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Was hat die heutige Ernährung mit Darmkrebs zu tun?

In diesem Jahr steht der Darmkrebsmonat unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und trägt das Motto: „Ein kleiner Schritt zur Darmkrebsvorsorge – ein großer fürs Leben.“ Über 200 Regionalbeauftragte der Stiftung bundesweit stellen im Rahmen zahlreicher Vorträge und Aktionen dieses Thema in den Vordergrund. 

Aktuell machen Berichte über den Einfluss des Lebensstils auf das Darmkrebsrisiko aufmerksam. Stark steigender Konsum von Fastfood, Fertiggerichten und zuckerreichen Snacks vor allem unter Jugendlichen machen deutlich, wie sehr „moderne“ Ernährungsgewohnheiten ihre Lebenswelten beeinflussen. Zahlreiche Studien haben gezeigt: Eine Ernährung mit viel verarbeitetem Fleisch, wenig Ballaststoffen und einem hohen Anteil ultraverarbeiteter Produkte fördert Entzündungen im Darm – und kann das Risiko für Darmkrebs messbar erhöhen. Experten auf der Pressekonferenz betonen, dass das Gesundheitsbewusstsein schon im Kindes- und Jugendalter beginnt, denn frühe Ernährungsgewohnheiten prägen das Risiko langfristig.

Frau Dr. Reinhild Link, Mitgründerin der Initiative „gesundekids“ machte deutlich, wie Kinder und junge Menschen durch Verhältnisprävention zu einer Änderung ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten erfolgreich motiviert werden können. Beispiele wie Schulobst, „Brotgesichter“, mobile Trinkwasserinstallationen und Peer to Peer Aufklärung sind klassische Tools. „Die Stiftung wird diesen exzellenten Ansatz, der bereits bei über 100.000 Kindern erprobt wurde, auch in ihr Informationsprogramm einbauen. Verhaltensprävention ist das eine, Verhältnisprävention aber eine bisher verkannte Messgröße, die entscheidendes bewirken kann“, kommentierte Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.