenpflege

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Soziale Roboter können die Altenpflege revolutionieren: Sie entlasten Fachkräfte und fördern das Wohlbefinden Pflegebedürftiger durch emotio­nale und kognitive Aktivierung. Das Beispiel des empathischen Roboters Navel zeigt, dass KI und Robotik das Potenzial haben, auch in sozialen Bereichen zu unterstützen und dabei helfen können, Versorgung auf Dauer zu sichern.

Abb. 1:   Sprachkontinuum des Deutschen. Eigene Darstellung nach Bredel u. Maaß (2016), Maaß (2020) und Husel (2022)

Potenziale und Grenzen von KI-Tools für verständliche Gesundheitskommunikation – Ergebnisse aus dem Projekt KI-GesKom

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Wie kann Künstliche Intelligenz helfen, Gesundheitsinformationen besser verständlich zu machen und wo stößt sie an Grenzen? Das Projekt KI-GesKom der Forschungsstelle Leichte Sprache untersucht, wie gut große Sprachmodell (LLMs, z. B. ChatGPT) und spezialisierte Übersetzungstools, wie beispielsweise SUMM AI, medizinische Fachtexte in Einfache Sprache übertragen. Die Ergebnisse zeigen sowohl Potenzial als auch Risiken für den Einsatz von KI zur Generierung von verständlichen Gesundheitstexten auf.

Abb. 1:   Der klassische Managementzyklus in Anlehnung an den PDCA-Zyklus (Deming-Kreis: Plan, Do, Check, Act) vereinfacht dargestellt

Stressmanagement digital augmentieren

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Stress gehört zu den wichtigen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit, auch im Unternehmenskontext. Effektives Stressmanagement erfordert klare Ziele und Maßnahmen. Digitale Technologien wie Wearables und künstliche Intelligenz bieten neue Chancen, Stressmanagement zu augmentieren, zum Beispiel für Echtzeit-Feedback, bergen jedoch auch Risiken.

Prämierte Kongress-Poster

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Die Arbeitsmedizin nimmt eine zentrale Rolle in der Primärprävention und der Förderung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel, Fachkräftemangel und immer komplexeren Anforderungen an die psychische und physische Belastbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer untersucht die Arbeit, die diesem Beitrag zugrunde liegt, den tatsächlichen Nutzen arbeitsmedizinischer Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeitenden. Basierend auf einer empirischen Untersuchung in Betrieben des Großraums Graz werden die Akzeptanz und der wahrgenommene Mehrwert der Arbeitsmedizin dargestellt und diskutiert.

Gesundheit in Pflegeberufen

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Medizinische Einmalhandschuhe indikationsgerecht einzusetzen, ist unerlässlich. Bei der Festlegung der Indikationen sollten gleichermaßen Aspekte des Infektions- und des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit zugrunde gelegt werden. Dieser Beitrag fokussiert den indi­kationsgerechten Einsatz medizinischer Einmalhandschuhe im Gesundheitswesen bei der Körperwaschung und bei Einreibungen von zu Pflegenden sowie zur Vermeidung sichtbarer Verschmutzungen der Hände, die ein Händewaschen erfordern.

EVA-Mesothel: Das neue ­Vorsorgeangebot zur Früherkennung von Mesotheliomen

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Das Erweiterte Vorsorgeangebot zur Mesotheliom-Früherkennung bei Personen mit einer anerkannten Berufserkrankung Nr. 4103 (Asbestose/­asbestbedingte Pleuraveränderungen) „EVA-Mesothel“ mittels blutbasierter Biomarker ist bundesweit gestartet. Der Artikel beleuchtet die aktuelle Situation und die Hintergründe von Früherkennungsangeboten sowie die Ergebnisse der Pilotphase von EVA-Mesothel. Für Interessierte wird die Brücke zum ärztlichen E-Learning und zur Beauftragungsmöglichkeit geschlagen.

Abb. 1:   Warften auf Hooge

Arbeitshistorische Fundstücke (Teil 1)

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Zahlreiche Museen geben einen umfassenden Einblick in die Historie des Arbeitslebens und des Arbeitsschutzes. Manche Zeugnisse vergangener ­Arbeitswelten finden sich aber auch unverändert an ihren originalen Standorten. Dort bleiben sie selbst an touristisch viel besuchten Orten den Besuchern meist verborgen. Drei derartige, sehr unterschiedliche „Hidden Places“ werden in einer Serie in den nächsten Ausgaben der ASU vorgestellt: Der Königspesel auf Hallig Hooge, eine Privatvilla in Großhansdorf und der Dom zu Köln.

Journal Information

Electronic ISSN
2363-4669

Print ISSN
0944-6052