Untersuchung der Medizinstudenten nach der Biostoffverordnung

Ziel: Erhebung des S tandes d er U msetzung der BioStoffV an den deutschen Medizinischen Fakultäten bzg l. d er U ntersuchung d er M edizinstudenten. Des Weiteren soll berichtet werden über die eigene Untersuchung der Ulmer vorklinischen Studierenden entsprechend dieser Verordnung. Kollektiv und Methode: Die Studiendekanate der Medizinischen Fakultäten w urden schriftlich befrag t. 4 60 S tudierende wurden im Hörsaal ausführlich informiert, einbestellt, füllten einen Fragebogen zu bisherigen Erkrankungen und Impfungen aus und wurden in Anlehnung an G 42 untersucht. Ergebnisse: Noch nicht bei allen Fakultäten liegen Beschlüsse zur Durchführung der BioStoffV vor, oft wird lediglich den PJ-Studenten eine Hepatitis-B-Impfung angeboten. Bei den Studenten ergab sich aus der Impfanamnese und der Bestimmung der Anti-HBS-Konzentration 140-mal die Empfehlung zur Hepatitis-B-Impfung, die als Kombinationsimpfung (Hepatitis A und B) auch von fast allen unmittelbar wahrgenommen wurde. Der Anteil der gegen andere Infektionskrankheiten geimpften S tudenten lag bei Tetanus bei 93 %, FSME 33 %, Grippe 10 %. Das Ergebnis von zuvor und der von uns durchgeführten Tuberkulinteste ergab 32-mal die Notwendigkeit einer Röntgen-Thorax-Untersuchung, die in keinem Fall einen Tbc-Verdacht begründete. Bei der Beratung stand die Infektionsgefahr im Vordergrund, z. B. das Verbot des Re-capping der Injektionsnadel, d. h. die Prävention von Nadelstichverletzungen. Zudem ging es um Gefährdungen der Haut, Allergisierungen (z. B. Latex) und das Vorbeugen von Wirbelsäulenerkrankungen. Schlussfolgerungen: Bei der Umsetzung der BioStoffV besteht an den Medizinischen Fakultäten ein Nachholbedarf. Die epidemiologischen Informationen zur Beratung der Studenten, bereitgestellt z. B. vom Robert-Koch-Institut, erwiesen sich als hilfreich, die Untersuchung war weiterer Anstoß zur Impfung.
Aim: Report on the implementation of the “Biostoffverordnung” in medical students at German medical faculties, complemented by activities in instructing and investigating the medical students of Ulm in their preclinical years according to this regulation. Methods: A questionnaire was sent to the deans of the medical faculties. 460 students were instructed, had to fill in a questionnaire on previous diseases and vaccinations and were investigated according to G 42. Results: Decisions on the “Biostoffverordnung” have not yet been taken at all faculties; often a hepatitis B vaccination is offered for students in their “practical year”. In Ulm, as a consequence of the students’ reports and their anti-HBS concentration, a combined vaccination (Hep A + B) was offered in 140 cases and immediately accepted by almost all of the students. 93 % had previous vaccinations against tetanus, 33 % against FSME and 10 % against influenza. I n 32 c ases t he results o f the tuberculin t esting required a chest X-ray examination, but revealed no suspicion of tuberculosis. The instruction concentrated on infectious diseases and their prevention, e.g. the ban on re-capping to avoid needle injuries. Further items were skin diseases, allergies (e.g. latex) and the prevention of back injuries. Conclusions: There is a lot to catch up on at medical faculties concerning the “Biostoffverordnung”. Epidemiological information from the Robert Koch Institute proved to be very helpful for instruction. The medical check-up was a further stimulus for vaccinations.

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