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ASU NEWSLETTER 09-2016 Feedback     Impressum
EDITORIAL
 

20 Jahre Arbeitsschutzgesetz – Gefährdungsbeurteilung früher und heute

Liebe Leserin, lieber Leser,

Arbeitsschutzgesetz – den Begriff kennt wohl jeder und mancher zuckt zusammen: Gesetz - Aufsicht - Kontrolle - Oh Gott! Nun wird das Arbeitsschutzgesetz 20 Jahre alt ... aber was steht eigentlich drin? Nun - mit dem Gesetz wurde 1996 der Begriff der Gefährdungsbeurteilung aus der Taufe gehoben. Gefährdung: das klingt gefährlich, ist aber gar nicht so gemeint. Gefährdung ist im Arbeitsschutzjargon ein neutraler Begriff, beschreibt alle Umstände, denen ein Mensch bei der Arbeit begegnet. Also Lärm, Hitze, Kälte und andere physikalischen und damit gut messbaren Einflüsse. Die hatte der Arbeitgeber von nun an zu beurteilen und ggf. zu beeinflussen oder gar abzustellen. Aber Psyche – was ist das und wie lässt es sich gar messen?

Physis und Psyche – gar nicht so einfach
Neuerdings schieben sich die psychischen Gefährdungen und schließlich die psychische Erkrankungen in den Vordergrund. Sie stehen bereits an Platz 3 der AU-Statistik. Ralf Stegmann von der BAuA beschreibt den Return-to-work Prozess und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung nach einer psychischen Krise (zum Beitrag). „Personenbezogene Gefährdungsbeurteilungen“ sind dafür notwendig – ups, da sind sie schon wieder: die Instrumente des Arbeitsschutzgesetzes.

Am Ende geht es doch darum, gesunde Arbeitsbedingungen gemeinsam zu schaffen. Die BGETEM bietet dazu ein online Tool zur Erfassung psychischer Belastungen und für alle einen „Erklärfilm“. Die digitale Welt hat sich seit 1996 sehr entwickelt. Keine langweiligen Verordnungstexte mehr, sondern kurzweilige Videos wie „BGM in fünf Minuten erklärt“ von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern. Wer es noch nicht verstanden hat, kann es dort in wenigen Minuten lernen und Bilder überzeugen mehr als Paragrafen.

Ihre ASU Redaktion,

Dr. med. Ulrike Hein-Rusinek

 
IM BRENNPUNKT
 
© Thinkstock/roman023

20 Jahre Arbeitsschutzgesetz

Am 21. August 2016 wurde das Arbeitsschutzgesetz zwanzig Jahre alt. Es schuf erstmals ein einheitliches Arbeitsschutzrecht, das für nahezu alle Tätigkeitsbereiche und Beschäftigten in Deutschland gilt. mehr...

 
© Thinkstock/kieferpix

Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt: Wiedereingliederung nach einer psychischen Krise

In der September-Ausgabe der Zeitschrift ASU erschien ein wissenschaftlicher Beitrag von Ralf Stegmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, in dem es um psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt geht. Gleichzeitig wurden Ergebnisse einer qualitativen Studie vorgestellt. Wegen der Aktualität und grundsätzlichen Bedeutung des Themas ist der Beitrag ab sofort über das ASU-Onlineportal frei zugänglich.
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© thinkstock/Digital Vision

Ratgeber "Stress lass nach!"

Im Arbeitsalltag sind Beschäftigte oft Belastungen ausgesetzt. Sie haben Termindruck, müssen immer länger arbeiten, Zeitpläne können nicht eingehalten werden und Abläufe stocken. Viele Mitarbeiter gehen täglich bis an ihre Grenzen und manchmal auch darüber hinaus. mehr...

 
© Thinkstock/moodboard

Gemeinsam zu gesunden Arbeitsbedingungen

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen. Sie sind aufgefordert, psychische Gefährdungen, die zum Beispiel aus hoher Arbeitsintensität, fehlender sozialer Unterstützung am Arbeitsplatz oder Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit resultieren, zu ermitteln und erforderliche Maßnahmen abzuleiten. Entscheidend für die Prävention negativer psychischer Beanspruchungsfolgen ist die systematische Erfassung der Belastungssituation. mehr...

 
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Unterschiedliche Anforderungen in der Schichtarbeit

Schichtarbeit nimmt immer mehr zu. Dabei unterscheidet sich die Schichtarbeit in typischen Frauen- und Männerberufen. Zudem zeigen sich unterschiedliche branchen-, berufs- und tätigkeitsbezogene Arbeitsbelastungen der Beschäftigten. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Detailanalyse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012. mehr...

 
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Berufstätige Eltern haben immer weniger Zeit

Für alles zu wenig Zeit zu haben, ist heute die größte Belastung für Eltern. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Müttern und Vätern im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Knapp die Hälfte aller Befragten (47 Prozent) gab an, dass sie im Alltag durch mangelnde Zeit gestresst ist. Andere starke Belastungsfaktoren wie Finanzknappheit oder psychische Anstrengungen rangieren mit jeweils 28 Prozent weit dahinter. mehr...

 

Präventionskonzepte für Arbeitsmediziner entwickeln

Die "Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik" und weitere Träger der gesetzlichen Unfallversicherung fördern gemeinsam die Forschung und Weiterbildung in der Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Jena. Partner sind außerdem die Thüringer Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft sowie Arbeit und Gesundheit. mehr...

 
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Update: Arbeitsmedizinische Regel AMR Nr. 2.1

Im Gemeinsamen Ministerialblatt GMBl Nr. 28 vom 20. Juli 2016 (S. 558) wurde die geänderte Arbeitsmedizinische Regel Nr. 2.1 "Fristen für die Veranlassung/das Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorge" bekanntgemacht. mehr...

