ASU-Newsletter: 12 - ASU Newsletter - das erste Jahr-2016

VORSCHAU ASU 01/2017

Schwerpunkt "Anspruchsvolle Aufgaben der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst in der Bevölkerungsmedizin"

Mit der Situation von Ärztinnen und Ärzten im Versorgungssektor „Öffentlicher Gesundheitsdienst“ befasst sich der Schwerpunkt der ASU 1/2017.
In diesem Sektor arbeiten rund 2.500 Ärztinnen und Ärzte, schreiben Dr. Annegret Schoeller und Dr. Ute Teichert.

Statistiken zeigen jedoch, dass diese Zahl deutlich rückläufig und ein erheblicher Nachwuchsmangel festzustellen ist. Dies führe dazu, dass eine hohe Zahl der Stellen bei den Gesundheitsämtern unbesetzt sei. Zudem stehe der Öffentliche Gesundheitsdienst häufig im Schatten der ambulanten und stationären Versorgung. Er rücke jedoch immer dann verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, wenn die Gesellschaft beispielsweise mit den Gefahren und Herausforderungen von Pandemien konfrontiert oder die Forderung nach verstärkten Kontrollen durch die Gesundheitsämter erhoben wird, um Hygienemängeln in Arztpraxen, Krankenhäusern und Heimen zu begegnen.

Darüber hinaus nehme der Öffentliche Gesundheitsdienst eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben wahr. Dazu zählen auch Hilfe und Beratung für Menschen, die keinen Zugang zum Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung finden. Für psychisch kranke (einschließlich suchtkranker) Menschen ist der Sozialpsychiatrische Dienst zuständig. Hinter dem Phänomen der Wohnungsverwahrlosung stehe oft eine psychische Störung des Bewohners. Der Beitrag von Dr. med. Matthias Albers gibt eine Antwort auf die Frage, was der Öffentliche Gesundheitsdienst bei Wohnungsverwahrlosung tun kann.

Wie lässt sich ärztlicher Nachwuchs für eine Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst begeistern? Am Beispiel der Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Frankfurt und dem Gesundheitsamt Frankfurt erläutern Prof. René Gottschalk und Kathrin Pientka, welche Vorzüge das Wahlpflichtertial in einem Gesundheitsamt haben kann.

Mit der Prävalenz der Cytomegalievirus-Infektion bei Beschäftigten in der Kindertagespflege und bei Blutspenderinnen sowie im Kinderkrankenhaus befassen sich Johanna Stranzinger, Jutta Kindel, Agnessa Kozak und Albert Nienhaus in einem weiteren Beitrag. Denn Erzieherinnen in Kinderkrippen der Kindertagesstätten sowie Beschäftigte in Kinderkrankenhäusern haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine Cytomegalievirus-Kontaktinfektion, wenn sie asymptomatische oder fakultative Cytomegalievirus-Ausscheider unter Kleinkindern oder immunkompromitterten Patienten und Patientinnen betreuen. Auch wenn keine zuverlässigen Daten zu Cytomegalievirus-Infektionen bei Schwangeren in diesen Beschäftigtengruppen existieren, sind die Präventionsstrategien bei Schwangeren in manchen Bundesländern dennoch sehr tiefgreifend.

Ein weiterer Beitrag befasst sich mit dem Projekt „Plan Gesundheit“, das auf die Möglichkeit der Rentenversicherung zurückgeht, Präventionsleistungen nicht nur stationär erbringen zu können, sondern diese (durch die Änderung des § 31 SGB VI) auch ambulant zu ermöglichen. In Leverkusen hat die Deutsche Rentenversicherung Rheinland gemeinsam mit der pronova BKK und dem Werksärztlichen Dienst des Chempark Leverkusen das Programm „Plan Gesundheit“ im Jahr 2011 entwickelt. Wie Birigt Künanz berichtet, läuft das Projekt bis heute erfolgreich in unterschiedlichen Branchen, wie beispielsweise in der Chemischen  Industrie, in der Metallverarbeitung und auch im Öffentlichen Dienst der Stadtverwaltung Leverkusen.

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