„Frühpension statt Prävention“? – Zur Problematik der Frühinvalidität im Schuldienst

Krankheitsbedingte Frühpensionierungen von Lehrkräften stellen heute ein gesellschaftliches, volkswirtschaftliches und sozialmedizinisches Problem ersten Ranges dar. Der Anteil der vorzeitigen Dienstunfähigkeit an den jährlichen Ruhestandseintritten liegt in dieser Berufsgruppe seit Jahren zwischen 50–60 %, wobei der gesundheitlich begründete Berufsausstieg durchschnittlich 10 Jahre vor der Regelaltersgrenze von 65 Jahren erfolgt. Sozialmedizinische Untersuchungen belegten in den letzten Jahren die herausragende Bedeutung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen im Frühpensionierungsgeschehen von Lehrkräften, wobei die Prävalenz derartiger Leiden bei Lehrerinnen durchweg höher ist als bei Lehrern. Auch angestellte Lehrpersonen werden heute mehrheitlich wegen einer Diagnose aus dem psychiatrischen oder psychosomatischen Fachgebiet frühberentet. Die nachfolgenden Ausführungen beleuchten aktuelle Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen und neuere sozialmedizinische Erkenntnisse zur Problematik der Frühinvalidität im Schuldienst.
The early retirement of teachers due to illness today represents a major social, economic and social-medical problem. For years, in this occupational group, the percentage of persons prematurely unfit for work among the annual number of persons entering retirement has been between 50 % and 60 %. Retirement from work for health reasons takes place on average 10 years before the legal retirement age of 65 years. Social-medical studies in recent years have demonstrated the predominant importance of psychic and psychosomatic illnesses in the early retirement of teachers. The prevalence of such illnesses is much higher in female teachers than in male teachers. The following article illustrates current developments, the legal framework and recent social-medical insights into the problem of early invalidity in the education services.

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