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Arbeitsmedizin der Zukunft

Arbeitsmedizin 2030: Wie sieht die Zukunft aus?

Das PDF dient ausschließlich dem persönlichen Gebrauch! - Weitergehende Rechte bitte anfragen unter: nutzungsrechte@asu-arbeitsmedizin.com.

Occupational Medicine in 2030: What Does the Future Look Like?

Arbeitswelt im Wandel: Arbeits­medizin muss sich anpassen

Die Arbeitswelt ist das größte Präventionssetting in unserer Gesellschaft. Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner sowie Betriebsärztinnen und -ärzte tragen dazu bei, gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Beschäftigten zu befähigen, ihre Gesundheit zu fördern (Kurz u. Osterloh 2023). Deshalb ist die arbeitsmedizinische Versorgung nicht nur intersektoral zwischen medizinischer Prävention, Kuration und Rehabilitation angelegt, sondern auf die unmittelbaren Lebenswelten, insbesondere den Arbeitsplatz, fokussiert. Die Arbeitsmedizinische Regel „Ganzheitliche Vorsorge“ (AMR 3.3) betont zudem die Notwendigkeit, Vorsorgeanlässe aus unterschiedlichen Bereichen (neben Arbeitsplatz unter anderem auch aus dem Privatleben) zusammenzuführen. Insgesamt wird die Prävention am Arbeitsplatz in Zukunft an Bedeutung gewinnen (Kurz u. Osterloh 2023).

Die Arbeitswelt verändert sich durch demografischen Wandel, Digitalisierung, mobiles Arbeiten oder Klimawandel. Die Arbeitsmedizin muss sich dieser Entwicklung anpassen und sich weiter hin zu einer präventiven Medizin entwickeln. Dazu bedarf es neuer Fähigkeiten wie unternehmerischem Denken, Coaching und Consulting mit dem Ziel, die organisationale und individuelle Resilienz der Beschäftigten zu stärken (Letzel 2022). Zudem müssen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung für die Arbeitsmedizin genutzt werden. Zum Beispiel können Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses (ASA) hybrid gehalten oder telemedizinische Videosprechstunden organisiert werden. Künstliche Intelligenz kann bei der Auswertung von Gesundheitsdaten und der Entwicklung neuer Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden.

Arbeitsmedizin: Neue Herausfor­derungen in der VUCA-Welt

Die Arbeitswelt ist heute von Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambiguität (VUCA) geprägt. Volatilität in der Arbeitswelt bedeutet, dass sich Arbeitsbedingungen und Anforderungen ständig ändern. Dies kann zu Unsicherheit und Stress bei Beschäftigten führen. Volatilität macht die Arbeitswelt jedoch auch diverser und dynamischer, da sich neue Arbeitsformen entwickeln wie zum Beispiel Crowdworking. Die Flexibilisierung oder Ungewissheit von Arbeitsort und -zeit kann jedoch auch zu einer Entgrenzung von Berufs- und Privatleben führen. Dies kann sich negativ auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirken (Böckelmann 2018). Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung sind gefordert, um Entgrenzung einzudämmen. Zudem nimmt die Komplexität von Arbeitsinhalten zu. Dies führt zu höheren Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten und Führungskräfte.

Die zunehmende Digitalisierung bietet neben Chancen ebenfalls Risiken (Letzel 2022; Böckelmann u. Minow 2018). So kann die Informationsüberflutung auf diversen Kanälen nicht nur zu einer Mehrdeutigkeit von Informationen, sondern auch zu Auswirkungen auf die Arbeitsleistung führen (Piecha u. Hacker 2020).

DGAUM und Nachwuchskräfte der Arbeitsmedizin diskutieren ­Zukunftsfragen

Im Januar 2023 kamen Vorstandsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und Nachwuchskräfte der Arbeitsmedizin zu einem Workshop zusammen. Gemeinsam wurden sowohl Zukunftsfragen und Per­spektiven in den Fachgebieten Arbeitsmedizin und Umweltmedizin diskutiert als auch überlegt, wie die Fachgesellschaft sich im Zuge der sich wandelnden Arbeitswelten selbst weiterentwickeln sollte, um auch in der Zukunft der im Satzungstext verbürgten Selbstverpflichtung entsprechen zu können, nämlich „an der bestmöglichen arbeitsmedizinischen und umweltmedizinischen Betreuung der Bevölkerung“ mitzuwirken.

