Die „ASU“ im weltweit zugänglichen Schrifttum

Hintergrund: Die „Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin“ (ASU) ging im Jahr 1993 aus der 1965 gegründeten Zeitschrift „Arbeits-, Sozial- und Präventivmedizin“ (ASP) hervor. Sie dient mehreren zentraleuropäischen wissenschaftlichen und praxisorientierten Gesellschaften als Forum und Medium zur globalen Verbreitung von Erkenntnissen der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. Dennoch ist sie nicht im Science Citation Index (SCI) gelistet, weshalb sie keinen Impact-Faktor (IF) besitzt. Der SCI als „Hauptbühne“ der globalen Scientific Community würde die weltweite Verbreitung der in ihr veröffentlichten Erkenntnisse fördern. Fragestellungen: Welche Anforderungen gelten für die Aufnahme in den SCI, wie werden sie von der ASU erfüllt und wie lassen sich die Aufnahmechancen erhöhen? Methoden: Literaturrecherche zu den SCI-Anforderungen und Zitationsanalysen der ASU-Beiträge. Ergebnisse: Die Aufnahme in den SCI stützt sich auf (1) internationale Zeitschriftenstandards, (2) Zitationsdaten, die ein gewisses Niveau an Einbindung in die weltweit objektivierbare Forschung anzeigen und (3) nichtexplizierte Expertenurteile. Die ASU hält die Zeitschriftenstandards (regelmäßiges Erscheinen, englisches Abstrakt, Gutachtersystem usw.) ein. Die ASP war bereits im SCI geführt und wurde herausgenommen, wahrscheinlich weil ihr IF (< 0,07) auf ein niedriges Niveau fiel. Ihr gegenüber wird die ASU um ein Mehrfaches zitiert. Die Zitationen zeigen Vernetzungen mit arbeits-, sozial- und umweltmedizinischen, aber auch vielen interdisziplinären Zeitschriften an. Einfache Maßnahmen können viel zur Erhöhung der Zitationsraten beitragen. Schlussfolgerung: Der Stand und die positive Entwicklung der Zitationsraten weisen auf die Eignung der ASU für den SCI hin. Ihre Nichtaufnahme ist wegen ihrer Tradition, dem hohen Stellenwert und fehlender Konkurrenz in der deutschsprachigen Arbeitsmedizin sowie deutlicher Unterrepräsentanz deutschsprachiger Zeitschriften in der SCI-Kategorie „Public, Environmental & Occupational Health“ ein Verlust für die globale Scientific Community.
Background: In 1993 the journal “Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin” (ASU) replaced the journal “Arbeits-, Sozial- und Präventivmedizin” (ASP) that was founded in 1965. The ASU serves several scientific and practice-oriented Central European societies as a forum and medium for making known the findings in occupational, social and environmental medicine worldwide. Yet the ASU is not listed in the Science Citation Index (SCI) and consequently has no impact factor (IF) that would help to promote it worldwide. Questions: Which criteria need to be met for inclusion in the SCI, to what extent does the ASU fulfil them, and how can the chances of inclusion be increased? Methods: Literature research for the SCI requirements, and analysis of the extent to which the articles in the ASU are cited. Results: Inclusion in the SCI is based on (1) international journal standards, (2) citation data, which indicate a certain level of interconnection with the research objectifiable worldwide, and (3) the non-explicit judgement of experts. The ASU fulfils the journal standards (a regular edition, an English abstract, a peer review system, etc.). More than a decade ago the ASP was included in the SCI and was removed, probably because its IF (< 0.07) had fallen to a low level. Compared with the ASP, the ASU is cited considerably more often. The citations indicate connections with occupational, social and environmental journals as well as other interdisciplinary journals. Simple measures could promote its citation rates. Conclusions: In addition to its present status and the positive development of its citation rates, the ASU is suitable for inclusion in the SCI as a result of its tradition, its high status and lack of rivals within German-speaking occupational, social and environmental medicine, and also the conspicuously low presence of German-speaking journals in the SCI subcategory “Public, Environmental & Occupational Health”.

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