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ASU NEWSLETTER 04-2016 Feedback     Impressum
EDITORIAL
 

Wieviel Arzt braucht der Betrieb?

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Mutterschutzgesetz ist seit 1952 in Kraft. Eine Änderung ist überfällig, gilt es doch den geänderten gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie aktuellen Arbeitsplatzbelastungen gerecht zu werden. Besonders schwangere  Ärztinnen in Kliniken beklagen Behinderungen in ihrer beruflichen Weiterbildung, die sie als Diskriminierung empfinden. Eine Neuregelung des Mutterschutzrechtes soll diesen Missständen nun abhelfen. Ein im Gesetz geplanter Ausschuss soll deutschlandweit geltende Empfehlungen für eine praxisgerechte Umsetzung erarbeiten.

Die individuelle Gefährdungsbeurteilung war bisher schon ein probates wenn auch zu wenig genutztes Instrument, um einvernehmliche Lösungen am Arbeitsplatz individuell zu entwickeln. Wir haben das Thema bereits im Januar 2015 in der ASU unter der Überschrift „Schwangere im Gesundheitsdienst – Glücklicher Zustand oder Betriebsunfall“ behandelt. Den Artikel können Sie online im ASU-Archiv nachlesen.

Für eine individuelle Beurteilung bedarf es eines Betriebsarztes, der sowohl die gesundheitliche Situation der Schwangeren als auch deren Arbeitsplatzbedingungen einschätzen kann und sie und ihren Arbeitgeber kompetent berät. Um das neue Mutterschutzrecht entsprechend mit Leben zu füllen braucht es neben den rechtlichen und strukturellen Neuregelungen auch den Betriebsarzt nicht nur in seiner Beratungsfunktion, sondern auch als Vermittler vor Ort.

Die Deutsche Rentenversicherung will sich mit ihrem „Firmenservice“ neuerdings einer frühzeitigen Prävention und Rehabilitation widmen und dabei eng mit Betriebs- und Werksärzten zusammenarbeiten. Zwischen primärer Prävention und betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) sind Betriebsärzte gefordert, ihre Expertise und Kompetenz einzubringen. In der neuen „Arbeitswelt 4.0“ brauchen wir Betriebsärzte mit einem weiterentwickelten Rollenverständnis. Der Ausblick auf den ASU Schwerpunkt „Arbeitsmedizin 4.0“ (Heft Mai 2016) bietet erste Eindrücke dazu.

Wer nach all' den Zukunftsszenarien mehr „Geschichte(n) der Medizin“ lesen möchte, dem empfehlen wir das neuerschienene gleichnamige Buch und die hier veröffentlichte Rezension.


Viel Freude beim Lesen wünscht

Ihre ASU Redaktion, Dr. med. Ulrike Hein-Rusinek

 
IM BRENNPUNKT
 
Thinkstock/Wavebreakmedia

Mutterschutzrecht soll novelliert werden

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist 1952 in Kraft getreten und wurde bislang kaum modifiziert. Nun liegt ein Referentenentwurf des BMFSFJ zur Neuregelung des Mutterschutzrechtes vor. mehr...

 

Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung

Die Träger der Deutschen Rentenversicherung haben einen kostenfreien Beratungsservice für Betriebe und Betriebsangehörige wie Personalverantwortliche, Personal- und Betriebsräte, Schwerbehindertenvertreter sowie für Betriebs- und Werksärzte entwickelt. mehr...

 

Neue Branchenregeln unterstützen Unternehmen bei der Prävention

Alles Wichtige auf einen Blick, das bieten die neuen Branchenregeln der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie fassen alle maßgeblichen Informationen zum Arbeitsschutz in einer Branche zusammen und machen Vorschläge für eine gelingende Prävention. mehr...

 
2. ASU-PRÄVENTIONSKONGRESS
 

Verhindert Fachkräftemangel die Prävention?

Fachkräftemangel einerseits und eine zunehmende Spezialisierung in vernetzten Strukturen andererseits prägen schon in naher Zukunft unsere Arbeitswelt. Dies führt für Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkräfte zu einem erhöhten Beratungsbedarf in den Betrieben. Wie künftig mit abnehmenden Ressourcen auch in diesen Berufen Gesundheit und Sicherheit in den Betrieben sichergestellt werden sollen, darüber beraten Präventionsexperten mit Unternehmern und Personalverantwortlichen am 16. und 17. Juni 2016 beim 2. ASU-Präventionskongress in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.

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PRESSESCHAU
 
© Thinkstock/goir

Der Standard: Schadstoffbelastung im Gebirge fast so hoch wie in Städten

Langlebige organische Schadstoffen reichern sich in Gebirgsregionen an, wie eine Studie des österreichischen Umweltbundesamts gezeigt hat. mehr...

 

Die Zeit: Jährlich Millionen von Todesfällen durch Umweltbelastung

Giftstoffe im Wasser, Chemieabfälle, Strahlen oder Luftverschmutzung: Millionen von Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr an Krankheiten, die durch Umweltbelastungen ausgelöst werden. mehr...

 

Ärztezeitung: Der Job sorgt für immer mehr seelischen Stress

Psychische Belastungen in der Arbeitswelt gewinnen gegenüber physischen Belastungen zunehmend an Bedeutung. mehr...