Im Rahmen des Workshops wurden drei Arbeitsgruppen etabliert mit den inhaltlichen Schwerpunkten „Zukunftsfähige Arbeitsmedizin“, „Identität der Arbeitsmedizin“ und „Anspruch an arbeitsmedizinisches Handeln“. Auf weiteren digitalen Meetings der Arbeitsgruppe (AG) „Identität der Arbeitsmedizin“ wurden Ziele definiert (s. Infokasten) und eine Online-Umfrage konzipiert. Diese Umfrage wurde während der Jahrestagung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft 2023 begonnen und bis Anfang Mai 2023 durchgeführt. Alle Autorinnen und Autoren dieses Beitrags sind Mitglieder dieser AG.

Umfrage zur Zukunft der Arbeits­medizin

Das Ziel der Umfrage war es, ein Meinungsbild aller arbeitsmedizinisch interessierten Mitglieder und Nichtmitglieder der DGAUM zu erheben, wie die Arbeitsmedizin der Zukunft aussehen soll und was die Alleinstellungsmerkmale der Fachdisziplin Arbeitsmedizin sind. Die Auswertung dient als Grundlage für die Entwicklung einer Markenstrategie zur Vision Arbeitsmedizin 2030.

Im Zeitraum vom 07.03.2023 – 07.05.2023 erfolgte eine Online-Befragung (mittels SoSci-Survey, München). Auf die Umfrage wurde während der Jahrestagung der DGAUM 2023 in Jena sowie in zwei Newslettern der DGAUM (März und April 2023) aufmerksam gemacht.

Der Fragebogen beinhaltete neben soziodemografischen Angaben (Alter, Geschlecht, Profession, Berufserfahrung und Tätigkeitsort, z. B. überbetriebliches Zentrum, Universität, Behörde) die folgenden drei offen zu beantwortenden Kernfragen:

  • Was ist für Sie ein (positives) Allein­stellungsmerkmal der Arbeitsmedizin?
  • Warum würden Sie die Arbeitsmedizin weiterempfehlen?
  • Wie soll die Arbeitsmedizin der Zukunft aussehen?
  • Berücksichtigt wurden alle Teilnehmenden, die mindestens die erste Kernfrage beantwortet haben. Mehrfachantworten waren möglich und sollten mittels Satzzeichen voneinander getrennt werden. Es erfolgte eine qualitative Auswertung der Antworten. Die Rücklaufzahlen über die Zeit der Befragung sind in ➥ Abb. 1 dargestellt.

    Ergebnisse

    Soziodemografische Daten

    Insgesamt wurden 273 Datensätze (54 % männlich, 45 % weiblich, 1 % divers) ausgewertet. Das mittlere Alter lag bei 53,3 ± 11,9 Jahren. 34 % der Befragten arbeiteten seit
    2010–2019 in der Arbeitsmedizin. 8 % der Befragten waren erst seit 2020 in der Arbeitsmedizin tätig. Die soziodemografischen Daten sind in ➥ Tabelle 1 dargestellt.

    89,4 % (n = 244) der Teilnehmenden waren Ärztinnen und Ärzte, weitere 5,5 % (n = 15) waren „Andere“ ohne weitere Angabe. Die weiteren 5,1 % verteilten sich auf Naturwissenschaftlerinnen/-wissenschaftler (2,2 %, n =  6), Psychologinnen/Psychologen (1,8 %, n = 5), Fachkräfte für Arbeitssicherheit (0,7 %, n = 2) und Assistentinnen/Assistenten (0,4 %, n = 1). Die Angabe zum Tätigkeitsort der Befragten ist in ➥ Abb. 2 dargestellt.

