Wie gehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit psychischen Belastungen bei der Arbeit um? Mit der Befragungsstudie „Aktive Gefährdungsvermeidung bei psychischer Belastung in KMU: Eine repräsentative Betriebsbefragung (BAuA-KMU-Survey)“ hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine einzigartige Datengrundlage geschaffen, um dieser Frage nachzugehen. Insgesamt wurden 3094 Unternehmen befragt.
Die Stimmung der niedergelassenen Ärzte in Deutschland ist regelrecht abgestürzt: Im 3. Quartal 2026 fiel der Stimmungswert auf –48,5 Punkte – mehr als 20 Punkte unter dem Wert der vorherigen Erhebung und so tief wie noch nie seit Beginn des Stimmungsbarometers vor über 20 Jahren. Der bisherige Negativrekord lag bei –38,7 Punkten. Treiber des Absturzes ist vor allem der massive Einbruch bei den wirtschaftlichen Erwartungen: Die Einschätzung der Entwicklung in den kommenden sechs Monaten verschlechterte sich gegenüber der vorherigen Erhebung um fast 35 Punkte.
Ein Forschungsteam hat Mikro- und Nanoplastik (MNP) in menschlichen Gehirnen nachgewiesen. Verglichen wurde gesundes mit krankhaftem Gewebe. Dabei fiel auf, dass die Konzentration von MNP in Hirntumoren und im umgebenden Gewebe von Hirntumoren höher lag als in gesundem Gewebe. Damit ist allerdings nicht gezeigt, dass MNP Auswirkungen auf das Wachstum von Hirntumoren hat oder diese auslöst. Auch die Autoren weisen darauf hin, dass die Daten keine kausalen Zusammenhänge zeigen: Ob MNP einen Hirntumor bedingen oder ein Hirntumor Mikroplastik in sich anreichert, kann anhand der vorliegenden Daten nicht gezeigt werden.
Zielsetzung: Diese Arbeit untersucht, wie multinationale Unternehmen Anforderungen an die psychosoziale Gefährdungsbeurteilung (PGB) in Dänemark, Deutschland und Frankreich übertragen und umsetzen sowie welche Herausforderungen dabei entstehen. Ziel ist es, die Lücke zwischen gesetzlichen Anforderungen und betrieblicher Praxis der PGB zu analysieren und zu verstehen, wie multinationale Unternehmen unterschiedliche nationale Vorgaben in interne Prozesse integrieren.
In Deutschland haben 45% der Menschen schon einmal Altersdiskriminierung erfahren, 39% der Betroffenen berichten von Altersdiskriminierung im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit. Expertinnen und Experten zufolge schadet dies, neben den Betroffenen, auch der Wirtschaft.
Die gesetzliche Unfallversicherung teilt das Ziel der Bundesregierung, die Pflicht zur Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel noch praxisnäher und risikoorientiert zu gestalten. Der Schutz vor Unfällen mit elektrischem Strom muss dabei gewahrt bleiben. Darauf weist der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hin.
Der Konsum von Alkohol und Drogen kann in der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen haben. Insbesondere bei suchtkranken Beschäftigen besteht das Risiko, dass trotz betrieblicher Gefahren Alkohol oder andere Suchtmittel konsumiert werden. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Hier setzt ein neues Web-Based Training (WBT) der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) an, das diese anlässlich der Aktionswoche Alkohol 2026 veröffentlicht hat.
Laut einer Umfrage gehen 25 % der Beschäftigten nicht davon aus, unter den derzeitigen Arbeitsanforderungen bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten zu können. Daher gewinnt zunehmend die Frage an Bedeutung, unter welchen Bedingungen Beschäftigte bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter erwerbsfähig bleiben können.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das Vorkommen von HIV, Hepatitis B und C sowie die Versorgungssituation dieser Infektionen bei inhaftierten Menschen, die Drogen konsumieren, untersucht. Mit der Pilotstudie „DRUCK-Haft“ in der Justizvollzugsanstalt Bremen im Sommer 2025 wurden auch Machbarkeit und Akzeptanz einer solchen Studie in einer JVA getestet.
Fahrerinnen und Fahrer App-basierter Lieferdienste für Essen, Lebensmittel und Waren prägen seit der Covid-19-Pandemie zunehmend das urbane Stadtbild. Doch der Arbeitsalltag der sogenannten „Delivery Rider“ ist mit erheblichen Verkehrsrisiken verbunden. Eine heute veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) zeigt eine hohe Unfallbelastung: Innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten wurde eine Ereignisrate von 0,9 Unfällen pro Person festgestellt. Im Durchschnitt erlebten damit alle Lieferdienstfahrerinnen und -fahrer knapp einen Unfall pro Jahr.
