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Infektionsschutz – welche Schutzkleidung ist nötig und welche Kriterien sind zu beachten?

„Schutzkleidung gegen Infektionserreger muss vor allem verhindern, dass die gesundheitsgefährdenden Mikroorganismen die Haut des Trägers erreichen“, erklärt Dr. Norbert Jahn, Geschäftsführer der Microgard Deutschland GmbH. Aufklärungsbedarf in punkto Schutzausrüstung sieht der promovierte Chemiker nach wie vor, denn Normen definieren zwar konkrete Vorgaben und Testverfahren, doch gerade die untergeordneten Klassifizierungen und speziell definierten Risikogruppen bedürfen einer Erklärung. So sieht sich der Hersteller von Schutzoveralls zum begrenzten Mehrfacheinsatz auch in der Verantwortung, Aufklärungsarbeit zu leiten, denn nur angemessene und der Situation angebrachte Schutzkleidung kann den Träger schützen.

Zwischenfälle mit biologischen Arbeitstoffen, sich ausbreitenden Tierseuchen oder Virenepidemien stellen einen Gefahr dar. „Gerade Viren – auch biologische Agenzien genannt – sind im besonderen Maße geeignet, sich selbst zu modifizieren. Zudem gehören Viren zu der Gruppe der Infektionserreger, die über verschiedene Wege in das menschliche System eindringen können. Hierzu gehören Blut, Körperflüssigkeiten und auch die Tröpfcheninfektion. Helfer müssen daher im besonderen Maße geschützt werden. Denn bei der Pflege, Behandlung, dem Transport oder auch bei präventiven Maßnahmen ist stets das vorrangige Ziel, den Träger, also z. B. die Ärzte, Pflege- und Einsatzkräfte, zu schützen“, so Dr. Jahn.

Hier spielt das Material der Schutzkleidung eine besondere Rolle, denn dieses muss als Barriere zwischen Träger und Infektionserreger stehen. Gerade im Umgang mit Gefahrstoffen und infektiösen Erregern muss der Penetrationswiderstand entsprechend hoch, d. h., das Material muss besonders widerstandsfähig und durchstoßfest sein. „Im Prüfverfahren zur Norm EN 14126:2003 Barriere gegen Infektions-erreger müssen die Materialien verschiedene Tests durchlaufen“, erklärt Dr. Jahn. „Da Mikroorganismen einer heterogenen Gruppe angehören, können die Leistungs-kriterien der Materialien nicht für jede Art des Mikroorganismus getestet werden. Die Prüfverfahren konzentrieren sich da-her auf das Medium, das den Mikroorganis-mus enthält, also z. B. auf Flüssigkeiten, Aerosole oder Staubpartikel“.

Bei diesen Testverfahren unterscheidet die Norm 5 verschiedene Prüfverfahren beziehungsweise Medien. Je nach Einzelergebnis wird das Material dann in Leistungsklassen eingruppiert, bei denen der Widerstand des Materials der Schutzkleidung gegen die Durchdringung von Blut und Körperflüssigkeiten, blutgebundenen Erregern, feuchten Bakterienkulturen, biologisch kontaminierte Aerosole sowie mikrobielle Trockenpartikel getestet wird.

In Kontakt mit biologischen Gefahrstoffen kann der Träger auf unterschiedliche Weise kommen. Ob bei der Produktion und Verwendung von biologischen Arbeitsstoffen oder dem beruflichen Umgang mit Mensch und Tier – dies alles sind Arbeitsbereiche, bei denen der besondere Schutz geboten ist. So findet die entsprechende Schutzkleidung ebenso Verwendung in Laboren, bei Rettungsdiensten, Feuerwehren, im medizinischen Bereich und auch in der Industrie.

 http://www.microgard.de

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