Programm zur Gesundheitsprävention FIT IM LEBEN – FIT IM JOB
Eine effektive Maßnahme zum Aufbau eines gesundheitsförderlichen Verhaltensstils

Ziel: Im Zuge der allgemeinen demografischen Entwicklung gewinnen Maßnahmen zur präventivmedizinischen Gesundheitsförderung für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Das betriebliche Primär- und Sekundärpräventionsprogramm FIT IM LEBEN – FIT IM JOB von Boehringer Ingelheim hat zum einen das Ziel, mit seinen aufeinander aufbauenden Programmmodulen FIT1, FIT2 und FITback Mitarbeiter wirksam und nachhaltig zu gesundheitsbewusstem Verhalten anzuregen (Primärprävention) und zum anderen solche mit kardiovaskulären Risikofaktoren zur Umstellung ihres bisherigen Gesundheitsverhalten zu motivieren (Sekundärprävention). Dazu werden zu FIT1 (Beratung im Werksärztlichen Dienst) und FIT2 (Präventionsuntersuchung und -beratung extern) ausgewählte medizinische Daten erhoben und dem Mitarbeiter rückgemeldet. Im Rahmen des Beratungsmoduls FITback (12 Wochen nach FIT1 im Werksärztlichen Dienst) soll erneut zur Verhaltensveränderung motiviert und an der Umsetzung gearbeitet werden.

Kollektiv und Methode: In einer Längsschnittstudie mit vier Messzeitpunkten wurde mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens und nach Ausgabe von Schrittzählern die Veränderung gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltensweisen (BMI, Schrittzähler) infolge der Interventionen beobachtet. Theoretischer Hintergrund der Evaluation ist das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns (Schwarzer 2008a). Insgesamt nahmen 71 Mitarbeiter ab dem 40. Lebensjahr an der Studie teil, wovon 30 Personen keine bzw. 41 kardiovaskuläre Risikofaktoren aufwiesen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Personen mit kardiovaskulären Risikofaktoren mit Hilfe des Programms erfolgreich zur Verhaltensänderung motiviert werden (FIT2), Kompetenzen zur Umsetzung der Absicht erwerben und erste Verhaltensveränderungen zeigen (FITback).

Schlussfolgerung: FIT IM LEBEN – FIT IM JOB stellt eine effektive und nachhaltige Maßnahme zur Gesundheitsprävention dar. Die Mitarbeiter werden zu einer Verhaltensveränderung motiviert (FIT2) und in der Realisierung der Absicht und Aufrechterhaltung des neuen Verhaltens unterstützt (FITback), wobei besonders Mitarbeiter mit kardiovaskulären Risikofaktoren für das Programm empfänglich sind. Diese Konstellation ist für eine nachhaltige Verhaltensveränderung essentiell.
Aim: Given the current demographic trends, preventive intervention programs are gaining importance for companies. The program for the prevention of cardiovascular diseases FIT FOR LIFE – FIT FOR WORK (Boehringer Ingelheim) aims to motivate employees to behave health consciously with the help of the series of modules FIT1, FIT2 and FITback, on the one hand (primary prevention), and, on the other hand, it aims to motivate employees with cardiovascular risk factors to change their current health behaviour (secondary prevention). From participants in FIT1 (internal counselling interview) and FIT2 (external examination and counselling interview), selected medical data is collected and reported back to the employee. The subsequent counselling interview FITback (12 weeks after FIT1, internal plant medical service) aims to motivate employees afresh and support them in realizing their intentions and sustaining the recommended behaviour.

Subjects and Methods: The change of health-related cognition and health behaviour (BMI, pedometer) due to interventions were assessed by means of a standardized questionnaire and a pedometer in a longitudinal study with four assessment points. The theoretical background of the evaluation is the Health Action Process Approach (Schwarzer 2008a). A total of 71 employees aged 41 years and more participated in the study; of these, 30 participants showed no cardiovascular risk factors, 41 participants did.

Results: The results indicate that FIT2 effectively motivates participants with cardiovascular risk factors to change their health behaviour. In consequence of FITback, those employees first acquire the competence to realize their intentions and show changes in health behaviour: People with cardiovascular risk factors decrease their BMI and increase the number of daily steps. Employees without risk factors increase the number of daily steps too.

Conclusion: FIT FOR LIFE – FIT FOR WORK is shown to be an effective and lasting preventive intervention program. Employees are motivated to change their current health behaviour (FIT2) and furthermore they are supported in realizing their “good intentions” and sustaining their newly acquired healthconscious behaviour (FITback). Especially employees with cardiovascular risk factors are susceptible to this program. This procedure is essential for a lasting change of behaviour.

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