Modell Kurzzeitchirurgie – Das Angebot dem Bedarf anpassen

Ziel: Vor dem Hintergrund knapper Finanzmittel und der Diskussion um Mindestmengen im stationären Versorgungssektor wird die Gefährdung wohnortnaher Versorgungsangebote befürchtet. Das hier vorgestellte Modell befasst sich mit der Erhaltung eines chirurgischen akut-stationären Angebots ausgerichtet am lokalen Bedarf. Das begleitende Evaluationsprojekt prüft, ob dieser Leistungszuschnitt einer Abteilung eine kostengünstigere, jedoch qualitativ gleichwertige Versorgung ermöglicht. Kollektiv und Methode: Für eine Abteilung der Grundversorgung in Süddeutschland wurde ein kurzzeitchirurgisches Leistungsspektrum definiert. Dokumentation und Auswertung sind vertraglich festgelegt. Die Inhalte orientieren sich an der landesweiten Qualitätssicherung im Krankenhaus in Baden-Württemberg. Deren publizierte Ergebnisse dienen zum Ergebnisvergleich. Ergebnisse: Die Leistungsschwerpunkte (Hernien, Varizen, Cholezystektomien) sind mit einem kurzzeitchirurgischen Spektrum gut vereinbar. Die Komplikationsrate liegt niedrig und unterhalb landesweiter Durchschnittswerte. Facharztstandard und andere Merkmale der Strukturqualität werden eingehalten. Die Verweildauer bewegt sich zumeist in dem für die jeweilige Fallpauschale vereinbarten Korridor und unterschreitet den Landesdurchschnitt. Endoskopische Verfahren werden bevorzugt. Schlussfolgerungen: Die bisherigen günstigen Ergebnisse unterstreichen, dass ein solches Leistungsspektrum – pauschaliert vergütet und auf den regionalen Bedarf zugeschnitten – Wege eröffnen könnte, wohnortnahe akut-stationäre Versorgungsstrukturen zu erhalten und über die Anpassung der Prozesse an das spezielle Aufgabenfeld Optimierungsreserven zu erschließen.
Aim: In view of scare resources and the discussion about minimum in-patient care, there is concern that regional health care will be impaired. This model aims to preserve surgical in-patient care, adjusted to the local demand. It is yet to be seen whether limitation of what is offered will be more cost effective while providing equal quality. Method: Several procedures suitable for short-stay surgery were selected for a surgical department in southern Germany. The documentation requirements were made part of the contract. The content was based on quality assessment in hospitals in Baden-Wuerttemberg, whose published results served as a comparison. Results: The main fields of activity (hernia repair, vein surgery, cholecystectomy) are suitable for the short-stay approach. The number of complications is low and below the national average. Structural process standards were met. The length of stay corresponded with the contract agreements and was shorter than the average terms of stay in the survey data. Endoscopic surgery predominates. Conclusions: The results speak in favour of this adjusted treatment offer. It is a way of preserving local structures of in-patient care and guaranteeing quality by improving the processes involved while also saving costs.

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