Medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation für orthopädische Patienten
Orientierender Überblick über Hintergrund, Strukturen, Inhalte und erste Studienergebnisse

Ziele und gesetzlicher Hintergrund: Vorgestellt werden die von der Weltgesundheitsorganisation und im aktuellen Sozialgesetzbuch formulierten Ziele der medizinischen Rehabilitation, die sich über kurative Aufgaben hinaus, auf die möglichst uneingeschränkte berufliche (und soziale) Reintegration beziehen.
Strukturen und Arbeitweise: Das dargestellte MBO-Konzept ist aufgebaut aus den herkömmlichen Elementen der orthopädischen Rehabilitation, ergänzt um berufsorientierte Funktionsdiagnostik und -therapie, in Form präventivmedizinischer und Trainingsmodule. Dem berufsorientiert erweiterten Leistungsspektrum entsprechend, wurden dem Rehabilitationsteam Fachleute für die berufliche Reintegrationsvorbereitung zur Seite gestellt.
Untersuchungskollektive und Methode: In einer kontrollierten Begleitstudie wurde das Interventionskollektiv einer Klinik mit MBOReha- Konzept, mit dem Kontrollkollektiv einer herkömmlich orthopädisch arbeitenden Reha-Klinik, in Bezug auf berufsrelevante Outcomes verglichen. Eine katamnestische Telefonbefragung beider Kollektive wurde zusätzlich durchgeführt.
Untersuchungsergebnisse: Gegenüber dem Kontrollkollektiv ließen sich im Interventionskollektiv und am ausgeprägtesten bei Personen „mit besonderer beruflicher Problemlage“ teils signifikante Verbesserungen auf Funktions-, Aktivitäts- und Partizipationsebene nachweisen. Im Rahmen der katamnestischen Befragung zeichneten sich Gruppen ab, bei denen das MBO-Konzept besonders gute Akzeptanz zu finden scheint.
Schlussfolgerungen: MBO-Reha-Maßnahmen scheinen, in Bezug auf die beruflich relevanten Ergebnisse, herkömmlichen Reha- Maßnahmen überlegen zu sein. Weitere kontrollierte Studien zur Überprüfung und Weiterentwicklung des Konzeptes sind erforderlich.
Objectives and legal framework: The objectives of a job-oriented concept for medical rehabilitation of orthopaedic patients (MBO), formulated by the WHO and the German social welfare legislation, are described. They involve more than curative efforts, aiming at unrestricted occupational (and social) reintegration.
Concept: The MBO concept incorporates the conventional elements of orthopaedic rehabilitation complemented by job-oriented functional diagnostics and therapy in the form of prophylactic and training modules. The rehabilitation team was enlarged to include occupational specialists.
Study collectives and methods: A controlled study compared the results (job-relevant outcome) obtained in a patient group undergoing therapy in a clinic working according to the MBO-rehabilitation concept with those from a control group from a traditional orthopaedic rehabilitation clinic. A catamnestic telephone survey was carried out for both groups.
Results: In the comparison with the control group, the most successful results with MBO were obtained in subjects “with special occupational problems” who exhibited or reported improvements (in some cases significant) in function, activity and ability to participate. The catamnestic telephone survey made it possible to categorize the types of patient in whom acceptance of the MBO concept appears to be especially good.
Conclusions: It appears that MBO-rehabilitation measures are an improvement on traditional rehabilitation therapy as far as the job-related results are concerned. Further controlled studies are needed to validate and develop the concept.

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