Rechtliche Rahmenbedingungen für berufsbedingten Hautkrebs

Gegenstand des Beitrages sind die Voraussetzungen, unter denen Hautkrebserkrankungen als Berufskrankheit nach der Berufskrankheiten-Liste der Berufskrankheitenverordnung oder „wie eine Berufskrankheit“ nach § 9 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) VII anerkannt werden können. Einen Schwerpunkt der Erörterungen bilden dabei die durch UV-Licht induzierten Hautkrebserkrankungen. Statistisch stellen Verfahren wegen der Anerkennung von durch UV-Licht induzierten Hautkrebserkrankungen und dahingehende positive Entscheidungen bisher eher eine Seltenheit dar. Die steht im Gegensatz zu der zunehmenden Bedeutung von lichtinduzierten Hautkrebserkrankungen in der allgemeinen Bevölkerung. Eine der Ursachen für die geringere Relevanz von lichtinduzierten Hautkrebserkrankungen in der Praxis der Unfallversicherungsträger ist darin zu sehen, dass die Berufskrankheitenliste einen solchen Tatbestand bisher nicht vorsieht. Einen weiteren Grund stellen die beweisrechtlichen Probleme bei der Prüfung des Ursachenzusammenhangs im Einzelfall dar. Auf beide Gesichtspunkte wird in diesem Beitrag eingegangen. Darüber hinaus wird die Problematik der sogenannten Sperrwirkung bei der Anwendung des § 9 Abs. 2 SGB VII behandelt.
This paper focuses on the preconditions for skin cancer to be recognised as an occupational disease as per the provisions of the Occupational Diseases List stipulated in the Occupational Diseases Regulations or according to Article 9 (2) of Book 7 of the German Code of Social Law (SGB VII). The main focus of the discussion is on skin cancer induced by UV light. Statistically, very few proceedings, particularly with positive outcomes, have been initiated to date aimed at securing recognition of skin cancer induced by UV light. This is in contrast with the increasing importance of light-induced skin cancer in the general population. One of the reasons why accident insurance underwriters encounter so few claims relating to light-induced skin cancer is that the Occupational Diseases List has so far not made provision for such an eventuality. Another reason is the difficulty in proving a causal relationship in any individual case. This paper addresses both issues. Furthermore, the limitations associated with Article 9 (2) of Sozialgesetzbuch VII are discussed.

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