 
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GESTIS - International limit values for chemical agents (Occupational exposure limits)

Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV hat seine Datenbank GESTIS - Internationale Grenzwerte -  um Gefahrstoffgrenzwerte aus der Türkei erweitert. Die Nutzung der englischsprachigen Datenbank mit aktuellen Grenzwerten von 2.035 Stoffen ist kostenlos. mehr...

 
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Zentrale Expositionsdatenbank

Die Datenbank zur zentralen Erfassung gegenüber krebserzeugenden Stoffen exponierter Beschäftigter – Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) ist ein Angebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) an Unternehmen, damit diese ihre Verpflichtungen nach der Gefahrstoffverordnung erfüllen können. mehr...

 

DGAUM: Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft und die zukünftige arbeitsmedizinische Versorgung

Stellungnahme DGAUM zur Sicherung der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland mehr...

 

Neue DGUV Information 204-038 (Erste Hilfe Karte: Herz-Lungen-Wiederbelebung und Defibrillation)

Neu erschienen im Sachgebiet „Betriebliches Rettungswesen“ des Fachbereichs „Erste Hilfe“ der DGUV ist die Erste Hilfe Karte: Herz-Lungen-Wiederbelebung und Defibrillation. mehr...

 
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Aktionsbündnis Arbeitsmedizin fördert arbeitsmedizinischen Nachwuchs

Das Aktionsbündnis zur Sicherung des arbeitsmedizinischen Nachwuchses e.V. hat in diesem Jahr erstmals 17 Stipendien an Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende der Humanmedizin mit einer Gesamtsumme von 27.100 Euro vergeben. mehr...

 
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Tetanus-Todesfall bei ungeimpfter Rentnerin - ein Fallbericht aus Bayern

Eine 82-jährige Frau zog sich im April 2016 eine tiefe Schnittwunde bei der Gartenarbeit zu. Sie suchte daraufhin die Ambulanz des örtlichen Krankenhauses auf, wo die Wunde im Rahmen der Erstversorgung genäht wurde. - Am 27. Tag nach der Verletzung verstarb die Frau an kardialer Dekompensation an den Folgen der Infektion mit C. tetani. mehr...

 
PRESSESCHAU
 
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Der kranke Deutsche

In Deutschland ist der Krankenstand so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Statistiken zeigen: Es gibt einen direkten Zusammenhang zur Wirtschaftslage. Feiern die Deutschen gerne krank? mehr...

 

Warum Nachtarbeit das Krebsrisiko erhöht

Gene, die die zirkadiane Rhythmik steuern, könnten möglicherweise auch als Tumorsupressoren fungieren. Das meinen Forscher der New York University School of Medicine, die zusammen mit Leitautor Thales Papagiannakopoulos in der Fachzeitschrift Cell berichten. mehr...

 

Krankenhaus­gesellschaft wirbt für Grippe-Impfungen

Um die Zahl von Lungenentzündungen bei den besonders häufig betroffenen älteren Menschen zu reduzieren, muss die Grippe-Impfquote dringend erhöht werden. mehr...

 

Geplantes Mutterschutzgesetz sorgt für viel Kritik

Unnötige Bürokratie und ein Beschäftigungsverbot für Schwangere: Dieser mas­si­ven Kritik sieht sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wegen ihrer ge­planten Reform des Mutterschutzgesetzes ausgesetzt. mehr...

 

Anspruch auf Krankengeld muss ein Arzt bestätigen

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn eine Krankheit sie arbeitsunfähig macht. Ein Arzt muss den Anspruch für den entsprechenden Zeitraum bestätigen. mehr...

 

Sozialmedizinische Aufgaben des Arztes

Der Arzt behandelt nicht isoliert eine Erkrankung, sondern einen Patienten in einem individuellen Kontext, der Ätiopathogenese und Verlauf einer Erkrankung beeinflusst. Soziale und ökonomische Bedingungen mit Einfluss auf Gesundheit, Krankheit und die medizinische Versorgung müssen von Ärztinnen und Ärzten in der täglichen Praxis kontinuierlich berücksichtigt werden. mehr...

 

Giftkonzentration im Wasser höher als erwartet

Plastikteilchen in norddeutschen Flüssen und Meeren binden deutlich mehr Schadstoffe als bisher vermutet. Zu diesem Ergebnis kommen Hamburger Forscher Hamburg. mehr...

 

Umweltmediziner hält Sprengstoffsuchgeräte für gesundheitsschädlich

Die Sicherheitsleute am Münchner Flughafen bekommen Unterstützung aus Rheinland-Pfalz: Der von ihnen zurate gezogene Wormser Umweltmediziner Peter Germann hält es für sehr wahrscheinlich, dass sich ihre gesundheitlichen Probleme tatsächlich auf die neuen Sprengstoffsuchgeräte zurückführen lassen. mehr...

 
VORSCHAU ASU 10/2016
 
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Gesundheitsschutz im Öffentlichen Dienst

Die Oktober-Ausgabe der ASU befasst sich im Schwerpunkt mit dem Gesundheitsschutz im Öffentlichen Dienst. mehr...

 
AUSBLICK
 
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Betriebliches Gesundheitsmanagement in fünf Minuten erklärt

Wer ist in einem Arbeitskreis Gesundheit? Was ist der Unterschied zwischen Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement? Welche Analyseformen gibt es? Antworten auf diese Fragen finden Sie in unserem Erklärvideo. Anhand eines konkreten Beispiels wird die Einführung der vier wichtigen Kernprozesse Analyse, Maßnahmenplanung, - umsetzung und Evaluation erklärt. Ebenso wird die Verknüpfung mit einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen dargestellt. (Kommunale Unfallversicherung Bayern)

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