Führungskräfte sind zentrale Akteure für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Im Projekt „Gesund und sicher in der Physiotherapiepraxis“ wurde ein Konzept zur stufenweisen Umsetzung der alternativen arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung erprobt. Der Fokus lag auf der Stärkung der Präventionskompetenz von Praxisinhaberinnen und -inhabern im Allgemeinen und auf der Verbesserung der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung im Speziellen. 36 Physiotherapiepraxen nahmen teil und absolvierten vier Schulungsmodule nach dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus. Die Inhalte orientierten sich an der BGW-Fassung der DGUV Vorschrift 2 und wurden branchenspezifisch angepasst. Zur Gefährdungsbeurteilung stand ein selbstentwickeltes Online-Instrument zur Verfügung. Ergänzend gab es arbeitsmedizinische Beratung und digitale Austauschmöglichkeiten. Die Evaluation erfolgte über Online-Befragungen, Feedbackgespräche und Nutzungsdaten. Die Teilnehmenden zeigten hohe Zufriedenheit mit dem Schulungskonzept und verbesserten ihr Wissen sowie die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung kontinuierlich. Das Konzept liefert Impulse für den Arbeitsschutz in kleinen Physiotherapiepraxen und besitzt Modellcharakter für andere Branchen.
Unter dem Begriff Gender Gaps werden verschiedene (insbesondere ökonomische) Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zusammengefasst, die sich auf unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Alle diese Gender Gaps sind eng miteinander verknüpft und führen zu langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Nachteilen für Frauen. Insbesondere die geschlechtsspezifischen ökonomischen Lücken zwischen Männern und Frauen werden vor allem durch die geringere Stundenzahl verursacht, die Frauen in Deutschland für Erwerbsarbeit verwenden.
Der Konsum von Alkohol und Drogen kann in der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen haben. Insbesondere bei suchtkranken Beschäftigen besteht das Risiko, dass trotz betrieblicher Gefahren Alkohol oder andere Suchtmittel konsumiert werden. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Einsamkeit ist die schmerzhafte Lücke zwischen gewünschten und realen Kontakten. Sie gefährdet die psychische sowie physische Gesundheit massiv und verursacht hohe gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Kosten, weshalb sie zunehmend politisch relevant wird.
Tropische Infektionserreger in Europa, ein sich rasch verändernder Alpenraum, eine fortschreitende Erwärmung der Ostsee: Der Klimawandel verändert den europäischen Kontinent. Gemäß Auswertungen des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus erwärmt sich Europa seit den 1980er-Jahren etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Er ist damit der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Das hat Auswirkungen: Reisende innerhalb Deutschlands und Europa müssen sich auf neue Gesundheitsrisiken einstellen. Darauf weist die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) hin.
Trauen sich Beschäftigte, gesundheitliche Anliegen und Bedürfnisse rund um ihr Wohlbefinden offen anzusprechen, könnten deutsche Unternehmen jährlich 30,5 Milliarden Euro an zusätzlicher Produktivität gewinnen. Das macht eine neue Studie der internationalen Normungsorganisation BSI (British Standards Institution) deutlich.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Protschka, Peter Felser, Julian Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD (Drucksache 21/934). Die Fragesteller baten die Bundesregierung um Auskunft zu den bestehenden Fördersystemen, Umsetzungsständen und geplanten Maßnahmen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche.
Mit dieser Ausgabe beginnt etwas Neues – und doch bauen wir auf etwas Vertrautem auf: ErgoMed und ASU gehen fortan gemeinsame Wege. Zwei arbeitsmedizinische Fachzeitschriften, die viele Jahre lang – mit unterschiedlichen Akzenten – dieselbe Sache im Blick hatten: gesunde Arbeit unter realen Bedingungen.
Der Gentner Verlag baut sein Engagement im Bereich Arbeitsmedizin und Prävention weiter aus: Zum 31. Januar 2026 hat der Gentner Verlag das renommierte Fachmedium ErgoMed/Praktische Arbeitsmedizin vom Dr. Curt Haefner-Verlag übernommen.