ASU Ausgabe: 03-2017

PRÄVENTIONSKONGRESS

Der Zukunft einen Schritt voraus

Das wissenschaftliche Programm beim Präventionskongress zeigt „Prävention 4.0“

Die vielfältigen Möglichkeiten der betrieblichen Prävention an der Schwelle zur Arbeitswelt 4.0 stehen im Mittelpunkt des diesjährigen 3. Präventionskongresses am 18./19. Mai 2017 in Stuttgart/Leinfelden-Echterdingen. Das wissenschaftliche Programm spannt einen weiten Bogen von Unternehmenskultur und Führung und der Gesundheit in einer sich verändernden Gesellschaft einerseits bis zur Arbeit in der digitalen Welt und konkreten Überlegungen zu e-Health und Telearbeitsmedizin. Auch ein Live-Experiment mit „Wearables“ über die beiden Kongresstage mit den Teilnehmern ist geplant. Hanns Wildgans

Inhaltsübersicht

  1. Der Zukunft einen Schritt voraus
  2. Kongressticket „all inclusive“
  3. Autor

In seinem Eröffnungsvortrag wird Prof. Dr. Stefan Selke, Professor für das Lehrgebiet „Gesundheitlicher Wandel“ an der Hochschule Furtwangen „Das ‚präventive Selbst’ im Zeitalter von Big Data“ näher betrachten: Was heute als individuelles Gesundheitsmonitoring mit digitaler Selbstvermessung über Lifestyle-Produkte möglich ist, muss in Human-Tracking-Anwendungen im Kontext der Arbeitswelt 4.0 kritisch hinterfragt werden. Im Panel der „Arbeit in der digitalen Welt“ geht es weiterhin um Aspekte der Arbeitssicherheit am Beispiel kollaborierender Roboter mit Dr. Marc-André Weber (ifaa) und die Vorstellung des BMBF-Verbundprojektes „Prävention 4.0“ durch Katrin Zittlau (VDSI). Dr. Manfred Albrod wird sich abschließend die Frage stellen wie sich angesichts der neuen Anforderungen Betriebsärzte zeitgemäß positionieren.

Neue psychische Belastungen ?

Referenten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden in einem weiteren Panel die „Gesundheit in einer sich verändernden Gesellschaft“ beleuchten. Dabei präsentiert Patricia H. Rosen eine wissenschaftliche Standortbestimmung über psychische Belastungen durch neue Technologien und Dr. Katja Schuller wird in einem Methodenvergleich die anerkannten Verfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung vorstellen.

Update zum Präventionsgesetz

Natürlich darf ein Update zum Präventionsgesetz nicht fehlen. Den Stand aus Sicht der Krankenversicherung wird Dr. Gregor Breucker, Abteilungsleiter Gesundheitsförderung des BKK-Dachverbandes skizzieren, Prof. Dr. Dipl.-Ing. Stefan Letzel , Vizepräsident der DGAUM, wird über die Kooperation seiner Fachgesellschaft mit der Barmer GEK zur Verbesserung der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention berichten. Prof. Dr. Hans Drexler, Präsident der DGAUM, wird zum Thema „Evidenzbasierte Prävention – können wir das in Betrieben leisten?“ sprechen.

(Neue) Unternehmenskultur und Führung

In die Verhandlungen zum Thema „Unternehmenskultur und Führung“ fließt zunächst das Ergebnis eines „World Café‘s“ ein, zu dem sich die Teilnehmer am Vortag getroffen haben. Außerdem erläutert Prof. Dr. Joachim Fischer, Direktor des Mannheim Institute of Public Health, unter dem Motto „Freusinn“, warum der Chef langfristig wichtiger sei als jeder Arzt. Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DGUV-Spitzenverbandes wird die neue Präventionskampagne der DGUV zur „Kultur in Unternehmen“ darstellen und seine Erwartungen an die betrieblichen Akteure formulieren. Abschließend schildert Prof. Dr. Jessica Lang , die stellvertretende Direktorin des Instituts für Arbeitsmedizin an der RWTH Aachen ihre Erfahrungen mit dem e-Learning-Tool „psyGA“ für Führungskräfte.

E-Health und Telemedizin

E-Health und Telemedizin werden den Kongress abrunden: Nach einer Begriffsklärung durch Prof. Dr. Gerald Weisser, Projektleiter der Koordinierungsstelle für Telemedizin Baden-Württemberg, werden sich Prof. Dr. Letzel und Dr. Wiete Schramm mit der Telearbeitsmedizin auseinandersetzen. Dabei wird Prof. Letzel hinterfragen, ob diese Kommunikationsform ein Modell für die Zukunft darstellen könne, während Dr. Schramm, Fachgebietsleiterin Arbeitsmedizin der TÜV Rheinland Group, die Leitsätze des VDBW erläutern wird. Anschließend wird Dr. Thilo Weichert, der ehemalige Landesbeauftragte für den Datenschutz in Schleswig-Holstein die Belange des Datenschutzes im Zeitalter von Big Data beleuchten. Antje Niemeyer von IBM zeigt am Beispiel des kognitiven Computersystems Watson auf, wie künstliche Intelligenz komplexe Entscheidungen unterstützen kann.

Das Praxisbeispiel von Telemedizin bei der Siemens AG und die Vorstellung eines einmaligen Live-Experiments mit „Wearables“ auf dem Kongress runden den wissenschaftlichen Teil ab.

Literatur

Fussnoten

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