    Tabelle 1:  Soziodemografische Daten der ­Teilnehmenden

    Tabelle 1: Soziodemografische Daten der ­Teilnehmenden

    Auswertungen der Kernfragen

    Da Mehrfachnennungen möglich waren, gab es 524 Nennungen zu Alleinstellungsmerkmalen der Arbeitsmedizin (➥ Abb. 3). Mit 135 Nennungen war „Gesundheitsförderung und Prävention“ als Alleinstellungsmerkmal am häufigsten genannt, wobei nur zehn Nennungen die Gesundheitsförderung einzeln aufführten. Mit deutlichem Abstand wurde die „Interdisziplinarität/Interprofessionalität“ am zweithäufigsten genannt (n = 70). Als dritthäufigste Alleinstellungsmerkmale waren „Vielfalt/bunt/neue spannende Probleme“ in der Arbeitsmedizin und „Kenntnisse über Arbeitsplatz/-bedingungen“ mit je n = 33 gelistet. Geäußerte Alleinstellungsmerkmale im zweistelligen Bereich sind in der Abb. 3 angegeben. Sonstige Nennungen waren beispielsweise „flexibel/planbar“, „Früherkennung von Erkrankungen beziehungsweise arbeitsbedingte
    Erkrankungen oder Berufskrankheiten“, „gesellschaftspolitisch“, „kein Wochenend- oder Schichtdienst“, „Nähe zum Leben/Sendung mit der Maus“, „Sachverstand/Begutachtung“.

    Es wurden 498 Nennungen zur „Weiterempfehlung der Arbeitsmedizin“ registriert. Hier stand die Antwort „Vielfalt/bunt/neue spannende Probleme“ auf Platz 1 (n = 79). Dicht folgend fand sich erneut „Gesundheitsförderung und Prävention“ auf Platz 2 mit n = 51 Antworten und die Angabe von Work-Life-Balance mit n = 44 Stimmen auf Platz 3. Die häufigsten Gründe für Weiterempfehlungen sind in ➥ Abb. 4 aufgeführt. Weitere Empfehlungsgründe waren zum Beispiel „Forschung“, „Gestaltungsmöglichkeiten“, „Erhalt der Arbeits-, Beschäftigungs-/Erwerbsfähigkeit“, „Zeit für Kunden/Probanden“, „Vernetzung“, „gesellschaftlich/gesellschaftspolitisch“, „Erreichbarkeit von Menschen, die durch die klassische Hausarztlücke fallen beziehungsweise Erreichbarkeit von Probanden“. Sechs Personen (2,2 %) würden die Arbeitsmedizin nicht weiterempfehlen.

    Bei der Frage „Wie soll die Arbeitsmedizin der Zukunft aussehen?“ konnten 417 Antworten ausgewertet werden. Platz eins bis fünf sind nachfolgend aufgeführt:

  • Platz 1: ganzheitlich (n = 36)
  • Platz 2: digital/digitale Akte/hybrid (n = 33)
  • Platz 3: Beratung/beratungsstark/weniger evidenzlose Vorsorgen (n = 29).
  • Platz 4: Prävention (n = 26)
  • Platz 5: Netzwerk bildend (n = 21)
  • Weitere Antworten im zweistelligen Bereich sind in der ➥ Abb. 5 gelistet. Andere Meinungen waren auch beispielsweise „modern“, „Arbeitsmedizin als Lotse beziehungsweise Gestalter in der Gesundheitsversorgung“, „gesellschaftspolitisch“, „klimaneutral und nachhaltig“, „resilient“.

    Gesundheitsförderung und Präven­tion in der Arbeitswelt: positive Wahrnehmung und gesamt­gesellschaftliche Bedeutung

    Gesundheitsförderung und Prävention wurden als prägnanteste Alleinstellungsmerkmale der Arbeitsmedizin benannt. Diese Aspekte sind auch der häufigste Grund für die Weiterempfehlung der präventivmedizinisch orientierten Fachdisziplin. Der präventive Ansatz der Arbeitsmedizin konzentriert sich hierbei auf den Erhalt und die Förderung der physischen und psychischen Gesundheit sowie die damit verbundene Leistungsfähigkeit des arbeitenden Menschen. Wenn Arbeit (auf Dauer) krankmacht, sind unternehmerische, gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Folgen unvermeidbar. Um die individuelle Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden, müssen vermehrt innovative (über)betriebliche Gesundheitskonzepte entwickelt und umgesetzt werden, die Prävention und Kuration miteinander verzahnen (Oberlinner u. Webendörfer 2022).

    Ein digital hybrider (inkl. telemedizinischer) Versorgungsansatz wird von den Befragten deutlich als Zukunft (in) der Arbeitsmedizin gesehen und bietet die Chance, gerade kleine und mittelständische Unternehmen niedrigschwellig mit Präventionsangeboten zu erreichen.

