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IM BRENNPUNKT

Auch kleine Kommunikationsgeräte können Körper belasten

Auch kleine Geräte können große Auswirkungen haben: ähnlich wie die traditionellen Computertechnologien beanspruchen auch Smartphone und Tablet-PC, sogenannte Smart Devices, das Muskel- und Skelettsystem.

Bei intensiver Nutzung können statische Körperhaltung, häufige Bewegungswiederholungen und hohe Muskelaktivitäten auftreten, die den Bewegungsapparat belasten können. Zu diesem Ergebnis kommt die Übersichtsarbeit „Review zu physischer Beanspruchung bei der Nutzung von Smart Mobile Devices“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die jetzt veröffentlicht wurde.

Neue mobile Technologien wie Tablet-PCs und Smartphones finden immer weitere Verbreitung sowohl privat als auch im Büro oder Außendienst. Zunehmend findet man sie auch in der Produktion und Logistik. Neben neuen Chancen können auch neue Risiken durch diese Technologien entstehen. Das vorliegende Scoping Review bietet einen Überblick über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich körperlicher Belastung und Beanspruchung durch Tablet-PCs und Smartphones.

Anhand der Ergebnisse aus 41 wissenschaftlichen Studien werden im Review erhöhte Risiken der körperlichen Beanspruchung durch länger andauernde Verwendung von Smart Devices festgestellt. Schlechte oder wechselnde Lichtverhältnisse können zu Blendungen und Reflektionen führen. Um auf dem Display noch etwas erkennen zu können, wird das Gerät dann mit dem Körper abgeschattet, was zusätzlich zu ungünstigen Körperhaltungen beiträgt.

Grundsätzlich sollten Tablets und Smartphones daher eher kurzzeitig genutzt werden. Dem mobilen Einsatz in unterschiedlichen Beleuchtungen sollte mit möglichst reflektionsarmen Displays Rechnung getragen werden. Gewicht und Bildschirmgröße sollten mit Blick auf die Arbeitsaufgabe ausgewählt werden. Bei länger andauerndem Einsatz kann Zubehör wie eine externe Tastatur helfen, Haltung und Komfort zu verbessern.

„Review zu physischer Beanspruchung bei der Nutzung von Smart Mobile Devices“; Patricia Tegtmeier; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; 54 Seiten; DOI: 10.21934/baua:bericht20161024. Den Bericht im PDF-Format gibt es im Internetangebot der BAuA unter http://www.baua.de/publikationen.

(Pressemitteilung der BAuA vom 23.11.2016)

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