ASU Ausgabe: 10-2017

EDITORIAL

Arbeitsschutz im Wandel

Das Präventionsgesetz, das Mitte 2015 in Kraft trat, hat das Ziel, Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten und Arbeitswelt verstärkt durchzuführen, um chronische Erkrankungen zu vermeiden, und will erreichen, dass die Menschen bis zum Ende des Erwerbslebens im Arbeitsprozess verbleiben können. Hierbei hat der Gesetzgeber den Sozialversicherungsträgern die Aufgabe übertragen, diesen Gedanken in allen Lebenswelten zu verankern und zu leben und dabei trägerübergreifend zu agieren.

Wenn das Gesetz gelebt wird, ist es eine große Chance für die Bevölkerung. Die DGUV verfolgt bereits mit der Kampagne „kommmitmensch – Sicher.Gesund.Miteinander“ - diesen Gedanken und will Prävention und Aufklärung nicht nur im Betrieb, sondern auch in anderen Lebenswelten, wie im Privatbereich, fördern. Dieses Konzept stellen wir Ihnen in der aktuellen Ausgabe von ASU vor.

In Deutschland ist heute ein guter Stand der Arbeitssicherheit erreicht worden. Hier hat neben der technischen Entwicklung sicher auch die Arbeitsschutzorganisation in den Betrieben einen hohen Anteil. Prävention im Betrieb hat viele Ansatzpunkte und Chancen. Es können sowohl die Verhältnisse im Betrieb als auch das Verhalten der Beschäftigten beeinflusst werden.

Die Rahmenbedingen und Anforderungen von Arbeit und Arbeitsschutz werden jedoch zukünftig völlig anders aussehen. Die tiefgreifenden Änderungen werden durch das rasante Voranschreiten der Digitalisierung in allen Lebenswelten und in der Arbeitswelt sowie durch den globalen Güterverkehr, der erst durch die Digitalisierung möglich ist, verursacht und führen auch zum kulturellen Wandel mit Änderung der Lebensstile und Werte. Zudem müssen Lösungen gefunden werden, wie mit einer überalteten Gesellschaft umgegangen werden muss.

Arbeitsschutz bedeutet, den Arbeitgeber dabei zu unterstützen, dass die Beschäftigten bei der Arbeit gesund bleiben. Erkrankungen und Verletzungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist die Aufgabe der Primärprävention. Hier konnten in den letzten Jahrzehnten gute Fortschritte erzielt werden. Neben der Arbeit der Arbeitsschutzakteure im Betrieb sind neue Ansatzpunkte für die Prävention notwendig.

Die vorliegende Ausgabe von ASU – Zeitschrift für medizinische Prävention – widmet sich diesen Aspekten und stellt neue Ansatzpunkte für Prävention vor. Ich hoffe, sie wird wieder Ihr Interesse finden.

Ihre Annegret Schoeller

Chefredakteurin

  • Dr. med. Annegret E. Schoeller

Literatur

Fussnoten

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