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ASU NEWSLETTER 05-2016 Feedback     Impressum
EDITORIAL
 

Neue Präventionskultur und alte sowie neue Gefährdungen

Liebe Leserin, lieber Leser, das Präventionsgesetz bietet nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) die Chance, bestehende arbeitsmedizinische Strukturen auch für allgemeine Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung zu nutzen. Angesichts der guten medizinischen Versorgung in Deutschland ist die Sensibilität für die Notwendigkeit zum Beispiel von Impfungen vielfach verloren gegangen. Ein Artikel im „Economist“ weist auf dieses Paradoxon hin:  Manche westliche Industrienationen haben geringere Durchimpfungsraten als ärmere Entwicklungsländer. Neben den Erklärungen des Artikels mag die Situation unseres Krankenkassensystems dieses Paradoxon auflösen. Kassen werden für Gesundheitsförderung und Prävention eher bestraft als belohnt. Mehr dazu und den Chancen des Präventionsgesetzes können Sie im nächsten Print-Medium der ASU mit dem entsprechenden Schwerpunkt lesen.

Schaut man in die Presse, so wird das betriebsärztliche Angebot als große Chance für mehr Präventionskultur erlebt. Auch neue Formate wie betriebsärztliche Online-Sprechstunden versprechen Entwicklungspotentiale. Dagegen wird das Angebot von Gesundheits-Apps sehr kritisch gesehen. Wo bleibt denn da die Qualität?

Neben all den neuen Perspektiven darf jedoch der klassische Arbeitsschutz nicht aus den Augen verloren werden. Das Thema „Gefährdungen“ ist nicht abgehakt! Nach einer neuen BAuA-Studie sind nach wie vor sehr viele Beschäftigte von Staub, Rauch und Dämpfen betroffen. Warum haben Feuerwehrleute ein höheres Krebsrisiko? Eine umfangreiche Hamburger Pilotstudie soll klären, auf welchen Wegen welche Schadstoffe in den Körper der Einsatzkräfte gelangen können. Aber Gefahrstoffe lauern nicht nur beim Brandeinsatz. Im Ranking der Produktwarnungen, welches die BAuA im Informationsdienst „Gefährliche Produkte 2016“ herausgibt, löst Deutschland erstmals China als Spitzenreiter ab. Schön dass wenigstens unsere Wissenschaft neue „Human-Biomonitoring“-Methoden findet, um der Aufnahme von Phthalaten, sogenannten Weichmachern besser auf die Spur kommen zu können.

Bei allem Aufbruch zu neuer Präventionskultur dürfen wir die alten und neuen Gefahrstoffe nicht vergessen!

Viel Freude beim Lesen wünscht

Ihre ASU Redaktion,

Dr. med. Ulrike Hein-Rusinek

 
IN EIGENER SACHE
 

Wachwechsel

Seit nahezu drei Jahrzehnten begleitet Herr Prof. Dr. med. Dipl.-Chem. Gerhard Triebig unsere Zeitschrift „ASU Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin“ sehr erfolgreich und in verantwortlicher Funktion: Als engagiertes Redaktionsmitglied, seit April 1990 als stellvertretender Hauptschriftleiter der damals noch „ASP Arbeitsmedizin Sozialmedizin Präventivmedizin“ genannten Zeitschrift, und ab dem Jahrgang 2002 dann als Chefredakteur als Nachfolger von Prof.Zerlett. Mit dem Mai-Heft 2016 beendet der Heidelberger Emeritus nach fast 15 Jahren Verantwortung als Chefredakteur – genauer für 185 ASU-Ausgaben – seine Tätigkeit als ASU-Chefredakteur und reicht den Stab an unser langjähriges Redaktionsmitglied Frau Dr. med. Annegret E. Schoeller weiter. mehr...

 
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IM BRENNPUNKT
 
© Thinkstock/BrianAJackson

Studie zeigt: Kassen werden für Gesundheitsförderung bestraft

Ein Ziel eines funktionierenden Gesundheitssystems sollte es sein, dass Menschen gar nicht erst erkranken. Der Prävention müsste demnach größte Beachtung geschenkt werden. mehr...

 
© Thinkstock/Mogala

Staubbelastung am Arbeitsplatz

Husten und Augenrötungen - das sind zwei der Beschwerden, mit denen Mitarbeiter häufig kämpfen, wenn sie im Job regelmäßig Staub ausgesetzt sind. mehr...

 

Arbeitsschutz-Oscar verliehen

Mitte April wurde der „Arbeitsschutz-Oscar“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) zum 19. Mal verliehen. An dem Wettbewerb 2016 beteiligten sich deutschlandweit 520 Frauen und Männer mit 220 Beiträgen.
Für die besten Ideen für eine sichere Arbeitswelt erhielten 14 Preisträgerinnen und Preisträger aus sieben Unternehmen den BG RCI-Förderpreis Arbeit • Sicherheit • Gesundheit. mehr...

