Typhus in Nepal – ein unterschätztes Problem

Typhus und andere invasive Salmonellosen sind schwere Erkrankungen, jährlich sterben weltweit über hunderttausend Menschen. Armut und mangelnde Hygiene sind der Grund für oft massenhaftes Auftreten, unzureichende medizinische Versorgung die Ursache für schwere, komplikative und oft auch tödliche Verläufe. Die allgemeine Situation in den hauptbetroffenen Gebieten ist auch Grund für Mängel in der Datenlage, weder die Diagnosestellung noch die Meldung von Krankheitsfällen wird zufriedenstellend durchgeführt. Aber selbst die vorhandenen rudimentären Daten erlauben gewisse Rückschlüsse. So gilt der Bereich des indischen Subkontinents als ausgewiesenes Hochrisikogebiet. Bedingt durch Resistenzentwicklungen ist die Behandlung schwieriger geworden. Viele Patienten haben keinen Zugang zu einer wirksamen Therapie. Während die Zahl an Typhus- Fällen in der letzten Zeit einiger Maßen konstant geblieben ist, hat jene von Paratyphus A-Fällen zugenommen und mittlerweile in manchen Gegenden mit jener von Typhus gleichgezogen. Eine ausreichend wirksame Impfung steht derzeit nur gegen Typhus zur Verfügung, somit kommt der Prophylaxe auf der Basis der Nahrungshygiene wie auch der Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärsituation nach wie vor große Bedeutung zu.
Typhoid fever and other systemic Salmonella infections are severe diseases responsible for more than a hundred thousand deaths each year. Poverty and inadequate hygiene facilitate massive outbreaks, lack of medical support results in severe courses of the disease leading to complications and death. Furthermore the general situation in the areas mainly affected means that the data collection is poor, neither the diagnoses nor the reporting system are trustworthy. Nevertheless even the rudimentary data available provide a serious basis for some conclusions. The Indian subcontinent is a proven high risk area for these infections. The emergence of (multi-)resistant strains has made efficacious treatment more difficult; most of the patients have no access to modern medicine. Whereas the number of reported cases of typhoid fever was rather stable in recent years, the number of S. paratyphi A infections has steadily increased and in some areas has reached the levels of typhoid fever. Vaccines with acceptable efficacy are available against typhoid fever (S. Typhi), only. Thus improvement of prophylaxis on the basis of food hygiene, drinking water quality and sanitation remains very important.

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