Prof. Dr. Marvin Reuter, Inhaber der Juniorprofessor für Soziologie, insbesondere Arbeit und Gesundheit an der Universität Bamberg, bewertet Reformpläne der Bunderegierung kritisch. Er forscht insbesondere zu prekären Beschäftigungsverhältnissen, physische und psychosoziale Arbeitsbedingungen und zu Präsentismus – also dem Arbeiten trotz Krankheit.
In der Debatte über Krankheitsausfälle im Job empfiehlt die Regierungskommission für Einsparungen im Gesundheitswesen eine „stufenweise Arbeitsunfähigkeit“ einzuführen. Darüber berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
Bei Langzeit-Arbeitsunfähigkeit ist für alle Beteiligten besonders wichtig, die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit zu fördern. Welche Rolle kann dabei der Medizinische Dienst einnehmen? Die Möglichkeiten und Grenzen seiner Beteiligung werden im Folgenden aufgezeigt. Rüdiger Freudenstein
Die Fehlzeiten unter Barmer-Versicherten haben im vergangenen Jahr ein Allzeithoch erreicht.
Die Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund von Depression nimmt stetig zu. Eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz ist für eine nachhaltige Wiedereingliederung (WE) unerlässlich. Diese Studie identifiziert Faktoren zur Optimierung des Wiedereingliederungsprozesses und untersucht Ansätze für eine nachhaltige WE nach einer depressiven Episode.
Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der BASF SE wird die stufenweise Wiedereingliederung als Maßnahme des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) durchgeführt. Die arbeitsmedizinische Betreuung der Mitarbeitenden wird dabei durch das Corporate Health Management verantwortet. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die stufenweisen Wiedereingliederungen von Beschäftigten der BASF SE am Hauptstandort Ludwigshafen in den Jahren 2016 bis 2021 zu beschreiben.
Betriebliches Eingliederungsmanagement Nach einer Arbeitsunfähigkeitszeit von über sechs Wochen während der letzten zwölf Monate soll Beschäftigten nach § 167 Abs. 2 SGB IX ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) angeboten werden. Zur Umsetzung dieses Prozesses wenden sich viele Unternehmen an externe Kooperationspartner, da zunehmend individuellere und kreative Lösungswege gefragt sind. Eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerkpartnern kann das Spektrum der Ideenvielfalt erweitern. Das Berufsförderungswerk (BFW) ist eine solche Einrichtung, die mit Hilfe verschiedener Maßnahmen im BEM weitere Perspektiven für das Unternehmen und arbeitsunfähige Beschäftigte eröffnet. Katharina Weigel
Quelle: BAuA
Knapp 960 000 Arbeitsunfälle wurden 2013 in Deutschland gemeldet. Damit erreichte die Unfallquote mit 24 je 1000 Vollarbeiter den niedrigsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat im Berichtszeitraum weiter abgenommen. Mit 606...