Der Krankenstand blieb im Jahr 2025 stabil. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Eine der Ausgabenpositionen wächst weiter und wird zu einem immer größeren Faktor für die gesetzliche Krankenversicherung.
In der aktuellen politischen und medialen Debatte wird eine Lösung wirtschaftlicher Herausforderungen darin gesehen, das vermeintlich zu starre Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zu lockern. Angestrebt werden unter anderem längere tägliche Arbeitszeiten und eine Abkehr vom Achtstundentag zugunsten einer reinen Wochenhöchstarbeitszeit – kurzum: die Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Führungskräfte sind zentrale Akteure für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Im Projekt „Gesund und sicher in der Physiotherapiepraxis“ wurde ein Konzept zur stufenweisen Umsetzung der alternativen arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung erprobt. Der Fokus lag auf der Stärkung der Präventionskompetenz von Praxisinhaberinnen und -inhabern im Allgemeinen und auf der Verbesserung der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung im Speziellen. 36 Physiotherapiepraxen nahmen teil und absolvierten vier Schulungsmodule nach dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus. Die Inhalte orientierten sich an der BGW-Fassung der DGUV Vorschrift 2 und wurden branchenspezifisch angepasst. Zur Gefährdungsbeurteilung stand ein selbstentwickeltes Online-Instrument zur Verfügung. Ergänzend gab es arbeitsmedizinische Beratung und digitale Austauschmöglichkeiten. Die Evaluation erfolgte über Online-Befragungen, Feedbackgespräche und Nutzungsdaten. Die Teilnehmenden zeigten hohe Zufriedenheit mit dem Schulungskonzept und verbesserten ihr Wissen sowie die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung kontinuierlich. Das Konzept liefert Impulse für den Arbeitsschutz in kleinen Physiotherapiepraxen und besitzt Modellcharakter für andere Branchen.
Unter dem Begriff Gender Gaps werden verschiedene (insbesondere ökonomische) Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zusammengefasst, die sich auf unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Alle diese Gender Gaps sind eng miteinander verknüpft und führen zu langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Nachteilen für Frauen. Insbesondere die geschlechtsspezifischen ökonomischen Lücken zwischen Männern und Frauen werden vor allem durch die geringere Stundenzahl verursacht, die Frauen in Deutschland für Erwerbsarbeit verwenden.
Der Konsum von Alkohol und Drogen kann in der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen haben. Insbesondere bei suchtkranken Beschäftigen besteht das Risiko, dass trotz betrieblicher Gefahren Alkohol oder andere Suchtmittel konsumiert werden. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Einsamkeit ist die schmerzhafte Lücke zwischen gewünschten und realen Kontakten. Sie gefährdet die psychische sowie physische Gesundheit massiv und verursacht hohe gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Kosten, weshalb sie zunehmend politisch relevant wird.
Tropische Infektionserreger in Europa, ein sich rasch verändernder Alpenraum, eine fortschreitende Erwärmung der Ostsee: Der Klimawandel verändert den europäischen Kontinent. Gemäß Auswertungen des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus erwärmt sich Europa seit den 1980er-Jahren etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Er ist damit der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Das hat Auswirkungen: Reisende innerhalb Deutschlands und Europa müssen sich auf neue Gesundheitsrisiken einstellen. Darauf weist die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) hin.
Trauen sich Beschäftigte, gesundheitliche Anliegen und Bedürfnisse rund um ihr Wohlbefinden offen anzusprechen, könnten deutsche Unternehmen jährlich 30,5 Milliarden Euro an zusätzlicher Produktivität gewinnen. Das macht eine neue Studie der internationalen Normungsorganisation BSI (British Standards Institution) deutlich.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Protschka, Peter Felser, Julian Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD (Drucksache 21/934). Die Fragesteller baten die Bundesregierung um Auskunft zu den bestehenden Fördersystemen, Umsetzungsständen und geplanten Maßnahmen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche.
Mit dieser Ausgabe beginnt etwas Neues – und doch bauen wir auf etwas Vertrautem auf: ErgoMed und ASU gehen fortan gemeinsame Wege. Zwei arbeitsmedizinische Fachzeitschriften, die viele Jahre lang – mit unterschiedlichen Akzenten – dieselbe Sache im Blick hatten: gesunde Arbeit unter realen Bedingungen.
Der Gentner Verlag baut sein Engagement im Bereich Arbeitsmedizin und Prävention weiter aus: Zum 31. Januar 2026 hat der Gentner Verlag das renommierte Fachmedium ErgoMed/Praktische Arbeitsmedizin vom Dr. Curt Haefner-Verlag übernommen.