 
© Thinkstock/demaerre

Aktionsbündnis Arbeitsmedizin vergibt Stipendien für Ärztinnen und Ärzte

Die vom Aktionsbündnis Arbeitsmedizin initiierten Stipendien unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei der beruflichen Qualifizierung zur Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin oder zur Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin. Zudem können Studierende der Humanmedizin bei ihrer arbeitsmedizinischen/betriebsmedizinischen Ausbildung gefördert werden. mehr...

 
2. ASU-PRÄVENTIONSKONGRESS
 

Aktuelle Themen attraktiv aufbereitet

Am 16. und 17. Juni 2016 dreht sich in Stuttgart/Leinfelden-Echterdingen für Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitspsychologen sowie Personalverantwortliche im Unternehmen wieder alles um die Prävention: Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Politik werden neben der praktischen Umsetzung des Präventionsgesetzes wichtige fachliche Themen in „Think Tanks“ und interaktiven Diskussionsrunden präsentieren. Dabei sollen gemeinsame Lösungsansätze entwickelt und noch offene Fragen diskutiert werden. mehr...

 
PRESSESCHAU
 
© Thinkstock/goir

Mehr Spielraum für Betriebsärzte

Kann das Präventionsgesetz helfen, die Betriebsmedizin für die allgemeine Prävention zu öffnen? Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin sieht Chancen - aber durchaus auch Risiken. mehr...

 

Paradoxe Impfraten

Manche westliche Industrienationen haben geringere Durchimpfungsraten als ärmere Entwicklungsländer. mehr...

 

Online-Sprechstunde mit dem Betriebsarzt

Telemedizinische Sprechstunden etablieren sich in der Alltagsmedizin langsam aber sicher. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass dies eine effiziente und kosteneinsparende Ergänzung in der medizinischen Grundversorgung sein kann. mehr...

 

Viele Gesundheits-Apps sind nicht zuverlässig

Eine aktuelle Untersuchung macht auf die Risiken der kleinen Programme aufmerksam. Hochwertige Apps sind wohl eher die Ausnahme. Neben den Chancen geht die Studie ausführlich auf die Risiken von Gesundheitsapps ein. mehr...

 

Ganzheitliche ärztliche Expertise als Schlüssel zu wirkungsvoller Prävention

Die Österreichische Ärztekammer hat betont, dass Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner durch ihr medizinisches Studium und die gezielte Weiterbildung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Ausbildung speziell dafür geschult und geeignet sind, Zusammenhänge zu erkennen, die zu psychischen Belastungen im betrieblichen Umfeld führen. mehr...

 

Der Arzt als Präventions-Manager

Häufig sind Ärztinnen und Ärzte die entscheidenden Impulsgeber für präventive Maßnahmen bei den Patienten. Das kommt nicht von ungefähr: Der Arzt kennt seine Patienten, die Krankheitsgeschichten, das familiäre und soziale Umfeld. mehr...

 

Das unerforschte Krebsrisiko der Feuerwehrleute

Feuerwehrleute haben ein höheres Krebsrisiko als andere Menschen. Ob dies in Zusammenhang mit ihren Einsätzen steht, soll eine Pilotstudie zeigen. Die Ergebnisse könnten weitreichende Folgen haben. mehr...

 

Gefährliche Produkte 2016

Deutschland löst China bei den Produktwarnungen ab. Das berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Informationsdienst "Gefährliche Produkte 2016". mehr...

 

Human-Biomonitoring - Messen, wie viel Weichmacher in den Körper gelangt

Dioxin, DDT oder Phthalate – keiner möchte riskante Mengen dieser Chemikalien im Körper haben oder etwa an sein Baby durch die Muttermilch weitergeben. Deswegen ist es wichtig zu messen, wie viel von diesen und anderen Chemikalien wir durchschnittlich aufnehmen: mehr...

 

Work Life Blending "Von Unternehmen zu Unternehmen gelten unterschiedliche Bedürfnisse"

Ein Fünftel aller Erwerbstätigen ist auch außerhalb der normalen Arbeitszeit erreichbar, jeder Siebte arbeitet sogar aktiv. mehr...

 
AUSBLICK
 

Arbeitsschutz im Büro

In diesem historischen Arbeitsschutzfilm von 1944 aus den USA geht es um Unfallverhütung im Büro.

Film auf Youtube ansehen

 
VORSCHAU ASU 06/2016
 
© Thinkstock/Andy Dean

Schwerpunkt: Umsetzung des Präventionsgesetzes

Jedes Jahr werden im Gesundheitswesen Milliarden ausgegeben, um Menschen zu heilen. Prävention und Gesundheitsförderung hingegen wurden lange Zeit beinahe stiefmütterlich behandelt - bis endlich das Präventionsgesetz in Kraft getreten ist. Die Juni-ASU berichtet aus unterschiedlichen Perspektiven über erste Umsetzungsaktivitäten der neuen Regelungen. Einige Beispiele: mehr...

 
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