    „Niemals Langeweile“, „weil die Arbeitsmedizin vielfältig, bunt und interdisziplinär ist“, indem man immer wieder einen Perspektivwechsel einnehmen oder gar „um die Ecke“ denken muss; die Befragten sind von neuen Produktionsstätten und Arbeitsabläufen begeistert. Sie finden den Praxis­alltag in diesem Bereich nicht trist, sondern voller Herausforderungen und Möglichkeiten für kreative Lösungen. In den Jahren 2020 bis 2022 haben 1440 Ärztinnen und Ärzte alle arbeitsmedizinischen Pflichtmodule für die Facharztweiterbildung absolviert (DGAUM 2023). Trotz steigender Anzahl von Fachärztinnen und -ärzten besteht in der Arbeitsmedizin weiterhin ein hoher Bedarf an Nachwuchs. Um junge Ärztinnen und Ärzte für dieses Fach zu begeistern, könnte bereits im Medizinstudium die Vielfalt und Bedeutung der Arbeitsmedizin für die ärztliche Versorgung vermittelt werden. Innovative Lehrmethoden wie das Problemorientierte Lernen (POL) könnten dabei hilfreich sein. Im universitären Kontext sollte auch auf die vielfältigen Forschungsfelder hingewiesen werden.

    Eine Möglichkeit, die betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken, ist die Einrichtung eines interdisziplinären Präventionsteams. Dieses Team sollte obligat aus den Tätigkeitsfeldern Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit unter Beratung der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie weiteren Disziplinen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung zusammengesetzt sein. Die Zusammenarbeit in einem solchen Team würde es ermöglichen, Themen ganz unterschiedlicher Herkunft miteinander zu erarbeiten und einer Lösung zuzuführen. Der Vorteil: Betriebsärztinnen und -ärzte bleiben weiterhin verantwortlich, werden aber durch das Team entlastet (Kirsch 2015). Die wesentlichsten Ableitungen aus der Befragung werden in den Kernaussagen zusammengefasst.

    Fazit

    Die Arbeitsmedizin muss sich für die Zukunft neu ausrichten. Dazu braucht sie eine klare Vision, konkrete Strategien und messbare Ziele. Erste Schritte in diese Richtung sind mit der Digitalisierung des Fachs verbunden, um neue Versorgungsangebote zu entwickeln, unter der Betonung des ganzheitlichen Ansatzes und der Stärkung der Schnittstellen zu Prävention, Kuration und Rehabilitation. Förderlich ist auch der positive Trend der zunehmenden Facharztanerkennungen.

    Eine starke, vernetzte und motivierte
    arbeitsmedizinische Betreuung und Versorgung kann für Betriebe und Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Sie kann dazu beitragen, neue Arbeitskräfte zu gewinnen, vorhandene Fachkräfte zu binden sowie erfahrenen, älteren Beschäftigten beziehungsweise leistungsgewandelten oder vulnerablen Mitarbeitenden weiterhin die Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen (aerzteblatt.de; ASU 2023, s. „Weitere Infos“).

    Der akademische Beruf Arztassistentin oder -assistent beziehungsweise Physician Assistant gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung und bietet ebenfalls eine Chance für die Arbeitsmedizin, um bestimmte ärztliche Aufgaben zu delegieren (Kirsch 2015; Herrmann 2022). Ebenso ermöglicht auch die zertifizierte arbeitsmedizinische Assistenz (Zafa) Möglichkeiten zur Delegation von ärztlichen Aufgaben.

    Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist geplant, das hier vorgestellte Meinungsbild als Grundlage für eine weitere fokussierte Strategieentwicklung zu nutzen und diese weiter auszuarbeiten. Daher: Seien Sie gespannt – wir lassen von uns hören.

    Interessenkonflikt: Die Autorinnen und Autoren SSS, JL, CO und TN sind Mitglieder des DGAUM-Vorstands. Das Autorenteam gibt an, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

    Literatur

    Böckelmann I: Auswirkungen neuer Arbeitswelten auf die Menschen. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2018; 53: 308–311.

    Böckelmann I, Minow A: Nutzung digitaler Assistenzsysteme. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2018; 53: 702–707.

    Herrmann H: Vom Personalmangel zu neuer Aufgabenverteilung: Die Rolle des Physician Assistant im deutschen Gesundheitswesen. In: Krauss S, Plugmann P (Hrsg.): Innovationen in der Wirtschaft: Trends in Industrie, Bildung und Gesundheit. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 2022, S. 269–280.

