Empfehlungen zur MdE-Einschätzung bei berufsbedingten Hauttumoren

Die gutachterliche Bewertung berufsbedingter Hauttumore hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt, da nach geltendem Berufskrankheitenrecht bei Einhaltung der sozialrechtlichen Randbedingungen nicht nur die BK-Nr. 5102 BKV, sondern auch Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen nach einer Exposition gegenüber Arsen oder seinen Verbindungen (BK-Nr. 1108) bzw. ionisierenden Strahlen (BKNr. 2402) als Berufskrankheit anerkannt und entschädigt werden können. UV-induzierte Hauttumore können derzeit nur unter den Voraussetzungen des § 9 Abs. 2 SGB VII „wie eine Berufskrankheit“ anerkannt werden. Seit dem 01. 11. 2004 erfolgte die konsequente Umsetzung der 1993 erstellten, 2004 überarbeiteten MdE-Tabelle berufsbedingter Hauttumore durch die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, BV Köln. Die neuen Empfehlungen werden zwischenzeitlich von den meisten der beauftragten medizinischen Sachverständigen angewendet und sind inzwischen auch von der juristischen Literatur übernommen worden. Um die Anwendung dieser MdE-Empfehlungen zu vereinfachen, ist eine andere Darstellung, wie hier vorgestellt, sinnvoll und notwendig.
The professional assessment of work-related skin tumours is as relevant as ever; according to the laws on occupational diseases and the related legal and social conditions not only BK-No. 5102 BKV but also skin cancer or skin lesions that tend to become cancerous following exposure to arsenic or its derivatives (BK-No. 1108) or even ionizing radiation (BK-No. 2402) are recognized as occupational diseases and can be compensated for. UV-induced skin tumours are currently recognized only as „like an occupational disease“ under the conditions of § 9 Abs. 2 SGB VII. Since 01. 11. 2004 the MdE table of workrelated skin tumours which was created in 1993 and was updated in 2004, has been in use by the Statutory Accident Insurance in the Chemical Industry, Cologne. In the meanwhile the new recommendations are being used by most of the medical experts commissioned to examine patients and have now also found entry into the legal literature. In order to simplify the use of these MdE recommendations, an alternative presentation is necessary and is introduced here.

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