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Standardwerk der Arbeitsmedizin
G. Triebig, M. Kentner, R. Schiele Arbeitsmedizin Handbuch für Theorie und Praxis 3. vollständig neubearbeitete Auflage 2011 mehr
Akkordlohn
Der Akkordlohn ist ein leistungsbezogener Entlohnungsgrundsatz, bei dem ein fester Geldbetrag je Mengeneinheit (Akkordsatz) bezahlt wird. Die Entlohnungshöhe wird durch die Vorgabezeit, den Akkordrichtsatz und die individuelle Leistungshergabe bestimmt. Der Akkordverdienst ergibt sich also aus Produkt als Zeitfaktor (Minuten pro Stück), Geldfaktor (Euro pro Minute) und erbrachter Leistung (Stück). Es besteht damit eine direkte Abhängigkeit des Lohns von der erzielten Mengenleistung.
Abbildung 1 zeigt die Lohnlinie bei Zeitakkord in Abhängigkeit der erzielten Mengenleistung bzw. des jeweiligen Zeitgrades. Dabei versteht man unter Zeitgrad den Quotienten aus vorgegebener Auftragszeit und der tatsächlich erreichten Auftragszeit.
Der Akkordlohn steht unter der Voraussetzung, dass
Man unterscheidet die beiden Varianten Zeitakkord und Geldakkord. Beim Zeitakkord soll der Mitarbeiter stimuliert werden, eine Vorgabezeit zu unterschreiten. Beim Geldakkord oder auch Stückakkord erhält der Mitarbeiter je produzierter Mengeneinheit einen entsprechenden Leistungslohnanteil. Der Zeitakkord ist weitaus verbreiteter als der Mengenakkord.
Eine Akkordvergütung ist sowohl für den einzelnen Mitarbeiter ( Einzelakkord) als auch für das Arbeitsteam ( Gruppenakkord) möglich.
Dieser Eintrag ist ein Auszug aus dem Medizinischen Lexikon der beruflichen Belastungen und Gefährdungen, K. Landau - G. Pressel (Hrsg.), 2., vollständig neubearbeitete Auflage 2009. Das Lexikon können Sie in unserem Bookshop erwerben.
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