Der betriebsärztlich propagierte Hitzeschutz sollte immer eng mit Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verknüpft sein, da der bei weitem beste Hitzeschutz immer der Klimaschutz sein wird. Es sollten also nicht nur die Klimaanpassung – also der klassische Hitzeschutz –, sondern auch die Mitigation – also die Verminderung der Klimafolgen durch Klimaschutz – ihren Platz in der Arbeit der Arbeitsmediziner und Arbeitsmedizinerinnen finden.
Bereits der Untertitel des Buches verrät, dass es sich bei dem Anfang 2024 bei W. Kohlhammer erschienenen Buch „Vor Hitze schützen“ der Herausgeberinnen Henny Annette Grewe und Beate Blättner um ein Handbuch für Pflege- und Gesundheitseinrichtungen handelt. Das Buch hat 209 Seiten und betrachtet Hitzeschutzmaßnahmen und -pläne aus dem Blickwinkel derer, deren Aufgabe es ist, solche Pläne zu erstellen, umzusetzen und zu verantworten. Dabei beleuchtet es jeweils die wissenschaftliche Fundierung der Empfehlungen, die in Hitzeaktionsplänen zu finden sind. Außer von Henny Annette Grewe und der leider verstorbenen Beate Blättner, enthält das Buch Beiträge von Anna Grundel, Vanessa Holt, Dea Niebuhr, Katharina Rathmann und Hendrik Siebert.
"Der 128. Deutsche Ärztetag 2024 appelliert an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, auf eine deutliche Stärkung des UV- und Hitzeschutzes bei der Arbeit im Freien hinzuwirken.“
Der BKK Dachverband, die Arbeiterwohlfahrt und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit informieren ab sofort stationäre Langzeitpflegeeinrichtungen mit ihrem HIGELA-Hitzeresilienzprogramm rund um die Themen Hitzeschutz und Klimawandel.
Heißere und längere Wärmeperioden können insbesondere in Städten für die Bevölkerung zur Gesundheitsgefahr werden.
Klimawandel und steigende globale Durchschnittstemperaturen sorgen dafür, dass extreme Hitzeereignisse voraussichtlich häufiger auftreten und intensiver werden. Hitzewellen können eine erhebliche Belastung für Menschen darstellen.
Hitze ist aktuell das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko für die Menschen in Deutschland. Allein im Jahr 2022 kam es zu 4.500 hitzebedingten Todesfällen. Im Jahr 2018 mit seinem besonders heißen Sommer waren sogar 8.700 Hitzetote zu beklagen. Besonders hitzegefährdet sind ältere Menschen und solche mit Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, aber auch Säuglinge, Kinder und Schwangere, obdachlose Menschen und solche, die im Freien arbeiten.
Die Regelung, dass ab 26 Grad der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen soll, um das Arbeiten im Büro erträglicher zu machen und er ab 30 Grad dazu verpflichtet ist, gilt nicht für das Homeoffice. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland, das eine Fachanwältin für Arbeitsrecht zitiert.