    Kirsch F: Die zukunfts- und praxisorientierte Gestaltung der betriebsärztlichen Betreuung – Ein Modellprojekt. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2015; 50: 810–817.

    Kurz C, Osterloh F: Prävention: Vorbeugen statt heilen. Dtsch Arztebl International 2023; 120: A-287.

    Letzel S: Wir fragen, Expertinnen und Experten antworten. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2022; 57: 210–216.

    Oberlinner C, Webendörfer S: Sektoren vernetzen – Werte schaffen. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 2022; 57: 16–18.

    Piecha A, Hacker W: Informationsflut am Arbeitsplatz – Umgang mit großen Informationsmengen vermittelt durch elektronische Medien. Projektnummer: F 2373. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2020.

    doi:10.17147/asu-1-342887

    Weitere Infos

    aerzteblatt.de: Arbeitsmediziner wollen auf politische Agenda
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/141723/Arbeitsmediziner-wollen-a…

    Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit als Instrument gegen den Fachkräftemangel. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed, 2023
    https://www.asu-arbeitsmedizin.com/praevention/erhalt-der-beschaeftigun…

    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin: Mehr Facharzttitel, mehr Weiterbildungen – die Arbeits- und Betriebsmedizin gewinnt an Attraktivität
    https://www.dgaum.de/kommunikation/pressemitteilungen/meldung/?tx_ttnew…

    Abb. 2:  Verteilungen der Befragten (n = 273) hinsichtlich ihres Tätigkeitsortes (BG = Berufsgenossenschaften, UK = Unfallkasse, DGUV = Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

    Abb. 2: Verteilungen der Befragten (n = 273) hinsichtlich ihres Tätigkeitsortes (BG = Berufsgenossenschaften, UK = Unfallkasse, DGUV = Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
    Abb. 3:  Geäußerte Alleinstellungsmerkmale in der Arbeitsmedizin, Darstellung der Antworten im zweistelligen Bereich von n = 524

    Abb. 3: Geäußerte Alleinstellungsmerkmale in der Arbeitsmedizin, Darstellung der Antworten im zweistelligen Bereich von n = 524
    Abb. 4:  Gründe für Weiterempfehlungen der Fachdisziplin Arbeitsmedizin, Darstellung der ­Antworten im zweistelligen Bereich von n = 498

    Abb. 4: Gründe für Weiterempfehlungen der Fachdisziplin Arbeitsmedizin, Darstellung der ­Antworten im zweistelligen Bereich von n = 498
    Abb. 5:  Meinungen zur Zukunft in der Arbeitsmedizin, Darstellung der Antworten im zweistelligen Bereich von n = 417

    Abb. 5: Meinungen zur Zukunft in der Arbeitsmedizin, Darstellung der Antworten im zweistelligen Bereich von n = 417

    Kernaussagen

    Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Befragung:

  • Ganzheitliche Arbeitsmedizin mit Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention als tragende Säule im Gesundheitswesen (gemäß AMR 3.3).
  • Stärkung der beratenden Funktion der Arbeitsmedizin.
  • Digital hybride (telemedizinische) Arbeitsmedizin, um auch kleine und mittelständische ­Unternehmen zu erreichen.
  • Stärkung der Schnittstelle zur kurativen Medizin.
  • Delegation von ärztlichen Aufgaben, Arztassistenz in der Arbeitsmedizin.
  • Notwendigkeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin.
  • Info

    Ziele der AG „Identität der Arbeitsmedizin“

  • Erstellung einer Stellungnahme über Zukunftsfragen und Perspektiven der Fachgebiete von Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (gemeinsam mit den anderen Arbeitsgruppen),
  • Entwicklung eines strategischen Ansatzes zur „Marke“ Arbeitsmedizin unter Berücksich­tigung von Alleinstellungsmerkmalen in der Arbeitsmedizin und die
  • Stärkung des Images der Arbeitsmedizin im gesamtgesellschaftlichen Diskurs.
  • Koautoren

    Kontakt

    Dr. med. Beatrice Thielmann
    Bereich Arbeitsmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Leipziger Str. 44; 39120 Magdeburg und BAD Hamburg City-Süd, Nagelsweg 39, 20097 Hamburg

    Foto: privat

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