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Laudatio zur Verleihung der Ehrenmedaille des VDBW

„In diesem Jahr führen wir im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung ein Novum ein. Wir wollen in dieser Eröffnungsveranstaltung Persönlichkeiten ehren, die sich um die Arbeitsmedizin verdient gemacht haben. Eine Organisation, wie wir sie sind, braucht Partner, braucht Unterstützer, um Positives in der Gesellschaft und in der Ärzteschaft zu bewirken. Das Präsidium des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte hat beschlossen, zwei herausragende Persönlichkeiten zu ehren, die über viele Jahre die Arbeitsmedizin begleitet haben und die wichtige Unterstützer sind.

Die erste Persönlichkeit ist Herr Dr. Udo Wolter. Herr Dr. Wolter ist geboren im Februar 1948 in Wittstock in Brandenburg. Nach dem Abitur und Grundwehrdienst haben Sie in Greifswald Medizin studiert. Danach haben Sie sich weitergebildet zum Facharzt für Chirurgie und waren lange in leitender Position auf der traumatologischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Neuruppin. Sie haben darüber hinaus Weiterbildungen in der Handchirurgie. Sie sind jetzt Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Sie wurden 1984 zum Dr. med. promoviert mit einem Thema „Analyse der unfallchirurgischen Versorgung der stationären Versorgung am Bezirkskrankenhaus Neuruppin“.

Und damit haben Sie den Grundstein für Ihre berufspolitische Agenda seit Juni 1990 gelegt. Sie sind im Juni 1990 Gründungsmitglied der Ärztekammer Brandenburg geworden, von 1992 bis 1996 waren Sie Vizepräsident und seit 1996 sind Sie Präsident der Landesärztekammer Brandenburg und damit auch Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer. Wir trafen beide zum ersten Mal 1999 auf einander. Sie als Vorsitzender des Ausschusses „Arbeitsmedizin“ und der ständigen Konferenz Arbeitsmedizin der Bundesärztekammer und ich als stellvertretender Vorsitzender. Ihr Vorgänger war Herr Prof. Montgomery, der sich in dieser Sitzung verabschiedete. Sie haben sich über viele Jahre in der GQB engagiert, waren zeitweise Vorsitzender und Sie sind weiterhin Mitglied des Ausschusses für Arbeitsmedizin des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Was hat man so für Vorurteile als internistisch geprägter Kollege gegenüber den Chirurgen? Ich will sie gar nicht aufzählen, sie stimmen alle nicht bei Ihnen. Ich habe Sie in den vielen Jahren als einen höchst kompetenten Verhandlungsführer erlebt und es hat Sie immer ausgezeichnet, dass Sie den Konsens gesucht, aber auch gefunden haben. Sie waren stets ein guter Berater und Sie haben auch die Grenzen deutlich gemacht. Für diese Aufrichtigkeit und Klarheit bin ich dankbar. Bei der Umstrukturierung der Bundesärztekammer sind viele Gremien weggefallen. Sie haben sich intensiv gemeinsam mit Herrn Maas dafür eingesetzt, dass es die Arbeitsgruppe Arbeitsmedizin weiter in der Bundesärztekammer gibt. Das ist für uns ein ganz wichtiger Punkt. Das hat sich gerade bei dem Thema Weiterbildungsordnung, kleine Fachkunde und den Diskussionen mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in höchstem Maße bewährt. Lieber Herr Wolter, für diese über 17-jährige Tätigkeit für die Arbeitsmedizin und mit der Arbeitsmedizin danken wir Ihnen von Herzen und wir möchten Ihnen die Goldmedaille des Verbandes Deutscher Betriebsärzte- und Werksärzte dafür überreichen.

Die zweite Persönlichkeit, die wir hier und heute ehren, ist Herr Dr. rer. oec. Hans-Jürgen Maas. Herr Maas ist Jahrgang 1950 und stammt aus Neukirchen-Vluyn am Niederrhein. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum, von 1969 bis 1974, promovierte er 1976 zum Dr. rer. oec. Zunächst arbeitete er als Dozent für Mathematik und Statistik an der Fachschule für Betriebswirtschaft in Gelsenkirchen. Er war danach Krankenhaus-Referent des Bundesverbandes der Ortskrankenkassen von 1977 bis 1981.

Herr Dr. Maas trat 1982 in die Geschäftsführung der Bundesärztekammer ein und war bis zum 30. Juni 2016 unter anderem zuständig für die arbeitsmedizinischen Gremien der Bundesärztekammer. Sie haben, lieber Herr Maas, von 1982 bis 2016 die Arbeitsmedizin beobachten können und ihre Entwicklung mit vollzogen. Ich glaube, Sie waren auch sehr überzeugt davon, welche qualitative Weiterentwicklung es in diesen Jahren gegeben hat. Und eine der wichtigen Voraussetzungen dazu waren die Veränderungen der Weiterbildungsordnung.

Lieber Herr Maas, ich freue mich besonders, dass Sie heute kommen konnten. Sie hatten einige gesundheitliche Einschränkungen zu überwinden, die möglicherweise diese Reise hätten beeinträchtigen können. Ich bin sehr froh, dass es Ihnen wieder besser geht.

Lieber Herr Maas, mir waren Sie über diese 17 Jahre DER Gesprächspartner in der Bundesärztekammer. Besonders habe ich an Ihnen die klare Kante und die klare Linie geschätzt, und wenn man als Verbandspräsident dann mal über die Ziellinie hinausgeht, haben Sie es verstanden zu bremsen. Auf das Machbare und auf das Umsetzbare hinzuweisen – das war und ist äußerst hilfreich. Und ganz besonders schätze ich an Ihnen ihre Aufrichtigkeit. Sie haben auch in schwieriger Phase, vor allem bei dem Thema Weiterbildung, Linie gehalten und für die Arbeitsmedizin gekämpft. Ich bin sicher, durch ihre langjährige Erfahrung haben Sie gesehen, welch wichtige Voraussetzungen in der Weiterbildung geschaffen werden. Ohne eine gute Weiterbildung gibt es keine Qualität in der Arbeitsmedizin. Und so haben Sie mit dafür gesorgt, dass die Arbeitsmedizin in den Gremien der Bundesärztekammer vertreten ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ich weiß, dass das harte Arbeit gewesen ist.

Sie haben sich mit dieser Lebensleistung um die Arbeitsmedizin verdient gemacht und dafür verleiht ihnen der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte die Goldmedaille.“

Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident des VDBW

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