 

Der Westen: Herner Arbeitsmediziner sind in ganz Deutschland tätig

Die Herner Gesellschaft für Arbeitsmedizin ist so etwas wie ein Hidden Champion. Sie ist kaum bekannt, aber eine der größten Firmen in der Branche. mehr...

 

Ärztezeitung: Gesundheitsförderung - Gefragt, aber nicht genutzt

Die betriebliche Gesundheitsförderung spielt für die Deutschen inzwischen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ihren Arbeitsplatz. mehr...

 

Ärzteblatt: Meditation und Psychotherapie lindern chronische Kreuzschmerzen

Die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion hat in einer randomisierten klinischen Studie Kreuzschmerzen signifikant gelindert. mehr...

 

Die Welt: Deutschland ist ein alkoholgetränktes Land

Alkohol muss deutlich teurer werden und für Jugendliche bis 18 Jahre verboten sein, fordern Ärzte. Auch Erwachsene sollten aufpassen. mehr...

 

Bürstädter Zeitung: Erhebliche Mängel bei Nagel- und Kosmetikstudios

Der für ganz Hessen zuständige Landesgewerbearzt im Regierungspräsidium Darmstadt hat die Ergebnisse einer Prüfung von 55 Fingernagel- und Kosmetikstudios vorgestellt. Dabei zeigten sich erhebliche Mängel in der Arbeitsschutzorganisation. mehr...

 

Die Presse: Zurück ins Arbeitsleben

Chronisch oder schwer erkrankten Menschen die Möglichkeit zu geben, ihrem Potenzial entsprechend wieder zu arbeiten, wird staatlicherseits verstärkt gefördert. mehr...

 

Maclife: So wirkt "Night Shift" im iPhone

Mit iOS 9.3 hält der Blaulichtfilter Night Shift in das mobile Apple-Betriebssystem Einzug, da der oft noch spätabendliche Einsatz elektronischer Medien durch den hohen Blaulichtanteil die Freisetzung des schlaffördernden Hormons Melatonin unterdrücken kann. mehr...

 
VORSCHAU ASU 05/2016
 

„Wieviel Arzt braucht der Betrieb?“ - Arbeitsmedizin 4.0 aus der Sicht von: DGAUM, BÄK, BMAS, IG-Metall und Praktikern

Im Rahmen der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung wurde der Begriff „Industrie 4.0“ geprägt und erstmals im Rahmen der Hannover-Messe 2011 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. „Industrie 4.0“ und „Arbeit  4.0“ brauchen eine effiziente und qualitätsgesicherte „Arbeitsmedizin 4.0“. Unsere wissenschaftliche Gesellschaft DGAUM formuliert dazu 14 Thesen zum Stand und Entwicklungsbedarf der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung. mehr...

 
BUCHVORSTELLUNG
 

Geschichte(n) der Medizin, Band 2

Andreas Otte und Oliver Erens (Hg.), Geschichte(n) der Medizin, Band 2, Stgt. 2015, 174 S., mit einem Geleitwort von Frank Ulrich Montgomery.

Wie in Band 1, erschienen 2014, werden Geschichten der Medizin populärwissenschaftlich präsentiert, und zwar nicht im journalistischen Modus, sondern etwa nach dem Vorbild des Mediziners und Physikers Hermann von Helmholtz, Pionier der soliden Popularisierung. „Geschichte(n)“ zielt auf den Doppelsinn von „Geschichte“ ab: Erforschung der Geschichte und Geschichten erzählen. mehr...

 
ZU GUTER LETZT
 

Arbeitsmediziner im Rentenalter als Verleger aktiv

Dr. med. Heinz Beckers aus Köln, seit 1980 Arbeitsmediziner bei der Firma Deutz AG® (früher KHD Klöckner HumboldtDeutz AG) und von 1983 bis Ende 2010 Direktor des dortigen arbeitsmedizinischen Zentrums, widmet sich inzwischen als „Arzt im Ruhestand“ verschiedenen freiberuflichen Tätigkeiten. Nachdem er bereits im Studium verschiedene schriftstellerische Tätigkeiten (u.a. Skripten in Chemie, physiologischer Chemie, Buchbesprechungen) ausübte, ist inzwischen in achter Auflage (!) im Eigenverlag sein „Abkürzungslexikon medizinischer Begriffe“ sowohl in Buchform als auch in elektronischer Form zur Abfrage im Internet erschienen. mehr...

 
AUSBLICK
 

"Mir passiert nichts"

In diesem historischen Arbeitsschutzfilm aus dem Jahr 1959 wird sicherheitsgerechtes Verhalten in der Natursteingewinnung demonstriert. So geht es unter anderem um das Verhalten an der Bruchwand, bei Gewinnungssprengungen sowie um die Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung.

Film auf Youtube ansehen

 
PARTNER VON ASU
Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. Verband Deutscher
Betriebs- und Werkärzte e.V.
Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin Schweizerische Gesellschaft für Arbeitsmedizin GesundheitsManager
Das Onlinemagazin für Corporate Health des F.A.Z.-Fachverlags
ARCHIV
 
© Winterling / iStock / Thinkstock

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IMPRESSUM
 
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