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Standardwerk der Arbeitsmedizin
G. Triebig, M. Kentner, R. Schiele Arbeitsmedizin Handbuch für Theorie und Praxis 3. vollständig neubearbeitete Auflage 2011 mehr
Acrylate
„Acrylat“ ist eine Sammelbezeichnung für Salze (z. B. Na-Acrylat) und Ester der Acrylsäure. Acrylsäureester und deren Derivate bzw. Homologe lassen sich leicht durch Licht, Wärme und Katalysatoren zu Polyacrylaten und Acrylharzen polymerisieren. Die Acrylate sind daher wichtige Monomere zur Herstellung von Homo- und Copolymerisaten wie ➙ Kunststoffe (z. B. Plexiglas), synthetische Lacke (➙ Farben und Lacke), Klebstoffe (➙ Kleben und Klebstoffe), Harze sowie für die Papier, Leder- und Textilveredlung. Bevorzugt eingesetzt werden niedrigmolekulare Monomere wie Methyl-, Ethyl- und Butylacrylat. Auf Cyanoacrylat basierende Klebstoffe („Einkomponentenkleber“) sind schnellklebend, nach kurzer Zeit sehr fest und finden sowohl im industriellen Bereich, im Freizeitbereich als auch in der Medizin (z. B. als „biologisch abbaubare“ Gewebekleber) Verwendung. Methacrylate sind die Ausgangsmonomere von Acrylharzen, die z. B. für Klebstoffe, Prothesen und als Zahnersatzmaterialien verwendet werden. Bereits seit 1936 werden Methacrylate in der Zahntechnik (Kunststoffzähne) eingesetzt. Methylmethacrylat (MMA; H2C=C (CH3)-COOCH3) ist eine bei Zimmertemperatur flüssige und farblose Substanz, die heute im „Pulver-Flüssigkeit“-Verfahren als Monomer mit industriell vorgefertigtem Polymer vermischt und radikalisch (z. B. durch Peroxide) polymerisiert wird.
Dieser Eintrag ist ein Auszug aus dem Medizinischen Lexikon der beruflichen Belastungen und Gefährdungen, K. Landau - G. Pressel (Hrsg.), 2., vollständig neubearbeitete Auflage 2009. Das Lexikon können Sie in unserem Bookshop erwerben.
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