ASU Ausgabe: 02-2014

Google Scholar: Mehr Beachtung von ASU in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft

S. Lehrl

Abstract deutsch

In einem Interview im Guardian vom 09. 12. 2013 äußerte sich der Medizin-Nobelpreisträger Randy Schekman zur Dominanz der wissenschaftlichen Renommiermagazine Science, Nature und Cell. Er forderte, dass die Tyran-nei dieser Luxusmagazine gebrochen werden müsse. Der Druck für aufstrebende Wissenschaftler, in diesen Zeitschriften zu publizieren, würde dazu verleiten, mehr angesagte und weniger wirklich wichtige Forschung zu betreiben. Die dortigen Chefredakteure seien keine Wissenschaftler, sondern Fachleute, die Furore machenden Studien den Vorzug geben. Schekman forderte zum Boykott auf.

In diesem Zusammenhang kritisierte er auch das System des Impact Factors, wonach die wissenschaftliche Qualität eines Journals danach bemessen wird, wie oft die darin publizierten Artikel in anderen Publikationen zitiert werden. Er sagte: „Eine Arbeit kann zitiert werden, weil sie gut ist, oder aber weil sie provokativ, spektakulär ist, oder falsche Ergebnisse liefert“. Darüber hinaus dürfte es bekannt sein, dass es unter Buddies auch ein Zitieren auf Gegenseitigkeit gibt und das Selbstzitieren ebenfalls Punkte bringt.

The Lancet veröffentlichte im Januar 2014 ein Schwerpunktheft zum Thema Increasing Value and Reducing Waste in der Forschung. Diese Thematik wurde auch in der deutschen Laienpresse ausführlich behandelt (Der Spiegel vom 08. 01. 2014 und die FAZ vom 07. 01. 2014). Kleinert und Horton schrieben hierzu einen Kommentar „How should medical science change?“ Diese Autoren stellen fest, dass immer mehr Wissenschaftler – nicht nur Nobelpreisträger – zunehmend zu der Überzeugung gelangen, dass in unserem System zur Beurteilung der Qualität der wissenschaftlichen Forschung etwas schief läuft. „Liegt der Fehler in kurzsichtigen Konzepten der Universitätsverwaltungen, fehlgeleitet durch perverse Incentives oder liegt der Fehler bei den Journals, die Profit und Publicity vor Qualität stellen?“, fragen sie und resümieren, dass es wahrscheinlich eine Mixtur aus beidem ist.

Vor diesem Hintergrund hat Lehrl den folgenden Beitrag formuliert und ist dabei speziell auf die Stellung von ASU im Wissenschaftsbetrieb eingegangen. Auch er betont, dass der Impact Factor nur eine begrenzte Validität hinsichtlich des Gegenstandes hat, den er messen soll: Die wissenschaftliche Qualität. Lehrl plädiert für einen modifizierten Qualitätskalkulator, nämlich die Zitationen von ASU-Beiträgen im aufstrebenden Thesaurus Google Scholar.

M. Kentner, Karlsruhe

Abstract English

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